Solidarität mit den Menschen in Osteuropa bleibt unverzichtbar

Donnerstag, 18. März 2004

Renovabis-Trägerkreis bewilligt Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 15 Millionen Euro

KÖLN/FREISING (lu/ha). Über eine Gesamtsumme von rund 15 Millionen Euro für seelsorgliche, soziale und zivilgesellschaftliche Projekte hat der Trägerkreis von Renovabis, das Beschluss fassende Gremium der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, entschieden. Bei der jüngsten Sitzung des Trägerkreises, dem Erzbischof Joachim Kardinal Meisner vorsteht, wurden in Köln allein 60 Großprojekte mit einer Bewilligungssumme von knapp zehn Millionen Euro genehmigt.

Renovabis wird zum Beispiel die Caritas Shkodre in Albanien dabei unterstützen, Straßenkinder wieder in die Gesellschaft, vor allem in Familien, zu integrieren.

Die Solidaritätsaktion wird Mittel für Studienstipendien für die Absolventinnen und Absolventen der Europaschulen im Erzbistum Sarajewo bereitstellen, damit gut ausgebildete junge Erwachsene in ihrem Heimatland studieren können und nicht abwandern.

Dem römisch-katholischen Dekanat Kiew in der Ukraine wird Renovabis dabei helfen, ein Pastoralzentrum in der Landeshauptstadt zu errichten, in dem Laien fort- und weitergebildet werden sollen und sich Jugend- und Erwachsenengruppen zur Bibelarbeit und Katechese treffen können.

Der Caritas in Bosnien-Herzegowina wird das katholische Osteuropa-Hilfswerk Mittel zuweisen, damit die häusliche Alten- und Krankenpflege in diesem Krisengebiet sichergestellt werden kann.

Renovabis sichert auch die Fortsetzung eines Programmes gegen Frauenhandel in Litauen, das von der Caritas Litauen durchgeführt wird.

Ein Programm, mit dessen Hilfe Behinderte im Kosovo dazu befähigt und motiviert werden, sich an der politischen Gestaltung der Gesellschaft aktiv zu beteiligen, fördert Renovabis in der Diözese Prizren.

Renovabis unterstützt ferner den Jugendseelsorger der ungarischen Diözese Szeged-Csanad, eine diözesanweite Jugendarbeit aufzubauen.

Wenig Verständnis äußerte Kardinal Meisner für Stimmen, die Hilfen für bedürftige Menschen in den EU-Beitrittsländern in Osteuropa bereits für überflüssig halten.

Bei der Trägerkreissitzung stellte der Generalsekretär des Weltjugendtages 2005 in Köln, Prälat Dr. Heiner Koch, die Planungen für dieses katholische Großereignis vor. Kardinal Meisner begrüßte die Absicht von Renovabis, das „Treffen der Jugend der Welt mit dem Papst“ mitzugestalten und so zu seinem Erfolg beizutragen. Das Weltjugendtagsbüro rechnet damit, dass allein mindestens 80.000 Jugendliche aus mittel-, ost- und südosteuropäischen Ländern im August 2005 nach Köln kommen.