Osteuropa-Fernsehtipps
30. Juni 20126. Juli 2012

Tagesübersicht


Details ausblenden

Samstag, 30. Juni

Metropolen des Ostens

12:55 Uhr, MDR (43 Minuten)

Kiew - Film

„Kiew, sanfte Heimat …“, diese Worte des Sängers Alexander Vertinskij sprechen vielen Kiewern aus dem Herzen. Poetische Worte für die Liebe zu der Großstadt mit ihren mehr als drei Millionen Einwohnern. Von ihrem Kiew fühlen sie sich aufgenommen, hier werden sie in den Schlaf gesungen, hier finden sie ihre Ruhe. In Kiew möchte man über die grünen Hügel und die Straßen schlendern, seinen Träumen nachhängen und sich an den Aussichten erfreuen. Die Kiewer lieben ihre Stadt. Sie meinen, dass es sich hier besser leben ließe als in den meisten anderen ukrainischen Städten und auch den traditionellen „Konkurrenten“ Moskau und St. Petersburg. Und die ukrainische Metropole vermag es immer wieder, auch die ausländischen Besucher in ihren Bann zu ziehen.

Wo sich zu Zeiten des Kiewer Großfürsten Jaroslaw noch Pferdewagen mühsam über morastige Wege quälten, finden sich jetzt breite, verkehrsreiche Straßen. Die Stadt hat ihr Gesicht gewandelt, ist heute Hauptstadt der unabhängigen Ukraine, in der im Herbst 2004 die „Orangefarbene Revolution“ in der ganzen Welt von sich reden machte. Die Kiewer sind auf dem Weg zurück nach Europa, was sie mitbringen, ist ein großer Schatz an kulturellem und menschlichem Reichtum.

Eisenbahn-Romantik

13:50 Uhr, rbb (30 Minuten)

Kaukasisches Bahnabenteuer

In Georgien sind alte Eisenbahnveteranen aus Sowjetzeiten noch vor Güter- und Personenzügen im Einsatz. Sowohl die Strecke zwischen der Hauptstadt Tiflis und Poti, dem größten Schwarzmeerhafen Georgiens, wie auch zahlreiche Nebenstrecken entlang des Kaukasus bieten Eisenbahnrelikte in Hülle und Fülle, also Romantik und Abenteuer gleichermaßen.

Sonntag, 01. Juli

Rund um den Polarkreis - SF Spezial

06:35 Uhr, 3sat (45 Minuten)

Reportage (Folge 1 von 6)

Geschichten vom Rand der Welt.

Die sechsteilige Reihe „Rund um den Polarkreis“ erzählt Geschichten vom Rand der Welt: von schwierigen und schönen Momenten im Leben von Inuitkindern, von abenteuerlustigen Goldgräbern, einsamen Rentierzüchtern und waghalsigen Piloten. Die erste Folge stellt die Piloten der „North-Wright Airways“ vor. Die Helden der Lüfte versorgen in Kanada eine Region, die so groß ist wie Westeuropa, mit allem, was benötigt wird: vom Geburtstagskuchen bis zur Rechtsprechung in Form eines fliegenden Gerichtes. Danach nehmen Inuitkinder aus einem Kinderheim in Grönland die Reporter mit auf einen Ausflug ins traditionelle Grönland. Der russische Oligarch Wassilij Pimin ist einer der reichsten Männer am Polarkreis. In der Umgebung von Murmansk besitzt er 40 Firmen. Bei seinen Geschäften gehe alles mit rechten Dingen zu, sagt er - und zeigt auch gleich, was das in Russland bedeutet.

66° 34’ Nord ist eine magische Grenze. Dort liegt der Polarkreis, dort beginnen die arktischen Regionen. Die Natur ist dominierende Kraft. Straßen gibt es keine. Flugzeuge, Helikopter, Hundeschlitten, Panzerfahrzeuge und Pferde sind die Transportmittel.

Die weiteren fünf Folgen der sechsteiligen Reihe „Rund um den Polarkreis“ zeigt 3sat im Anschluss, ab 7.20 Uhr.

Eurovision Young Musicians 2012

10:40 Uhr, WDR (95 Minuten)

Finalkonzert

Der alle zwei Jahre stattfindende Nachwuchswettbewerb „Eurovision Young Musicians“ feierte 2012 sein 30-jähriges Bestehen. Das Finalkonzert, das am 11.05.2012 die Wiener Festwochen auf dem Rathausplatz eröffnete, präsentiert die sieben Finalisten, darunter auch den Teilnehmer für Deutschland, den 16-jährigen Pianisten Dominic Chamot.

Die Gewinner sind: Eivind Holtsmark Ringstad aus Norwegen (1. Preis, Bratsche), Emmanuel Tjeknavorian aus Österreich (2. Preis, Violine) und Narek Kazazyan aus Armenien (3. Preis, Kanun).

Es spielt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Cornelius Meister. Die Moderation führt der international bekannte Multipercussionist Martin Grubinger, der im Jahr 2000 selbst einer der Finalisten dieses Wettbewerbs war.

ExtraSchicht

16:30 Uhr, WDR (30 Minuten)

Die Nacht der Nächte an der Ruhr

Spektakuläre Illuminationen: Lichteffekte, Feuerspiele in historischer Industriekulisse. Mit Straßentheater, Gauklern, Pantomimen, viel Musik. Hunderttausende lockt jedes Jahr die ExtraSchicht ins Ruhrgebiet. Sie pendeln in der Nacht der Industriekultur mit Shuttle-Bussen, Straßenbahnen, Kanalschiffen oder historischen Eisenbahnen zwischen den 53 Spielorten hin und her. Insgesamt werden zwischen Duisburger Innenhafen und Dortmunder U über 200 attraktive Veranstaltungen geboten: außergewöhnliche Kunst, klassische Kultur wie Kunststücke ungewöhnlicher Art. Zentrale Rolle spielt dabei die Lichtkunst: In Bochum werden etwa die Jahrhunderthalle, das Bergbaumuseum und die Ruhr-Universität in fantastische Lichtspiele getaucht. Viele Landmarken des Ruhrgebiets werden in dieser Nacht in neuem Licht erscheinen. Auch die klassische Revier-Industrie und eine Kloake wie die Emscher werden zum Erlebnis. Bei der sogenannten „Emscher-Passage“ wird neben Klärwerken und Faultürmen auch der „neue“ saubere Fluss präsentiert.

