Osteuropa-Fernsehtipps
20. Januar 2012 – 26. Januar 2012
Tagesübersicht
Samstag, 21. Januar
hundkatzemaus - Das Haustiermagazin
18:00 Uhr, VOX (70 Minuten)
Starke Männer - kleine Hunde: Tierschutz in Rumänien (Folge 3)
Dritte Folge der 10-teiligen hundkatzemaus-Serie ‘Harte Hunde’ über eine ganz besondere
Hilfsaktion
Folge 3:
Ralf Seeger, der etwas andere Tierschützer vom Niederrhein, und seine Freunde Tom, Tomek, Alex und Christian sind nach Rumänien gereist, um dort eine Woche Romulus Sale zu helfen. Der rumänische Tierschützer baut gerade ein neues Tierheim, damit er mehr Hunde von der Straße holen und sie somit vor dem sicheren Tod retten kann. Doch direkt bei ihrer Ankunft passiert schon das erste Elend. Nicht genug, dass die Männer noch auf der Fahrt unter einer Brücke zwei verlassene Welpen finden, auch Romulus hat gerade eine ausgesetzte Hündin mit drei Babys gerettet. Die Tiere werden auf das Gelände des neuen ‘Casa Cainelui’ gebracht, wo die Helfer aus Deutschland sofort Pläne schmieden. Tom und Tomek haben sich so in die beiden Brückenwelpen verliebt, dass sie beschließen, sie mit nach Hause zu nehmen, wenn sie groß genug sind. Von nun an hören sie auf die Namen ‘Baby’ und ‘Struppi’. Und Ralf will, dass auch die Hündin ‘Milli’ und ihre Welpen ein weiches Körbchen kriegen, und aktiviert deshalb seine Kontakte am Niederrhein.
Nun muss aber erst mal gearbeitet werden. Das riesige Areal, das einmal bis zu 800 Hunden ein sicheres und glückliches Leben ermöglichen soll, ist noch im Rohzustand. Jede helfende Hand wird gebraucht. Umso mehr, da Romulus gerade Post bekommen hat: Sein Verpächter will ihn vom Grundstück haben. Der Bau des neuen Tierheims muss schnell gehen, sonst war alles umsonst und die Hunde müssen wieder zurück auf die Straße. Wie gut, dass Ralf und seine Männer zupacken können.
Sonntag, 22. Januar
Das Trio Wanderer interpretiert Liszt und Chopin - Erstausstrahlung
23:55 Uhr, arte (45 Minuten)
Musik
Das französische Trio Wanderer wählte seinen Namen als Hommage an Schubert. Das Konzert des Klassikfestivals Folle Journée de Nantes war im Jahr 2010 dem Ungarn Franz Liszt und dem Polen Frédéric Chopin gewidmet, die seit ihrer Begegnung im Pariser Exil eine enge Beziehung gepflegt haben. Auf dem Programm standen „Tristia“ aus „La Vallée d’Obermann“ von Liszt und das Klaviertrio g-Moll von Chopin.
Das Trio Wanderer wurde im Jahr 1987 gegründet. Ihre Ausbildung absolvierten die Musiker bei renommierten Lehrern wie János Starker, György Sebök, Dorothy Delay und Menahem Pressler (Beaux Arts Trio) sowie bei den Mitgliedern des Amadeus-Quartetts. Der Durchbruch zu einer internationalen Karriere erfolgte durch die Gewinne des ARD-Wettbewerbs in München 1988 und der Fischoff Chamber Music Competition in den USA 1990. Das Ensemble arbeitete mit berühmten Persönlichkeiten der Musikszene zusammen so unter anderem mit Paul Meyer, Yehudi Menuhin, Christopher Hogwood, Charles Dutoit oder James Conlon. Außerdem traten sie mit berühmten Klangkörpern zusammen auf wie der Philharmonie von Radio France, dem Radiosymphonieorchester Berlin, der Sinfonia Varsovia, den Grazer Philharmonikern und dem Kölner Gürzenich Orchester. In Frankreich wurde das Trio Wanderer bereits dreimal in seiner Karriere mit dem „Victoires de la Musique“ als beste Kammermusikformation des Jahres bedacht.
