"Die Solidarität mit Nachbarn in Osteuropa ist ungebrochen"

Donnerstag, 03. Juni 2004

Renovabis-Chef Pater Demuth zieht erste positive Bilanz der Pfingstaktion 2004

FREISING/REGENSBURG/FULDA (lu). „Die Solidarität der Bundesbürger mit Menschen in sozialer Not und der christlichen Kirchen in den Ländern Mittel- und Osteuropas ist ungebrochen.“ Diese erste Bilanz zog der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, Pater Dietger Demuth CSsR, im Anschluss an die Pfingstaktion 2004. Aktionsorte waren zum Beispiel Regensburg, Fulda, Grafenau, Altötting, Wiesbaden und Nürnberg. Am vergangenen Wochenende war bundesweit in mehr als 13.000 katholischen Gotteshäusern eine Kollekte zugunsten der Arbeit von Renovabis durchgeführt worden.

Unabhängig vom Kollektenergebnis ist für Pater Demuth auf den Plätzen in den Städten, nach den Gottesdiensten, in Schulen und bei vielfältigen Veranstaltungen in Gemeinden und Bildungshäusern eines deutlich geworden: „Die Bundesbürger wissen, dass es in Mittel- und Osteuropa weiterhin ein starkes Wohlstandsgefälle gibt.“ Die Menschen hätten auch erkannt, dass „Brüssel nicht alles richten wird“, auch nicht in den zehn EU-Beitrittsländern. Hilfe sei weiterhin unverzichtbar, vermehrt jedoch für Menschen in den Staaten, die auch künftig der Europäischen Union nicht zugehören. Diesen wird sich Renovabis verstärkt annehmen.

Im Zentrum der Pfingstaktion 2004 mit dem Motto „Heimatlos. Mitten in Europa“ stand das Schicksal von rund 60 Millionen Migranten, die allein in Europa ihr Heimatland meist wegen ethnischer, sozialer oder politischer Konflikte bzw. existenzieller Not verlassen müssen, um sich andernorts ein neues Zuhause aufzubauen.

Beim Auftakt der Aktion in Regensburg hatte Bischof Gerhard Ludwig Müller in einem Pontifikalamt, bei dem der tschechische Bischof Frantisek Radkovsky, Bischof Petru Ghergel aus Rumänien und Weihbischof Pero Sudar aus Bosnien-Herzegowina konzelebriert hatten, für eine „Zukunft mit Gott“ geworben. Allein die katholische Soziallehre garantiert für den Regensburger Oberhirten Menschenwürde und Mitmenschlichkeit. Bayerns Staatssekretärin Emilia Müller hatte in Regensburg Politik und Kirche aufgefordert, gemeinsam ein an Werten orientiertes Europa zu gestalten. Für die Politikerin liegt in der Arbeit von Renovabis zugunsten sozial benachteiligter Menschen und der lange verfolgten Kirche in Mittel- und Osteuropa „viel Segen“. Heimat sei ein Grundrecht der Menschen, griff sie das Jahresmotto von Renovabis auf.

Als Grundsäulen für ein zukunftsfähiges Europa hat Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel beim Abschluss der Pfingstaktion in Fulda die Prinzipien der katholischen Soziallehre Solidarität und Subsidiarität neben Frieden und Freiheit genannt. Gemeinsam mit Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen, der mit dem tschechischen Bischof Josef Koukl einen Gottesdienst mit den Gläubigen im Dom feierte, hatte Rhiel die Arbeit der Solidaritätsaktion Renovabis bei der Begleitung der Menschen in den Beitrittsländern der EU sowie in den neuen Anrainerstaaten gewürdigt.

Herausgeber: Renovabis-Geschäftsstelle,

Abt. Kommunikation & Kooperation

Leiter: Burkhard Haneke,ha@renovabis.de presse@renovabis.de Tel.: 08161/5309-14, Fax: 08161/5309-44