In diesem Jahr überwindet die ExtraSchicht erstmals Grenzen. Denn nicht nur im Ruhrgebiet ist die Faszination über das Zusammenspiel von Kultur und ehemaligen Industrieanlagen groß. Im vergangenen Jahren begleiteten Delegationen aus Oberschlesien in Polen und Donbass in der Ukraine die Nacht der Industriekultur im Ruhrgebiet, um Ideen für die Inszenierung ihrer Industriekultur zu bekommen. Daraus entstanden ist die „Industriada“ in Oberschlesien und die „Zweite Schicht“ in der Ukraine rundum Donezk. Als „Vorspiel“ am Vorabend des Finales der Fußball Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine wird die Industriekultur auch in diesen beiden Ländern gefeiert.

Weil niemand in dieser Nacht alles sehen kann, werden die Kamerateams des WDR unterwegs sein, um alle Höhepunkte am Tag danach um 16.30 Uhr im WDR Fernsehen zu zeigen.

Russische Musik interpretiert vom Orchestre de Paris - Erstausstrahlung

18:30 Uhr, arte (45 Minuten)

Musik

Die russische Musik spiegelt das Wesen des Landes und die Seele seines Volkes wider. Dieses Konzert mit dem Orchestre de Paris unter der Leitung des jungen japanischen Dirigenten Kazuki Yamada bringt deren ganze Virtuosität zum Ausdruck. Seit Yamada beim Internationalen Wettbewerb für junge Dirigenten in Besançon 2009 den ersten Preis gewann, ist er bei den großen Orchestern gefragt. Aus dem im Juni 2011 in der Pariser Salle Pleyel aufgezeichneten Konzert bringt ARTE einen Auszug aus der Oper „Ruslan und Ludmila“ von Michail Glinka und ein Klavierwerk von Aram Chatschaturjan. Solist ist Jean-Yves Thibaudet, einer der bedeutendsten französischen Pianisten der Gegenwart.

Der Konzertabend beginnt mit einem Auszug aus der Oper „Ruslan und Ludmila“ von Michail Glinka (1804-1857). Bereits ganz zu Beginn entfaltet sich darin das Glinkas Talent für Instrumentalmusik, der auch als „Vater der russischen Musik“ gilt. Es folgt das „Klavierkonzert Des-Dur“ des armenisch-sowjetischen Komponisten Aram Chatschaturjan (1903-1978): ein glänzendes, klares, elegisches und berauschendes Werk. Chatschaturjans Musik zeichnet sich durch ihre vielfältigen und lebendigen Orchesterfarben aus, die tief von der armenischen, georgischen und aserbaidschanischen Volksmusik geprägt sind. Knapp hundert Jahre nach Glinka erlangte er 1942 mit dem „Säbeltanz“ aus seinem Ballett „Gayaneh“ Weltruhm. Der ebenso virtuose wie schwungvolle Tanz wird häufig auch konzertant gespielt und diente Billy Wilder als Filmmusik.

Chatschaturjans „Klavierkonzert Des-Dur“ (1936) fand Prokofjews Anerkennung. Es ist Teil einer großen Solisten seiner Zeit gewidmeten Trilogie, die außerdem das Violinkonzert von 1940 (für David Oistrach) und das Cellokonzert von 1946 (für Swjatoslaw Knuschewitski) enthält. Dieses frühe Konzert zählt zu seinen berühmtesten. Bei seiner US-amerikanischen Uraufführung schrieb der Musikkritiker der New Yorker Zeitung „World telegram“, kein Werk der Klavierliteratur könne es in Kraft, Geschwindigkeit und Dynamik mit diesem aufnehmen.

Wenn man ihn allzu einseitig als vollkommenen Vertreter der französischen Klavierschule hinstellen will, verweist Jean-Yves Thibaudet humorvoll auf seine deutsch-französische Abstammung. Dennoch gibt er zu, dass ihn zumindest die als „französisch“ geltende Eigenschaft der Freude am Klang und an der Instrumentalfarbe mit dieser Tradition verbindet. Thibaudets Spiel ist maßgeblich geprägt durch seine Zusammenarbeit mit Weltklasse-Sängerinnen wie Brigitte Fassbaender und Cecilia Bartoli. In diesem Zusammenhang hat er auch eine CD mit Operntranskriptionen eingespielt, welche als sehr schwierig gelten. Thibaudet war bereits zuvor mit dem Orchestre de Paris aufgetreten, im Jahr 1986, 2000 und 2008. Auf dem Programm standen zwei Konzerte von Liszt und die schwer einzuordnende Turangalîla-Symphonie von Olivier Messiaen.

Montag, 02. Juli

Der gute Mensch von Perm

03:45 Uhr, arte (25 Minuten)

Dokumentation

Die Dokumentation zeigt am Beispiel des Geschäftsmannes Sergej Worono aus Perm eindrucksvoll, dass die neuen russischen Wirtschaftsformen nicht nur in Moskau gelten, sondern im ganzen Land auf dem Vormarsch sind. Doch weitab von der Hauptstadt behagen nicht allen die „neuen Zeiten“. Eigeninitiative und „Unternehmergeist“ stoßen bei der Bevölkerung und in den Verwaltungen oftmals auf Widerstand und blankes Unverständnis.

Sergej Worono ist eine Mischung aus russischem Landadeligen und pragmatischem Unternehmer, der sein Geld in der Millionenstadt Perm am Ural macht und in seine Heimatprovinz und das Dorf Kalinino investiert. Für den Doktor der Philosophie, der an der Polytechnischen Universität von Perm „Neue russische Unternehmer-Philosophie“ unterrichtet, war Business schon immer eine Herausforderung, die er zu Beginn der Perestroika am Schopf packte.

Nach verschiedenen, teils gescheiterten Geschäftsvorhaben ist er im Immobiliengeschäft tätig und renoviert Wohnheime. Auch hier trifft er auf den Starrsinn der Stadtverwaltung und das Unverständnis der Mieter, die nicht verstehen, dass „neue Zeiten“ angebrochen sind und sich der Staat nicht mehr um sie kümmert. Geld ist für den findigen Geschäftsmann Mittel zum Zweck, um seine eigentlichen Projekte umzusetzen. Seit mehreren Jahren engagiert er sich in Initiativen, die der Jugend auf dem Land aus ihrer Perspektivlosigkeit helfen sollen. Doch viele Vorhaben scheitern, auch wegen der Lethargie der Jugendlichen.