Montag, 23. Januar
Zwischen Himmel und Erde
16:30 Uhr, arte (60 Minuten)
Eine Familiengeschichte aus Usbekistan - Dokumentation
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde Usbekistan im Jahr 1991 politisch unabhängig. Seitdem regiert Islom Karimov diktatorisch das zentralasiatische Land. Die Bevölkerung ist einer massiven Bespitzelung und Überwachung ausgesetzt. Die Dokumentation erzählt vom Leben einer usbekischen Familie zwischen Vergangenheit und Zukunftsträumen.
Die Bevölkerung Usbekistans ist einer ständigen Überwachung durch ein umfassendes Geheimdienst- und Informantensystem ausgesetzt. Die ehemalige Sowjetrepublik wurde 1991 unabhängig. Doch die Russen setzten Islam Karimov als Staatspräsidenten ein, der das Land seitdem diktatorisch regiert. Die Dokumentation erzählt die Geschichte von Achat und Tarsun, beide Ende 50, die seit Kindestagen befreundet sind.
Im Alter von sieben Jahren verließen sie ihr Heimatdorf und folgten einem Seiltänzer. Sie wuchsen gemeinsam auf, erlebten gleichzeitig die erste Liebe, gründeten jeder eine Familie und bauten jeweils ihren eigenen Familienzirkus auf. Beide traten der verbotenen Oppositionspartei ERK bei, deren Name übersetzt „Freiheit“ bedeutet. Achat ging in seiner Tätigkeit als Aktivist auf, während der organisatorisch begabte Tarsun es bis zum stellvertretenden Parteivorsitzenden brachte.
Ein Jahr nach der Unabhängigkeit Usbekistans waren alle Oppositionsparteien verboten worden. Die ERK ging in den Untergrund. Tarsun blieb weiterhin Mitglied, Achat, der die Illegalität fürchtete, schloss sich einer Menschenrechtsorganisation an. Doch vor etwa zehn Jahren verließ auch Tarsun die ERK, nachdem er seine Familie bedroht sah. Er ließ sich als Volkserzieher nieder und hielt sich seiner Familie zuliebe fortan von der Politik fern. So sehr sich Tarsun und Achat auch bemühen, ihre Freundschaft aufrechtzuerhalten, eine Belastungsprobe ist unausweichlich. Jeder muss auf seine Art die Gratwanderung zwischen eigenen Ansprüchen, Freundschaft und Familie bestehen.
Dienstag, 24. Januar
Wildes Russland - Abenteuer Erde
20:15 Uhr, WDR (45 Minuten)
Sibirien - Film (Folge3)
Die dritte Folge führt den Zuschauer nach Sibirien.
Eine riesige Wildnis im Herzen Russlands, von der Kälte mit eisiger Hand regiert - das ist Sibirien. Jenseits des Urals gelegen, umfasst Sibirien rund zehn Prozent der gesamten Landmasse der Erde. Keine Frage, das es sich um ein Land der Superlative handelt: Riesige Temperaturschwankungen um etwa 80 Grad, der tiefste und älteste See der Welt und die wohl widerstandsfähigsten Tiere unseres Planeten. Das Moschustier dürfte das einzige Reh mit Vampirzähnen sein - und wo sonst machen Wölfe Bären die heißbegehrte Beute streitig? Der harte Winter fordert Anpassung - der dichte Pelz des Zobels wurde ihm allerdings fast zum Verhängnis. Inzwischen liegen Pelze glücklicherweise nicht mehr im Trend, und die einheimischen Raubtiere stellen dem Zobel häufiger nach als der Mensch. Sibirien ist die kälteste, bewohnte Gegend der Erde, und man lebt meist in einfachen Verhältnissen. Die Männer züchten die berühmten jakutischen Pferde und halten große Rentierherden - ihre Haustiere kennen jedoch keinen Stall und keine Futterzeit, sondern sorgen in der Wildnis für sich selbst. Zugefrorene Flüsse dienen im Winter als Straßen, auf denen Rentierschlitten und Lastwagen gleichermaßen unterwegs sind. Und der Baikalsee ist dann nicht nur der größte See der Welt, sondern auch ein riesiges Eishockeyfeld. Für die scheuen Baikalrobben bleibt immer noch genug Platz - auch wenn sie sich im Sommer um die wenigen Sonnenplätze auf den Felsen streiten. Zum ersten Mal gelangen auch spektakuläre Unterwasseraufnahmen der einzigen Süßwasserrobben-Art unseres Planeten.
Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt zum ersten Mal die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischen Ozean. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt. „Wildes Russland“ zeigt in atemberaubender Qualität die einzigartigen Landschaften und Artenvielfalt des größten Staates der Erde.
Lebt wohl, Genossen! - Erstausstrahlung
21:50 Uhr, arte (50 Minuten)
1975 - 1979 Machtrausch - Dokumentationsreihe (Folge 1 von 6)
Im Jahr 1975 lebte fast die Hälfte der Weltbevölkerung im Einflussbereich der Sowjetunion. Ende 1991 kam das Aus für den Sowjetimperialismus. Die sechsteilige Dokumentationsreihe „Lebt wohl, Genossen!“ erzählt 20 Jahre später die Geschichte dieses Zusammenbruchs aus der Sicht von Angehörigen des ehemaligen Ostblocks.
Der erste Teil der Dokumentationsreihe beschreibt die zweite Hälfte der 70er Jahre. Das Sowjetimperium bekommt erste Risse durch das Erstarken der Bürgerrechtsbewegungen. Als Kosmonaut Alexej Leonow im Jahr 1975 während seines Raumflugs im Rahmen des amerikanisch-sowjetischen Apollo-Sojus-Test-Projekts auf die Erde herabblickt, hat das kommunistische System seine maximale Expansionsstufe erreicht. Doch es bekommt langsam erste Risse. Die wachsenden Wirtschaftsprobleme, der Einfluss der Popkultur und nicht zuletzt die erste, 1973 in Helsinki organisierte Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) geben Bürgerrechtsbewegungen wie der Charta 77 in der Tschechoslowakei Auftrieb. In der UdSSR hat die Altherrenriege des Politbüros mittels Polizei, KGB und politischer Verfolgung die Gesellschaft jedoch immer noch fest im Griff.
Im Jahr 1991, also vor ziemlich genau 20 Jahren, verschwand die Sowjetunion von der politischen Landkarte. Mit dem Ende der UdSSR war auch die strenge Trennung zwischen westlicher Welt und Ostblock obsolet geworden. Die sechsteilige Dokumentarfilmreihe erzählt die Geschichte des Untergangs der Sowjetdiktatur aus der Innensicht, zu Wort kommen einfache Arbeiter genauso wie ehemalige KP-Mitglieder oder Mitarbeiter des KGB.
Sowjetische Filme, Songs von Regimegegnern, Fernsehnachrichten und privates Archivmaterial liefern den Schlüssel, um eine wenig erforschte Seite des Ostblocks zu ergründen. Dabei kommen Zeitzeugen zu Wort, die die letzten 15 Jahre vor dem Ende der Sowjetunion miterlebten. Jeder von ihnen hat seine persönliche Erklärung für den plötzlichen Zusammenbruch der Sowjetherrschaft.
Auf Postkarten äußerten sich einst die Sowjetbürger über ihren Alltag und ließen sich - mehr oder weniger verschlüsselt - Mitteilungen politischer Art zukommen. In der Dokumentationsreihe erzählen die Zeitzeugen nun ganz offen von den wahren Ereignissen, zum Beispiel von Zwangstrennungen, Widerstand und Untergrundaktionen. Diese Erinnerungen stellt die Dokumentarfilmreihe durch audiovisuelles Archivmaterial gestützt in den geschichtlichen Zusammenhang.
Die Dokumentarfilmreihe „Lebt wohl, Genossen!“ wurde in zwölf Ländern gedreht und wird von 15 europäischen Fernsehsendern ausgestrahlt.
Lebt wohl, Genossen! - Erstausstrahlung
22:40 Uhr, arte (55 Minuten)
1980 - 1985 Bedrohung - Dokumentationsreihe (Folge 2 von 6)
Im Jahr 1975 lebte fast die Hälfte der Weltbevölkerung im Einflussbereich der Sowjetunion. Ende 1991 kam das Aus für den Sowjetimperialismus. Die Dokumentationsreihe „Lebt wohl, Genossen!“ erzählt 20 Jahre später die Geschichte dieses Zusammenbruchs aus der Sicht von Angehörigen des ehemaligen Ostblocks.
