Sozial- und Pastoralarbeit mit Zigeunern in der Diözese Pecs

Projektbeschreibung

Zur Verwendung des Begriffes Zigeuner lesen Sie bitte das Statement von Bischof Norbert Trelle, Hildesheim, anläßlich des VI. Weltkongress der Pastoral für die Zigeuner in Freising (1. bis 4. September 2008).

Im Bereich der Diözese Pécs leben ca. 40.000 Zigeuner. Besonders in der Grenzregion nach Kroatien stellen sie vielfach die Mehrheit in den Dörfern. Mit der Unterstützung von Renovabis hat die „Caritas Szent Marton Stiftung“ 2001 begonnen, in den Zigeunerdörfern eine sozialpädagogische, juristische und pastorale Beratung anzubieten. 2006 startete in der Region Baranya ein umfassendes Projekt zum Aufbau einer Sozial- und Pastoralarbeit mit einer Zielgruppe von ca. 5.000 Menschen, der Zigeuneranteil liegt hier bei 70 Prozent. Das Projekt wurde intensiv von Renovabis begleitet und zeigt sehr deutliche positive Ergebnisse, vor allem in den Bereichen der Schul- und Berufsqualifizierung von Kindern und Jugendlichen. Motiviert durch den Erfolg ihrer Kinder ist die Anzahl der Erwachsenen, die an einer schulischen Fortbildung in Abendschulen teilnehmen, ebenfalls gestiegen.

Inzwischen sind in Ungarn im Bereich der Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zigeunerfamilien weitere ähnliche Programme entstanden. Nun wurde ein Netzwerk aus vorerst 5 Organisationen gebildet, welches die Förderung der pädagogischen Programme für Kinder und Jugendliche übernimmt. Die soziale und pastorale Arbeit mit Zigeunern wird in 7 Gemeinden durchgeführt, oft kommen auch Menschen aus den umliegenden Dörfern zu den Angeboten. Es werden auch Erwerbslose, chronisch Kranke, behinderte und alte Menschen versorgt.
Übergreifendes Ziel der Arbeit ist es, der sehr ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe eine größtmögliche Chancengleichheit in der Gesellschaft zu bieten, sie so zu stärken, dass sie Schritt für Schritt mehr Verantwortung für sich und ihre Familien übernehmen können. Dies ist ein langfristiger Ansatz, der verschiedene Angebote und einen hohen Personaleinsatz fordert.

Die Aktivitäten, die in einem oder mehreren Dörfern angeboten werden, sind:

Projektbewertung

Das Projekt ist zu einem Modell geworden, das an anderen Orten übernommen wird - das erworbene Wissen wird weitergegeben. Inzwischen wird auch versucht, finanzielle Mittel über die Europäische Union einzuwerben. Um die Arbeit weiter zu stabilisieren und die angefangenen Prozesse in der Organisationsentwicklung zu beenden, hat Renovabis die Projektförderung um 2 Jahre verlängert.

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