Für die Bewohner seines Heimatortes Kalinino ist er der reiche Wohltäter, der versucht, Jobs in die von Armut gebeutelte Provinz zu bringen, und gegen die Tatenlosigkeit und Verzweiflung der Landbevölkerung ankämpft. Andere sehen in ihm jedoch einen Einfaltspinsel, der sein Geld aus dem Fenster wirft. Die Dokumentation zeigt ein Russland, das versucht, zwischen dem Erbe des Sozialismus und der Hektik des neuen Kapitalismus einen Weg zu finden.

360° - Geo Reportage

09:40 Uhr, arte (50 Minuten)

Die Waldbahn der Karpaten - Reportage

Seit über 70 Jahren schnauft ein Relikt vergangener Zeiten fast täglich zuverlässig die Berge hinauf. „360º - Geo Reportage“ zeigt, wie eine kleine dampfbetriebene Waldbahn den Menschen des Örtchens Oberwischau in den Karpaten bei ihrer beschwerlichen Arbeit hilft, Holz durch das enge Wassertal zu transportieren. Niemand weiß, wie lange es diese Bahn noch geben wird.

Oberwischau und das angrenzende Wassertal sind Orte lebendiger Geschichte. Umschlossen von den tiefen Wäldern der Karpaten fanden hier Rumänen, Juden, Ungarn und Deutsche eine gemeinsame Heimat. An diesem Ort märchenhafter Sagen und Geschichten überlebte eine vergessen geglaubte Verbindung aus Feuer, Wasser und Stahl - eine der letzten mit Dampf betriebenen Waldbahnen Europas. Der junge Feuermacher Gheorghe Andreica setzt die Kleindiesellok „Cozia-1“ sechs Tage in der Woche unter Dampf. Immer schon war das Wassertal ein Zentrum des Holzeinschlags. Und auch heute noch transportiert die Schmalspurbahn Holzfäller hinauf in die tiefen Wälder der Maramures und etwa 200 Tonnen Holz zurück ins Tal. Doch die Waldbahn ist bedroht - durch Überschwemmungen und die ökonomische Schwäche der Region. Gheorghe Andreicas größter Wunsch ist es trotzdem, eines Tages Zugführer der Waldbahn zu werden. Doch dafür muss er sich in den Augen seines Chefs erst einmal bewähren. Und so ist jede Fahrt für Gheorghe Andreica eine Reise mit Emotionen, Ängsten und Hoffnungen.

„360° - Geo Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

12:45 Uhr, 3sat (15 Minuten)

Lemberg, Ukraine - Auferstanden aus Erinnerungen - Film

Lemberg liegt in der Ukraine. Entlang der alten Straßenbahngleise sind die unterschiedlichen Epochen auszumachen, die der Stadt ein Gesicht geben: die stolzen Barockpaläste mit den Jugendstilhäusern, das ärmliche jüdischen Viertel, die Plattenbauten und die Parks. Ostslawische Fürsten, Polen, Österreicher, Ruthenen, Armenier, Italiener und Juden prägten die Stadt. Doch von einer multikulturellen Erfolgsgeschichte kann keine Rede sein: Regelmäßig kam es zu Aufständen und Pogromen - je nachdem, wie sich das europäische Machtgefüge veränderte. In friedlichen Zeiten war Lemberg nicht nur ein Handelszentrum zwischen Europa und Asien, sondern auch ein Zentrum der Wissenschaften. Nach Jahren der Sowjetherrschaft entdecken die Lemberger langsam ihre kulturellen Wurzeln wieder: beispielsweise in den polnischen Fresken in der armenischen Kirche oder in ihrer lebendigen Literaturszene.

Der Film aus der Reihe „Schätze der Welt - Erbe der Menschheit“ erzählt die Geschichte des UNESCO-Welterbes Lemberg.

Eisenbahnromantik

13:30 Uhr, NDR Fernsehen (30 Minuten)

Im Registan durch Usbekistan - Bahnabenteuer Zentralasien

Wo einst Kamele durch Steppen und Wüsten zogen, führt heute ein Schienenstrang mit so schönen Städten wie Buchara, Samarkand und Chiwa. Sie spiegeln mit ihren Moscheen und Basaren auch jetzt noch die Blütezeit des Mittelalters wider. Mit dem Sonderzug geht es durch Kasachstan, Usbekistan und Kirgistan, eine Reise entlang der Seidenstraße mit Einblicken in das Leben der Menschen von damals und heute. Doch Sonderzüge wie der „Registan“ sind die Ausnahme; im Alltagsbetrieb fahren vor allem schwere Güterzüge durch Steppen und Gebirge.

Durch den Kaukasus

15:15 Uhr, NDR Fernsehen (45 Minuten)

Der gefährliche Treck - Film

Tuschetien liegt im Nordosten Georgiens im Großen Kaukasus. Die Einwohner, die Tuschen, leben überwiegend von Schafzucht. Während des Sommers grasen ihre großen Schafherden auf den kaukasischen Hochweiden. Im Herbst müssen sie die Tiere zurück ins Tal führen. Ein gefährlicher Treck, der Menschen und Tiere zu Fuß über den 3.000 Meter hohen Abano-Pass führt.

Es ist eine archaische Welt, in der Tuschetiens Hirten leben. Eine atemberaubende, abgeschiedene und schwer zugängliche Landschaft. Das Leben ist hart und entbehrungsreich. Wölfe und Bären lauern in den Bergen. Bevor der Winter einsetzt, bereiten die Hirten den langen und gefährlichen Marsch ins Tal vor. Ein Filmteam hat sie über zwei Wochen hautnah auf ihrer beschwerlichen Reise begleitet und tiefe Einblicke in das mühselige Leben der Männer gewonnen, die ihre Wünsche und Ängste preisgeben.

Für den Treck müssen nicht nur die Schafe zusammengetrieben und gezählt werden. Auch das Kartoffelfeld muss geerntet werden. Die Esel und die halbwilden Pferde werden eingefangen, beschlagen und beladen. Für sechs Monate heißt es: Abschied vom malerischen Dorf der Ahnen. Fünf Tage lang geht es mit 2.000 Schafen zu Fuß durch beschwerliches Gelände. Selbst gebackenes Brot und Schaffleisch sind die Reiseverpflegung. Im Tal warten die Frauen der Hirten, und es gibt ein großes Fest zur Ankunft der Hirten bei der 1.000-jährigen Kathedrale in Alwani. Die Vorfreude darauf gibt den Hirten Kraft für den Treck.

