Hoher Orden für Ostkirche-Experten

Donnerstag, 12. März 2009

Russische Orthodoxe Kirche zeichnet die Leiter des Ostkirchlichen Instituts in Regensburg, Rauch und Wyrwoll, aus

REGENSBURG/FREISING. Die Russische Orthodoxe Kirche hat den Leitern des Ostkirchlichen Instituts (OKI) in Regensburg, den Prälaten Albert Rauch (75) und Nikolaus Wyrwoll (70), den Orden des Heiligen Sergius von Radonezh verliehen. Erzbischof Longin von Klin, Ständiger Vertreter der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, überreichte den Ostkirche-Fachleuten die Auszeichnung am Donnerstag (12. März) in Regensburg in Anwesenheit von Orts- und „Ökumene“-Bischof Gerhard Ludwig Müller zu Beginn einer Sitzung des OKI-Fördervereins. Mit dem Orden würdigt die Russische Orthodoxe Kirche den jahrzehntelangen Einsatz von Instituts-Direktor Rauch und seinem Stellvertreter Wyrwoll für Verständigung und Versöhnung zwischen den Kirchen im Westen und Osten Europas. Den Anstoß zur Ordensvergabe hatte noch der frühere und im vergangenen Jahr verstorbene Patriarch der Russischen Orthodoxen Kirche, Aleksij II., gegeben.

Demuth: Dienst an der Einheit der Kirche

Das Ostkirchliche Institut in Regensburg besteht seit über 40 Jahren und arbeitet im Dienst der Arbeitsgemeinschaft „Kirchen des Ostens“ der Deutschen Bischofskonferenz sowie des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. In dem Studienkolleg lernen Studierende der Orthodoxen sowie der Unierten und Altorientalischen Kirchen im Auftrag ihres Bischofs westliche Theologie und kirchliche Lebensform kennen. Renovabis unterstützt das OKI finanziell und ermöglicht darüber hinaus Studierenden aus den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas durch die Vergabe von Stipendien einen Studienaufenthalt am OKI. Mittlerweile haben ehemalige Studierende des OKI in den Kirchen ihrer Herkunftsländer wichtige Ämter oder verantwortungsvolle Aufgaben übernommen.

Gerade diesen Aspekt hebt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth in einem Glückwunschschreiben an die Ordensträger hervor. So schreibt Demuth, dass auch Renovabis Tag für Tag die Früchte der beharrlichen Arbeit von Rauch und Wyrwoll ernte. Er würdigt den unermüdlichen Einsatz der Institutsleiter. Dadurch sei ein Klima des Vertrauens zwischen Ost und West gefördert worden. „Und so freuen wir uns mit Ihnen, dass dieser Dienst an der Einheit der Kirche in dieser besonderen Auszeichnung ihren Ausdruck findet“, unterstreicht Demuth.