"Klare Option der katholischen Kirche für die Menschen auf dem Weg"

Dienstag, 18. Mai 2004

Renovabis begrüßt Instruktion des Hl. Stuhls zu Migranten - Anstrengungen, Menschen in ihrer Heimat Perspektiven zu eröffnen

FREISING/MÜNSTERSCHWARZACH FREISING (lu). Die Instruktion des Hl. Stuhls über die Migranten hat das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis ausdrücklich begrüßt. Die katholische Kirche stellt sich mit der Instruktion „Die Liebe Christi zu den Migranten“ einer der größten Herausforderungen für die Gesellschaft und schreibt damit die bisherige kirchliche Antwort auf die pastoralen und sozialen Bedürfnisse der Menschen fort, die ihre Heimat verlassen. Dies unterstrich der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, Pater Dietger Demuth CSsR, als Reaktion auf das Schreiben des „Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs“.

Gegenwärtig verlassen rund 200 Millionen Menschen ihr Heimatland, davon allein 60 Millionen in Europa. Gründe für den Wanderungsprozess sind vor allem militärische, ethnische und politische Auseinandersetzungen, aber auch die Sorge um die Sicherung der Existenz der Familie und der eigenen Person.

Für Pater Demuth stellt das Schreiben eine „klare Option der Kirche für Menschen auf dem Weg“ dar. Die Autoren des Papiers beschreiben Migration als „beredtes Zeugnis der sozialen, ökonomischen und demographischen Ungleichgewichte“. Frauen seien die Hauptleidtragenden der Ungleichheit, unterstreicht die Instruktion, nicht nur mit Blick auf den Menschenhandel und die Zwangsprostitution.

Die Instruktion aus Rom weist auch Wege auf, wie Christen den Migranten, den Menschen auf ihrem Weg, begegnen solle. Sie seien gefordert entsprechend dem Vorbild des Guten Samariters für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auf dem Weg einzutreten und ihr Leid zu mildern. Ebenso werden sie aufgefordert, bei der Integration der „Fremden“ in ihrem neuen Zuhause mitzuwirken.

Renovabis richtet in diesem Jahr mit seiner Pfingstaktion unter dem Motto „Heimatlos. Mitten in Europa“ ebenfalls den Blick auf die Menschen, die ihre Heimat verlassen (müssen) und sich andernorts eine neue Zukunft aufbauen. Die Solidaritätsaktion will dabei vor allem den Menschen in ihrer angestammten Heimat Perspektiven eröffnen helfen, in dem sie soziale und seelsorgliche Projekte unterstützt, aber auch Kindern und Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung in ihrer Heimat ermöglicht. Ferner unterstützt Renovabis Maßnahmen sozialer Verbände in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas wie der Caritas, die über die Gefahren des Menschenhandels und der Zwangsprostitution aufklären.