Wildes Russland

15:15 Uhr, HR Fernsehen (45 Minuten)

Die Arktis - Sendereihe (Folge 3 von 7)

Russland hat mehr arktische Gebiete als jedes andere Land der Erde - die endlosen Eiswüsten und Tundren ziehen sich vom Weißen Meer an der Grenze Finnlands bis nach Tschukotka im äußersten Nordosten an der Beringstraße nur einen Steinwurf von Alaska entfernt. Hier liegt auch die Wrangel Insel. Dort sammeln sich im Sommer große Gruppen von Eisbären, um auf die Ankunft der Walrosse zu warten. Nach eher mageren Wochen hoffen die größten Bären der Erde auf einfache Beute, aber die Kolosse des Meeres wissen sich zu wehren. Im äußersten Westen der Arktis, im weißen Meer, liegt die Kinderstube von Sattelrobben und Beluga Walen. Sie finden hier ideale Bedingungen, um ihre Jungen aufzuziehen. Einen härteren Start haben junge Schneekraniche in Tschukotka - ihre Eltern legen am Ende des Arktischen Winters ihre Eier, und die müssen immer warm gehalten werden. Eine halbe Stunde in der eisigen Luft zerstören die Brut. Schneekraniche kommen nur in Russland vor, im Gegensatz zu Schneegänsen, die auf Wrangel brüten. Sie müssen sich vor den diebischen Polarfüchsen in Acht nehmen, die es sowohl auf ihre Eier als auch auf die Küken abgesehen haben. Im kurzen arktischen Sommer versuchen die Füchse, so viel Nahrung wie möglich für ihre Jungen zu finden. Denn eines ist sicher in der russischen Arktis: Nach wenigen Wochen des Überflusses regiert wieder der dunkle Winter. „Wildes Russland“ zeigt in atemberaubender HD-Qualität die einzigartigen Landschaften und die Artenvielfalt des größten Staates der Erde.

Der 4. Teil folgt am 3. Juli.

Die Lena und der Ruf der Arktis - Erstausstrahlung

19:30 Uhr, arte (45 Minuten)

Dokumentation

Mit dem Schlauchboot von der Insel Stolb bis zum Nordpolarmeer - nur mit einer Sondergenehmigung dürfen die estnischen Abenteurer Riho Västrik und Vasili Sarana dieses gefährliche Unternehmen durch das Mündungsgebiet der Lena, des größten Flusses Sibiriens, wagen. Die Fahrt gleicht der Durchquerung eines Labyrinths und wird für die beiden Reisenden zum spirituellen Naturerlebnis.

Nachdem Riho Västrik und Vasili Sarana sich den Traum vieler Russen erfüllt haben, zur Quelle des größten Flusses Sibiriens, der Lena, vorzudringen, planen die estnischen Abenteurer nun, das 45.000 Quadratkilometer große Mündungsgebiet des Flusses von der Insel Stolb bis zum Nordpolarmeer mit einem Schlauchboot zu durchqueren.

Dank einer Sondergenehmigung dürfen sie das streng geschützte und abgelegene Naturschutzgebiet Lena-Ustje befahren. Die etwa 130 Kilometer lange Reise gleicht der Bewältigung eines Labyrinths. Keine Karte zeigt den Verlauf des Flusses im sich ständig ändernden Mündungsdelta. Nur mit Kompass und GPS gelingt es Riho Västrik und Vasili Sarana, nach mehreren Irrfahrten zum Nördlichen Polarmeer zu gelangen. Die Fahrt durch die Weiten der Tundra wird für die beiden Abenteurer auch zu einer spirituellen Reise zu sich selbst.

Im Mai, zu Beginn des sibirischen Frühlings, treffen Riho Västrik und Vasili Sarana auf die aus dem Winterschlaf erwachte Tierwelt der Tundra. Nur zwei Monate dauert hier die Vegetationszeit. Das heißt, dass sich für die Tiere der Generationswechsel innerhalb eines extrem kurzen Zeitraums vollziehen muss. Alle Lebewesen sind deshalb in höchster Eile. Balzen, brüten, die Jungen aufziehen und dann noch schnell ein ausreichendes Fettpolster anlegen, bevor der dunkle arktische Winter wieder Einzug in der Tundra hält.

Dienstag, 03. Juli

Slowenien Magazin - Erstausstrahlung

01:30 Uhr, 3sat (30 Minuten)

Magazin

In Kooperation mit dem slowenischen Fernsehen berichtet das österreichische Magazin über Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur Sloweniens.

Das grüne Band

13:15 Uhr, MDR (45 Minuten)

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie - Film

Naturparadiese voller Leben direkt am Todesstreifen, seltene Tiere und Pflanzen im Schatten von Wachtürmen. Entlang des über 7.000 Kilometer langen Eisernen Vorhangs, der Europa vier Jahrzehnte lang trennte, hatten sich von der Polarregion Finnlands über die innerdeutsche Grenze bis nach Mazedonien und ans Schwarze Meer Lebensräume erhalten, die andernorts längst verschwunden waren.

Nach dem Fall der Mauer stellten Naturschutzverbände schnell fest, wie einzigartig der ehemalige Grenzstreifen war. Vor allem vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen hatten hier sichere Rückzugsgebiete gefunden, in denen sie sich nahezu ungestört entwickeln konnten. Über 600 Arten allein entlang der früheren innerdeutschen Grenze: vom Seeadler bis zum Schwarzstorch, vom Braunkehlchen bis zur Wildkatze, von der Arnika bis zur Wanstschrecke.

Noch 1989 organisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Hof ein erstes Treffen mit mehr als 400 Naturfreunden aus Ost und West. Die Idee vom „Grünen Band“ war geboren. Es erstreckt sich nun von Travemünde an der Ostsee bis zum Dreiländereck bei Hof und ist der größte deutsche Biotopverbund. 150 Naturschutzgebiete liegen im bzw. grenzen an das „Grüne Band“, darunter das Schutzgebiet Elbtalaue, ein Paradies für Wasservögel, und der Nationalpark Harz. Hier wurden inzwischen erfolgreich Luchse wiederangesiedelt.

Seit 2004 setzen sich neben dem BUND auch auf internationaler Ebene Umweltorganisationen dafür ein, die Lebensräume entlang des Eisernen Vorhangs zu sichern. Der Film stellt verschiedene Schutzprojekte für bedrohte Arten vor: von den Bären und Vielfraßen in den Urwäldern Kareliens an der finnisch-russischen Grenze über die Großtrappen im Grenzgebiet Ungarns zu Österreich bis zu den Kaiseradlern Bulgariens.