Der zweite Teil der Reihe beschreibt die erste Hälfte der 80er Jahre mit dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan, der Erstarkung der polnischen Solidarnosc-Bewegung und dem Ende der Breschnew-Ära in der Sowjetunion.
Der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan im Dezember 1979, die Protestaktionen der erstarkenden polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc und deren Niederschlagung durch General Jaruzelski, der im Dezember 1981 das Kriegsrecht über Polen verhängte, vermitteln der Weltöffentlichkeit das Bild eines Imperiums, das seine Streitkräfte zum Erhalt der eigenen Macht in die Schlacht schickt.
Und auch aus der westlichen Welt wird die Kritik am Sowjetimperialismus lauter. So ermutigt Papst Johannes Paul II. während eines Besuches in Polen seine Landsleute, indem er ihnen zuruft: „Habt keine Angst!“. Außerdem boykottiert der Westen die Olympischen Spiele 1980 in Moskau. Dass sie trotzdem veranstaltet wurden, kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die sowjetische Staatsführung durch innere Kämpfe geschwächt ist und die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat. Binnen fünf Jahren sterben drei Parteichefs und verschwinden damit von der politischen Bühne: Leonid Breschnew sowie seine Nachfolger Juri Andropow und Konstantin Tschernenko.
Mittwoch, 25. Januar
Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan
15:15 Uhr, NDR Fernsehen (45 Minuten)
Film
Die Länder Kasachstan oder Usebekistan tauchen nur in den Schlagzeilen auf, wenn es um Erdgas oder Erdöl geht, denn diese Bodenschätze besitzen sie reichlich. Über das alltägliche Leben der Menschen in diesen zentralasiatischen Ländern, seit dem Zerfall der Sowjetunion selbstständige, aber autoritär regierte Republiken, weiß man dagegen wenig.
Um das zu ändern, sind die Autoren für diese Reportage mehrere Tausend Kilometer mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan gefahren. Dabei haben sie in den Zügen und in den Städten entlang ihrer Strecke interessante Menschen kennen gelernt und Einblicke in deren Lebensbedingungen gewonnen.
Die Reiseroute führt überwiegend entlang der berühmten Seidenstraße mit ihren uralten Handelsmetropolen wie Almaty, Taschkent, Samarkand und Buchara. In den Zentren dieser Städte herrscht heute überwiegend modernes Leben, aber auf den bunten Märkten, in den uralten Basaren und Moscheen kann der Reisende sich dem Gefühl nicht entziehen, auf einer Zeitreise zu sein.
Man ist doch ein Mensch! - Erstausstrahlung
15:15 Uhr, NDR Fernsehen (45 Minuten)
Unterwegs mit Whadyslaw Bartoszewski - Film
„Man ist doch ein Mensch!“, sagt Whadyslaw Bartoszewski auf die Frage, woher er Zeit seines Lebens seinen Mut nahm. Mit dieser Haltung hat er Auschwitz überlebt und das Gefängnis der polnischen Staatssicherheit überstanden. Am 19.02.2012 wird der polnische Publizist und Politiker 90. Momentaufnahmen aus dem Leben eines Mannes, der in die Abgründe des 20. Jahrhunderts geblickt hat. Er hat sich wie kaum ein anderer polnischer Politiker für die deutsch-polnischen Beziehungen eingesetzt: Whadyslaw Bartoszewski, zwei Mal polnischer Außenminister, Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, „Gerechter unter den Völkern“ in Israel. Am 19. Februar 2012 wird er 90. Ein rbb-Team hat den leidenschaftlichen Politiker, Publizisten, Aktivisten im Dienste der deutsch-polnischen Beziehungen mit der Kamera begleitet - was nicht einfach war. Mit dem Tempo seines Schritts und seiner Gedanken hängt er viele Jüngere in seiner Umgebung ab! Noch immer veröffentlicht er Bücher, hält Vortragsreisen, sitzt unzähligen nationalen und internationalen Gremien und Komitees vor. Er ist Staatsminister für die deutsch-polnischen Beziehungen im polnischen Außenministerium. Er ist Beiratsvorsitzender der deutsch-polnischen Ausstellung „Tür an Tür - 1000 Jahre Deutsche und Polen“ im Berliner Gropiusbau. Und er ist Mitglied des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK).
