"Dankeschön für die große Bereitschaft, den Menschen in Not in Osteuropa zu helfen"
Donnerstag, 22. April 2004
Pater Dietger Demuth CSsR legt Bilanz der Arbeit des katholischen Hilfswerks Renovabis vor
FREISING/KÖLN (lu). Eine erfreuliche Bilanz der Arbeit des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis (Freising) für 2003 zieht Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth CSsR in dem Jahresbericht, der nun vorliegt. Im vergangenen Jahr hat Renovabis 1218 sozial-caritative, kirchlich-pastorale sowie Bildungs- und Medienprojekte in den Ländern Mittel- und Osteuropas mit einer Summe von insgesamt 35,56 Millionen Euro gefördert. Im Jahr 2002 lag die Summe, mit der das Werk 1224 Projekte unterstützte, bei 34,43 Millionen Euro. Die Zahl der Stipendien lag 2003 ebenso wie im Vorjahr bei rund 200. Schwerpunktländer der Projektförderung waren von der Anzahl der Projekte her gesehen im Jahr 2003 Ukraine und Russland.
Die stabile Spendenentwicklung im vergangenen Jahr bestätigt für Pater Demuth, dass die Bundesbürger auch 14 Jahre nach dem Fall der Mauer die Dringlichkeit erkennen, den Menschen in Notsituationen in Mittel-, Südost- und Osteuropa zu helfen. Pater Demuth: „Ein herzliches Dankeschön für die große Bereitschaft, bedürftigen Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern in Osteuropa zu helfen“. Nicht zuletzt aufgrund des solidarischen Handelns der Christen sei es gelungen, dass die Gesellschaften von West und Ost in Europa weiter zusammenwachsen auf dem Weg zu einer sozialen, geistigen und kulturellen Vervollständigung Europas, würdigte der Redemptoristenpater die Leistungen der Kirchen.
Selbst in den acht mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittsländern, besonders aber jenseits der künftigen EU-Ostgrenzen gibt es nach Einschätzung des Leiters des Osteuropahilfswerks Renovabis „noch sehr viele materielle Not“. Konsequenz für Pater Demuth: „Unsere Solidarität mit den Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa wird noch auf lange Sicht erforderlich bleiben“. Er erinnerte auch daran, dass die Kirche in vielen osteuropäischen Staaten die tätige Solidarität dringend braucht.
Der Renovabis-Jahresbericht 2003, der heute in Köln vorgestellt wird, enthält über die Bilanzdaten hinaus Informationen über Schwerpunkte der Renovabis-Arbeit im Jahr 2003. So wurde 2003 eine Renovabis-Stiftung errichtet, um die Solidaritätsarbeit zugunsten der Menschen in Mittel- und Osteuropa auf eine zusätzliche Grundlage zu stellen. Zu den Aktivitäten 2003 zählen die Pfingstaktion „Nachbar sein. Zum Nächsten werden!“, verschiedene Aktionen anlässlich des zehnjährigen Bestehens von Renovabis, der Internationale Renovabis-Kongress zum Thema „Suche nach Heimat. Migration in Europa“ und das Treffen von Partnerschaftsgruppen für Mittel- und Osteuropa in Freising Ende November. Mit dem Kongress wurde zugleich die Pfingstaktion 2004 vorbereitet. Sie steht unter dem Motto „Heimatlos. Mitten in Europa - damit Menschen in ihrer Heimat ein Zuhause haben“ und wird am 9. Mai im Regensburger Dom durch Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller und Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth CSsR eröffnet.
Der Renovabis-Jahresbericht 2003 kann kostenlos bei der Pressestelle von Renovabis (Tel. 08161/530939/47) angefordert oder hier heruntergeladen werden: Renovabis Jahresbericht 2003 (2.6 MB)