Die aufwendig produzierte internationale Koproduktion über das „Grüne Band“ Europas zeigt, was aus den ehemaligen Grenzgebieten 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs geworden ist.

Wildes Russland

15:15 Uhr, HR Fernsehen (45 Minuten)

Sibirien - Sendereihe (Folge 4 von 7)

Eine riesige Wildnis im Herzen Russlands, von der Kälte mit eisiger Hand regiert - das ist Sibirien. Jenseits des Urals gelegen, umfasst Sibirien rund zehn Prozent der gesamten Landmasse der Erde. Keine Frage, dass es sich um ein Land der Superlative handelt: riesige Temperaturschwankungen um etwa 80 Grad, der tiefste und älteste See der Welt und die wohl widerstandsfähigsten Tiere des Planeten. Das Moschustier dürfte das einzige Reh mit Vampirzähnen sein - und wo sonst machen Wölfe Bären die heißbegehrte Beute streitig? Der harte Winter fordert Anpassung - der dichte Pelz des Zobels wurde ihm allerdings fast zum Verhängnis. Inzwischen liegen Pelze glücklicherweise nicht mehr im Trend, und die einheimischen Raubtiere stellen dem Zobel häufiger nach als der Mensch. Sibirien ist die kälteste bewohnte Gegend der Erde, und man lebt meist in einfachen Verhältnissen. Die Männer züchten die berühmten jakutischen Pferde und halten große Rentierherden - ihre Haustiere kennen jedoch keinen Stall und keine Futterzeit, sondern sorgen in der Wildnis für sich selbst. Zugefrorene Flüsse dienen im Winter als Straßen, auf denen Rentierschlitten und Lastwagen gleichermaßen unterwegs sind. Der Baikalsee ist nicht nur der größte See der Welt, sondern auch ein riesiges Eishockeyfeld. Für die scheuen Baikalrobben bleibt immer noch genug Platz - auch wenn sie sich im Sommer um die wenigen Sonnenplätze auf den Felsen streiten. Zum ersten Mal gelangen auch spektakuläre Unterwasseraufnahmen der einzigen Süßwasserrobben-Art. „Wildes Russland“ zeigt in atemberaubender HD-Qualität die einzigartigen Landschaften und die Artenvielfalt des größten Staates der Erde.

Der 5. Teil folgt am 4. Juli.

Die Lena und der Ruf der Taiga - Erstausstrahlung

19:30 Uhr, arte (45 Minuten)

Dokumentation

Die Lena ist ein mächtiger Strom im Osten Sibiriens. Die Abenteurer Vasili Sarana und Riho Västrik haben sich vorgenommen, einige der Landschaften entlang des Flusses zu erkunden. Auf ihrer Reise durch Wälder, Sümpfe und die menschenleere Taiga bis zur Quelle der Lena lernen sie, mit dem zu überleben, was die Wildnis ihnen bietet.

Sibiriens mächtigster Strom, die Lena, ist eine wichtige Lebensader. Für die Russen ist sie außerdem ein Fluss voller Mythen und Geheimnisse, und für viele Naturliebhaber ist es ein Lebenstraum, einmal die Lena entlang zu reisen. Riho Västrik und Vasili Sarana haben sich diesen Traum erfüllt. Von Irkutsk geht es im Geländewagen durch menschenleere Landschaften.

Die eigentliche Reise startet im Dorf Biryulka am Oberlauf der Lena. Nun geht es für die zwei Abenteurer 300 Kilometer flussaufwärts - per Boot, mit Pferden und zum Schluss zu Fuß. Sie müssen Stromschnellen bewältigen, tiefe Wälder durchqueren und gefährliche Sümpfe überwinden. Dabei bekommen sie zahlreiche wilde Tiere zu sehen, neben Fischottern und Nerzen treffen sie auf Elche und sibirische Streifenhörnchen. Und dann liegt die Taiga mit ihrer unendlichen Weite vor ihnen. Ohne die Ortskenntnisse und die Erfahrung von Einheimischen ist das Weiterkommen hier extrem schwierig.

Riho Västrik und Vasili Sarana bekommen Hilfe vonGenadi vom hier lebenden Volk der Ewenken. Erbegleitet die beiden wortkarg und vielleicht ein wenig abweisend, aber doch mit dem richtigen Gespür für alles, was zwei Städter in der Wildnis zum Überleben brauchen. Inzwischen können Riho Västrik und Vasili Sarana Fische fangen, essbare Pilze finden und genießbares Grünzeug einkochen. Und es gelingt ihnen tatsächlich nach einem anstrengenden Fußmarsch, die Quelle der Lena zu finden.

Doch ihr Hunger nach Unbekanntem ist noch nicht gestillt: Jetzt träumen sie von einer Begegnung mit dem Braunbären. Und dafür werden sie das in der Wildnis Erlernte brauchen können, denn so ein Treffen kann gefährlich werden.

Mittwoch, 04. Juli

Die Eroberung Sibiriens - Planet Schule

07:30 Uhr, SWR (30 Minuten)

Zwischen Revolution und Gulag (Folge 3 von4)

Die Machtübernahme Stalins bringt die brutale Zwangskollektivierung der sibirischen Bauern und die Unterdrückung der Völker. Zugleich schaffen die Kommunisten mit dem ersten Fünfjahrplan riesige Industriekomplexe in Sibirien und bringen Zehntausende Arbeiter dorthin. Geprägt wird die sibirische Geschichte der 30er Jahre von den Gefangenenlagern des Gulag und den Zwangsumsiedlungen der russischen Bauern und sibirischen Völker.

