Förderung von Rückkehrern in Nevesinje
- Land: Bosnien und Herzegowina
- Förderbereich: Soziale Aufgaben
Projektbeschreibung
Das Gebiet der Pfarrei Nevesinje wurde während des Krieges in Bosnien und Herzegowina fast vollständig entvölkert. Das bergige, 900 m bis 2.000 m hoch liegende Gebiet wurde im Vertrag von Dayton der Republika Srpska zugeschlagen. Lange Jahre zog kaum jemand zurück in diese wirtschaftlich äußerst schwache Region. Mittlerweile jedoch kehren Menschen wieder in ihre alten, Dörfer zurück – auch, weil sie in den Städten keine wirtschaftliche und soziale Perspektive sehen.

Rückkehrer in die Pfarrei Nevesinje haben auf Initiative des dortigen Pfarradministrators eine Genossenschaft gegründet, die dazu beitragen soll, die landwirtschaftlichen Erwerbsgrundlagen der rückkehrenden Familien zu verbessern. Die Region ist bekannt für den Anbau von Kartoffeln und für Schafmilch-Produkte. An diese Tradition möchte man wieder anknüpfen. Dafür müssen Geräte und Maschinen neu angeschafft werden. Diese Anschaffungen gehen in das Eigentum der Genossenschaft ein.
Projektbewertung
Die Unterstützung der Rückkehrer ist sinnvoll. Durch die Gründung einer Genossenschaft, die landwirtschaftliches Gerät vorhält, sind die Menschen in der Lage, sich wieder eine Existenzgrundlage aufzubauen. Dabei hat sich die Beteiligung der Kirche in Person des Pfarrers bei der Entstehung ähnlicher ländlicher Genossenschaften als nützlich und zielführend erwiesen.
- Projektträger: Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ Nevesinje
- Fördersumme: 80.000 EUR
- Bewilligungsjahr: 2008
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