Schon in den 60er Jahren knüpfte er Kontakte zu bundesdeutschen Jugendorganisationen. Sein Beichtvater hatte ihm mit auf den Weg gegeben: „Du hast die Freiheit bekommen - du sollst erzählen und erinnern!“. Seine Abiturarbeit hatte er über Minna von Barnhelm geschrieben und dachte, die Deutschen wären Dichter und Denker. Bis sie sein Land überfielen und ihn nach Auschwitz verschleppten. Dort, auf dem Appellplatz, vor Hunger, Angst und Kälte zitternd, hätte er jeden „für einen Narren gehalten“, der ihm vorher gesagt hätte, dass er ein paar Jahre später mit Deutschen befreundet sein würde. Als dann bundesdeutsche Jugendorganisationen ihn baten, mit ihnen zu sprechen, setzte er den Rat seines Beichtvaters in die Tat um.
Schwer krank wurde er 1941 aus Auschwitz entlassen - und gründete den Hilfsrat für die verfolgten Warschauer Juden. Für die polnische Exilregierung schrieb er Meldungen über das Warschauer Ghetto. 1944 nahm er am Warschauer Aufstand gegen die deutschen Besatzer teil. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg, während der stalinistischen Zeit, geriet er ins Visier der polnischen Staatssicherheit und verbrachte sechs Jahre im Gefängnis. 1980 war er einer der ersten, die sich für die Gewerkschaft Solidarnosc engagierten.
Woher nimmt ein Mensch soviel Mut und soviel Kraft? Das ist eine der häufigsten Fragen, die junge Deutsche ihm stellen. Seine Antwort ist immer so plausibel, wie einfach: „Man ist doch ein Mensch!“ Der Film von Krzysztof Czajka erzählt das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes. Eines Mannes, der in die Abgründe des 20. Jahrhunderts geblickt hat und bis heute ein leidenschaftlicher Botschafter von Versöhnung, Freiheit und Anstand ist. Ein Mensch eben …
Am 27. Januar 2012, dem 7. Internationalen Holocaust-Gedenktag, jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zum 67. Mal.
Donnerstag, 26. Januar
Mit dem Zug durch den Balkan
15:15 Uhr, NDR Fernsehen (45 Minuten)
Film
Vor mehr als 125 Jahren fuhr erstmals ein Luxuszug von Paris nach Istanbul (damals noch Konstantinopel). Er trug den Namen Orient-Express. Das „rollende Hotel“ mit Salon-, Speiseund Schlafwagen hat bis heute seinen legendären Ruf behalten, obwohl es die Direktverbindung von Paris nach Istanbul längst nicht mehr gibt.
Heute fährt stattdessen ein Sonderzug von Deutschland auf teils historischen Bahnlinien in die Metropole am Bosporus. Es ist eine Reise der ganz besonderen Art, denn die gesamte Strecke von 2.500 Kilometern zum alten Istanbuler Bahnhof Sirkeci wird mit Dampfloks zurückgelegt.
Die Fahrt dauert insgesamt sieben Tage und führt durch sechs Länder: über Wien (Österreich) und Budapest (Ungarn) geht es nach Rumänien. Weitere Stationen folgen in Bulgarien: Veliko Tarnovo, die einstige Hauptstadt des Landes, und Plovdiv, eine der ältesten Städte Europas. Der letzte Streckenabschnitt führt durch den gesamten europäischen Teil der Türkei. Bereits von hier aus legt sich bis zum Zielort Istanbul orientalisches Flair über die Reise.
Lebensretter Ostblockviren - Erstausstrahlung
22:00 Uhr, arte (50 Minuten)
Ein Weg aus der Antibiotikakrise? - Dokumentation
Infektionskrankheiten sind heute weltweit die häufigste Todesursache. Mit der Entdeckung des Penizillins im Jahre 1928 schien es zunächst, als sei der Kampf gegen Bakterien gewonnen. Doch im Laufe der Zeit haben mehr und mehr Bakterienstämme Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt. Ein Ausweg aus dieser Antibiotikakrise könnte eine alternative Heilmethode aus Georgien darstellen, die Phagentherapie. Denn Bakteriophagen sind die natürlichen Feinde der Bakterien.