Wildes Russland

15:15 Uhr, HR Fernsehen (45 Minuten)

Der ferne Osten - Sendereihe (Folge 5 von 7)

Ein zerklüftetes Land aus Wasser und Eis, mit sanften waldbedeckten Hängen und einer schroffen Steilküste - das ist Ussurien, das Revier des Sibirischen Tigers. Hier im Fernen Osten Russlands stößt die größte Landmasse der Welt an den Pazifik. Die Küstenlandschaft zeigt sich schon in exotischem asiatischem Gewand, und der Chankasee an der Grenze zu China und Korea schmückt sich im Sommer mit prachtvollen Lotusblüten - tatsächlich ist dieser See das weltweit größte Biotop der Wasserpflanze. Gleichzeitig beheimatet er ein außergewöhnliches Reptil - die langnasige Weichschildkröte, die ihren Namen aufgrund ihres biegsamen lederartigen Panzers trägt. Auch der seltene Riesenfischuhu geht in Ussuriens Gewässern auf die Jagd. Erstmals konnte dieser Greifvogel über wie unter Wasser gefilmt werden. An der Küste finden sich häufig die gepunkteten Sikahirsche; sie äsen nicht nur im dichten Wald, sondern verschmähen auch angespülte Algen nicht. Hier findet der Tiger immer wieder Beute. Sensationelle Aufnahmen zeigen erstmalig einen wilden Sibirischen Tiger am Strand. Raben und Geier räumen nur widerwillig das Feld, wenn der Herrscher des Waldes aufkreuzt und die Beute für sich beansprucht. Im Wald spielen die jungen Kragenbären in seiner Abwesenheit waghalsig im bunten Herbstlaub. Ihre Akrobatik in luftiger Höhe ist lebenswichtig: Wenn der Tiger hungrig zurückkehrt, sind die Baumwipfel ein sicheres Versteck vor ihm. Doch die größte Katze der Erde hat selbst gefährliche Feinde: Wilderer machen den Jäger zum Gejagten, und durch Rodung schrumpft sein Lebensraum unaufhaltsam. Das gleiche Schicksal teilt eine der seltensten Raubkatzen der Erde - der Amurleopard. Nur gut vierzig Tiere gibt es weltweit. Sie alle leben in Ussurien. „Wildes Russland“ zeigt in atemberaubender HD-Qualität die einzigartigen Landschaften und die Artenvielfalt des größten Staates der Erde.

Der 6. Teil folgt am 5. Juli.

Wildes Polen - Erstausstrahlung

19:30 Uhr, arte (45 Minuten)

Tatra, Ostsee und Masuren - Dokumentation

Polens Natur steckt voller Überraschungen. Denn in keinem anderen europäischen Land leben noch Wisente in freier Wildbahn. Und vermutlich brüten nirgendwo sonst in Europa mehr Zugvögel. Die Dokumentation berichtet von den mehr als 2.000 Meter hohen Gipfeln der Hohen Tatra und vom „Amazonas Polens“ - einem der größten Sumpfgebiete Europas entlang des Flusses Biebrza nordwestlich der Stadt Bialystok. Sie erzählt von den Tausenden Weißstörchen und von den seltenen, eher scheuen Schwarzstörchen, die sich in den dichten Wäldern verstecken. Und schließlich führt die Reise an die polnische Ostseeküste. Hier türmt sich der Sand zu riesigen Dünen auf.

Im Winter fegt ein eisiger Wind über Polens Osten. Den Wisenten macht die Kälte nichts aus. Ihr warmes Fell schützt die urtümlichen Rinder gegen jeden Schneesturm. Einst bevölkerten wilde Herden die meisten Regionen Europas. Heute gibt es die einzigen freilebenden europäischen Wisente nur noch in der Grenzregion zu Weißrussland. Die frostklirrenden Winter scheinen auch Fischotter und Biber nicht zu stören. Unbekümmert schwimmen und tauchen sie im eiskalten Wasser. Ihr Fell ist extrem dicht, wird sorgfältig von ihnen gefettet und bietet so einen perfekten Kälteschutz.

Sobald jedoch der Frühling in Polen Einzug hält, wird es an der Biebrza laut. Abertausende lärmende Vögel nutzen das riesige Sumpfgebiet in der Nähe von Bialystok, um hier zu rasten oder zu brüten. Weißflügelseeschwalben und Schwarzhalstaucher bauen ihre Nester. Und die Balz der Kampfläufer beginnt.

In den ländlichen Regionen Polens leben die Menschen noch im Einklang mit der Natur. Vieles erinnert an längst vergangene Zeiten: Ein Pferd zieht den Pflug, gemäht wird mit der Sense. Morgens werden die Kühe auf die Feuchtwiesen am Fluss getrieben. Sie halten das Gras kurz.

Im Norden Polens, in Masuren, leben mehr Störche als irgendwo sonst in Europa. Über 50.000 Brutpaare beziehen jedes Jahr auf Dächern und Kirchtürmen ihre Nester. Masurens Wälder sind Heimat ihres nahen, aber scheuen Verwandten, des Schwarzstorchs, der dort zurückgezogen lebt.

500 Kilometer lang ist die polnische Ostseeküste. Die Wanderdünen im Slowinski Nationalpark verwandeln den Strand in eine wüstenähnliche Landschaft. Jahr für Jahr wandern die Sandmassen weiter und decken alles zu.

Ein Klempner für tausend Seelen - DEUTSCHE ERSTAUSSTRAHLUNG

23:40 Uhr, Bayerisches Fernsehen (60 Minuten)

JUNGER FILM - FILMFEST MÜNCHEN 2012 - Dokumentarfilm

Im Moskauer Plattenbaubezirk Jasenevo leben Menschen aller sozialen Schichten: Unternehmer, Künstler, Professoren, Rentner. Aber nichts läuft in dem Viertel ohne Andrej - zumindest kein Wasser. Denn Andrej ist als Bezirksklempner zuständig für 4.600 Wohnungen und die maroden Wasserleitungen. Früher oder später braucht jeder den 34-Jährigen. Ein Filmteam begleitet diesen heimlichen König des Viertels bei seiner Arbeit.

Ohne Andrej läuft nichts im Moskauer Plattenbaubezirk Jasenevo - zumindest kein Wasser. Andrej ist der König des Bezirks, denn er ist Klempner und zuständig für 4600 Wohnungen, ungefähr genauso viele Kloschüsseln und einem schier unendlichen Geflecht aus maroden Wasserleitungen. Jeder braucht ihn und zwar ständig, weil immerzu irgendwo irgendwas kaputt ist. Andrej ist 34 Jahre, ein robuster Kerl von prominenter Statur, frech und mit einem derben Humor ausgerüstet. Jasenevo ist einer der typischen Randbezirke Moskaus, die Ende der 1970er-Jahre entstanden sind. Man bezeichnet sie auch als „Schlafbezirke“, weil die Menschen dort nur wohnen und schlafen, aber zur Arbeit in die Stadt pendeln. Heute leben in diesen Plattenbauten Menschen aller sozialen Schichten: Unternehmer, Künstler, Professoren, Rentner. Andrej geht bei ihnen ein und aus, er kennt sie alle, und alle sind sie auf ihn angewiesen. Im Verhältnis zwischen Andrej und seinen „Kunden“ spiegelt sich das Wertesystem und soziale Gefüge Russlands wider und oft zeigt sich: Der Schein ist wichtiger als das Sein. Andrej führt das Filmteam zu den Menschen, in ihre Wohnungen und ihr Leben. Mit ihm blickt es hinter die eintönigen Fassaden der Plattenbauten und entdeckt die Vielfältigkeit der Moskauer Gesellschaft.

Anastasia Vinokurovas Dokumentarfilm entstand im Auftrag des BR und ist an diesem Abend als deutsche Erstausstrahlung zu sehen. Beim Dokuwettbewerb des BR und der Telepool GmbH gewann „Ein Klempner für tausend Seelen“ 2010 unter seinem Arbeitstitel „Wer hat den Klempner gerufen?“ den 2. Preis in der Kategorie TV-Dokumentation.

Donnerstag, 05. Juli

Wie Luft zum Atmen

06:00 Uhr, arte (60 Minuten)

Der Klang Georgiens - Dokumentation

Idyllisch zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer gelegen und von der Sonne verwöhnt, war Georgien einst das Badeparadies der Sowjetunion. Heute wird das Land von den Touristen Westeuropas „entdeckt“. Über die landschaftlichen Reize hinaus besitzt Georgien eine eigenständige Kultur, die sich unabhängig von den umliegenden Ländern Russland, Türkei, Armenien und Aserbeidschan entwickelt hat. Im Zeitalter von MTV und Globalisierung fällt auf, wie stark sich auch junge Leute auf die alten Lieder und Tänze beziehen. Ruth Olshan lädt zu einer musikalischen Entdeckungsreise durch Georgien ein, ein Land, in dem Musik und Tanz so wichtig sind „wie Luft zum Atmen.“

Die Wohnblocks wirken heruntergekommen, dazwischen das staubige Braun der durch die Hitze versengten Grünflächen. In einer Privatwohnung treffen sich die jungen Frauen regelmäßig zum Singen. Ausgelassen albern sie herum, erzählen sich den neuesten Tratsch, bis plötzlich eine von ihnen eine rhythmische und eingängige Melodie anstimmt. Sofort fallen die anderen ein, umarmen sich, lachen beim Singen und sind - bei aller Ausgelassenheit - hoch konzentriert. „Musik ist für uns eine Auszeit vom Alltag“, sagt eine Sängerin, „wirtschaftlich geht es uns nicht so besonders“. Tatsächlich hat die Kultur hier einen enorm hohen Stellenwert, ist, wie die Leiterin des Chores später sagt, „wie Luft zum Atmen“.

Männer und Frauen singen und tanzen in Georgien in der Regel getrennt. Bei aller Aufgeschlossenheit der westlichen Moderne gegenüber, sind die Traditionen des überwiegend christlich orthodoxen Landes mächtig. Geografisch gesehen, liegt Georgien im westlichen Asien, die Bewohner sehen sich jedoch eher als „Balkon Europas“. Tatsächlich bildet Georgien eine kulturelle Insel im Übergang von Orient zu Okzident und von Asien zu Europa. Davon zeugen unter anderem eine eigene Schrift und Sprache, eine Küche, deren Reichhaltigkeit ihr den Ruf einbrachte, die Haute Cuisine Russlands zu sein, und eine Musik, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Ihre Mehrstimmigkeit, die sich lange vor der europäischen Polyphonie herausbildete, ist fast eine Volkskunst. Wo sonst sind Menschen auf der Straße dazu in der Lage, derart komplexe Klänge aus dem Stehgreif zu intonieren?

Musik ist das Lebenselixier der Georgier: Die Ausbildung an mehreren Instrumenten und zum Tanz ist üblich. Stolz sind die Jugendlichen, wenn sie in den Nachwuchs eines der großen Tanzensembles aufgenommen werden. Unter dem Einfluss der Sowjetunion wurden die Volkstänze zu virtuosen Revuen aufpoliert, um ihren Siegeszug zum Broadway und von da aus in die Welt anzutreten. Doch allem propagandistischen Popanz zum Trotz sind Musik und Tanz Ausdruck georgischer Identität geblieben.

ARTE zeigt die gekürzte Fernsehfassung des Films „Wie Luft zum Atmen“. Die einfühlsamen wie ausdrucksstarken Bilder stammen von Kameramann Marcus Winterbauer, der durch Dokumentarfilme wie „Rhythm Is It“, „Die große Stille“ oder „Full Metal Village“ von sich reden machte.

Ruth Olshan ist in Moskau geboren, lebt aber seit ihrem vierten Lebensjahr in Deutschland. Sie studierte in Berlin Theater- und Filmwissenschaften und später an der Kunsthochschule für Medien in Köln, Fachbereich Film und Fernsehen. Seit 1994 ist sie als Kurzfilm-Regisseurin tätig. „Wie Luft zum Atmen“ ist ihre erste abendfüllende Produktion.

Wildes Russland

15:15 Uhr, HR Fernsehen (45 Minuten)

Kamtschatka - Sendereihe (Folge 6 von 7)

Die Halbinsel Kamtschatka - hier treffen Feuer und Eis aufeinander. Feuer speiende Vulkane herrschen über Himmel und Erde. Als wäre die Natur noch etwas unentschlossen, formt sich das Land immer wieder neu, in einem dramatischen Kreislauf von Schöpfung und Zerstörung.

Zwanzig verschiedene Klimazonen gehen ineinander über: Vulkaneschlote rauchen neben Gletschern, Meterhohe Schneewehen grenzen an kochend heiße Geysire. Im so genannten Tal der Geysire sind die heißen Wasserfontänen besonders konzentriert. Es wurde daher zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. In einem verheerenden Erdrutsch 2007 wurden jedoch viele von ihnen unter Schlammmassen begraben. Kamtschatka gehört zu den geothermisch aktivsten Gebieten der Welt, wie die zahlreichen Vulkankrater, Geysire und Fumarolen deutlich vor Augen führen. Trotz der launischen Natur ist die heimische Tierwelt einen gewissen Komfort gewöhnt: Bachstelzen finden „beheizte“ Kinderstuben, und Bären lieben das Bad in den Thermalquellen. Das warme Wasser befreit sie von Flöhen, Zecken und anderen Parasiten. Überhaupt ist Kamtschatka ein Paradies für Bären: Im feuchten Sommer finden sie genug Kräuter und Beeren, und im Spätsommer stehen täglich vierzig Kilogramm Lachs pro Bär auf dem Speiseplan. Auch der seltene Riesenseeadler ist hier heimisch und jagt im Herbst Lachse für seine Jungen. Auf dem Meer finden Orkas und Pottwale Nahrung im Überfluss. Im Winter schlägt die Stunde der kleineren Raubtiere: Während die Bären Winterschlaf halten, konkurrieren Vielfraß und Rotfuchs um kleine Beutetiere und vor allem um Aas. Die Adler belagern die wenigen offenen Wasserstellen und kämpfen untereinander um die wenigen Fische. Noch stehen sechs Monate kalter Winter bevor - im Land der Bären und Vulkane. „Wildes Russland“ zeigt in atemberaubender HD-Qualität die einzigartigen Landschaften und die Artenvielfalt des größten Staates der Erde.