Das 1928 von dem britischen Forscher Alexander Flemming entdeckte Penizillin machte den Medizinern und ihren Patienten Hoffnung, dass es nun vorbei sei mit den bakteriellen Infektionen. Doch es stellte sich heraus, dass Bakterienstämme Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln können. So sind alternative Heilmethoden gefragt. Eine davon scheint die Phagentherapie zu sein.
Der Franzose Henri Lemaitre setzt seine ganze Hoffnung darauf. Ein Sturz von der Leiter hatte für ihn tragische Konsequenzen. Die Operationen übersteht er gut, doch dann infiziert er sich im Krankenhaus mit einem lebensgefährlichen resistenten Keim. Kein Antibiotikum hilft. Zwischenzeitlich sieht es so aus, als könne nur eine Amputation Henri Lemaitre retten. Der Pariser Arzt Alain Dublanchet hat die Therapie mit Bakteriophagen erstmals am Pariser Institut Pasteur kennengelernt. Nun hofft er, am Eliava-Institut in Georgien die Lösung für seinen Patienten Lemaitre zu finden. Seit Jahrzehnten hat sich dort die Therapie mit Phagen bewährt. Bakteriophagen sind der natürliche Feind der Bakterien. Anders als Antibiotika befallen sie nur eine bestimmte Bakterienart und wirken spezifischer. Dies ist Vor- und Nachteil zugleich. Denn der Bakterienstamm muss genau bestimmt werden, bevor die Phagenkultur auf diesen Keim angelegt werden kann, anders als bei einem Breitband-Antibiotikum.
In der ehemaligen Sowjetunion hat sich der Einsatz von Phagen vor allem im Zweiten Weltkrieg etabliert. Nach dem Krieg wurde das Eliava-Institut in Tiflis zum Zentrum der Phagenproduktion und -medikation des gesamten Ostblocks. Millionen Menschen konnten behandelt und gerettet werden. Doch das Wissen des Instituts ist in Gefahr. Es fehlt an Geld und Infrastruktur, um die Produktion aufrecht zu erhalten. Und in den westlichen Ländern ist die Phagentherapie ein kaum erforschtes, skeptisch betrachtetes Gebiet. Die Dokumentation geht der alternativen Heilmethode auf den Grund und zeigt dabei ihre Möglichkeiten, aber auch ihre Grenzen auf.
Freitag, 27. Januar
Auschwitz - Polen - Erbe der Menschheit
12:45 Uhr, 3sat (15 Minuten)
Film - Dokumentation
Auschwitz ist ein Ort in Polen, zwischen Kattowitz und Krakau gelegen, und zugleich ein Synonym für das größte aller Verbrechen: die Ermordung der europäischen Juden. Auschwitz markiert einen Zivilisationsbruch. Es erinnert daran, dass die Deutschen mitten im 20. Jahrhundert zu einem singulären Verbrechen fähig waren, dem über fünf Millionen Juden zum Opfer fielen. Heute ist Auschwitz eine viel besuchte Gedenkstätte, ein Museum - mit allen Problemen: Wie lässt sich das Undarstellbare museal repräsentieren? Mit Bergen von Schuhen, mit aufgehäuften Haaren, mit Koffern, auf denen die Namen derer stehen, die in die Gaskammern getrieben wurden?
„Auschwitz - Polen“ beginnt in der Gegenwart, zeigt die museale Wirklichkeit und endet damit, dass er die bekannten Fernsehbilder zitiert, ohne sie vollständig zu zeigen. Frank Hertweck versucht dem Stammlager Auschwitz und dem Ort der Vernichtung Birkenau gerecht zu werden, indem er sich ganz auf diese Orte konzentriert.
Jahresbericht 2011 erschienen: Informieren Sie sich über die Arbeit von Renovabis im aktuellen Jahresbericht.
Aktuelles Spendenprojekt
Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Renovabis fördert den Betrieb von Suppenküchen in Georgien und sichert somit die Versorgung von alten und bedürftigen Menschen. Das Projekt können Sie mit Ihrer Spende unterstützen. Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien





@renovabis schreibt:
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