Der 7. Teil folgt am 6. Juli.

Asiens Länder, Asiens Lieder

16:35 Uhr, arte (50 Minuten)

Die Stimme der Steppe - Dokumentationsreihe (Folge 2 von 3)

Die musikalische Reise durch sechs Länder Zentralasiens führt von den weiten Steppen der Mongolei bis an die Schwarzmeerküste in Georgien. Die dreiteilige Dokumentationsreihe entdeckt dabei Asiens Identität in seinen Liedern. Sie beginnt in der Mongolei und führt entlang der alten Seidenstraße nach China. Schließlich präsentiert sie verschiedene Städte in Georgien und in der Türkei.

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Reihe stehen die zentralasiatischen Länder Usbekistan und Kirgisistan, deren Musik und Lieder erzählen von Wind, Sternen und der erbarmungslosen Wüste.

Charakteristisch für Zentralasien ist die Wüste. Im kargen Ozean aus Sand lebt auch Maria mit ihrem Sohn, 25 Kilometer von der nächsten Stadt und 70 Kilometer vom nächsten Brunnen entfernt. Die beiden bieten Essen, Unterkunft und Ausflüge für Wüstentouristen an. Während die Touristen mit Sohn Alisher die Wüste erkunden, bereitet Maria das Abendessen für sie vor. Maria singt dabei ein Scherzlied von Frauen, die auf ihre geliebten Männer warten. In Usbekistan gibt es zahlreiche „Lapar“ genannte Volkslieder. Es gibt keine ausgeprägte Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen, doch kümmern sich meistens die Männer um die Kamele und holen Wasser. Während ihr Sohn mit den Kamelen unterwegs ist, muss Maria alle Hausarbeiten erledigen, dazu gehört auch das Sammeln von Brennholz. Für Pausen bleibt keine Zeit. Durch lautes Singen vertreibt sie ihre Einsamkeit in der weiten Wüste.

Nukus ist die Hauptstadt der Autonomen Teilrepublik Karakalpakstan im Westen Usbekistans. Die traditionellen Musiker in Usbekistan heißen „Bakshis“. Sie spielen Instrumente aus Stein, Holz und Pferdehufen. Wenn das karakalpakstanische Lied „Karazorga“ gespielt wird, meint man, eine Gruppe rennender Pferde zu hören. Hochzeiten zählen in Usbekistan zu den größten Ereignissen. Während die Männer sich versammeln, um sich vorzubereiten, sorgen die Frauen für das Essen. Die Tanten der Braut singen ein Lied, mit dem sie dem Brautpaar ein langes gemeinsames Leben wünschen, und die Bakshis beginnen zu spielen. Vielleicht sind es die Musik und der Tanz, die den Usbeken die Kraft geben, das Leben in der heißen Wüste zu ertragen.

Der Yssykköl-See in Kirgisistan ist die Oase Zentralasiens. Er liegt 1.600 Meter über dem Meeresspiegel, ist 60 Kilometer breit und 180 Kilometer lang und nach dem Titicacasee in Südamerika der zweitgrößte Gebirgssee der Welt. Händler, die auf der Seidenstraße unterwegs waren, sollen hier gerne Rast eingelegt haben. Inzwischen wohnen hier kaum noch Menschen. Die Nomaden sind in die Steppe gezogen. Sie züchten Pferde und spielen das traditionelle Zupfinstrument Komuz, mit dem alle Kirgisen vertraut sind. Dazu singen sie ein Lied über wunderschöne Vögel, die am Yssykköl leben und ihn nicht verlassen können.

Die kirgisische Stadt Naryn liegt mehr als 2.000 Meter über dem Meeresspiegel. Auch hier spielen die Kirgisen auf der Komuz, deren Klänge an die Musik der Mongolei, Chinas und Usbekistans erinnern und Bilder von Wind und Wasserfällen heraufbeschwören. Die Komuz ist das typische Instrument Kirgisistans. Erfunden wurde es von Nomaden in der Mongolei, und es verbreitete sich bis nach China. Land und Städte Zentralasiens mögen karg erscheinen, doch in den Liedern der Region ist die Natur immer fruchtbar und schön. Die Musik macht das Leben erträglich und spendet Hoffnung.

Fluss ohne Grenzen

19:30 Uhr, arte (45 Minuten)

Auenwildnis an der March - Dokumentation

Die Uferlandschaften des Donaunebenflusses March zählen zu den schönsten Mitteleuropas. Sie zeichnen sich zudem durch eine außerordentliche Artenvielfalt aus. Die Auwälder, Altgewässer und Feuchtwiesen der March, eine der letzten ungezähmten Flusslandschaften im Herzen Europas, sind die Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Regisseur Franz Hafner und sein Team haben die einzigartige Natur an der March zwei Jahre lang dokumentiert - bei jedem Wetter und zu allen Jahreszeiten.

Wie ein grünes Band verbinden March, Donau und Taja die Alpen mit den Karpaten und schlagen so eine Brücke zwischen West- und Osteuropa. Die March fließt, von Tschechien kommend, entlang der slowakisch-österreichischen Grenze zur Donau. Ihre Auen, Sümpfe und Nebenarme reichen weit in alle drei Länder hinein. Die Auwälder, Altgewässer und Feuchtwiesen der March, die eine der letzten ungezähmten Flusslandschaften im Herzen Europas bilden, beherbergen eine außerordentliche Artenvielfalt. Sie sind der Lebensraum teilweise extrem selten gewordener Tier- und Pflanzenarten wie Seeadler, Kaiseradler und sibirische Iris.

Unmittelbar an den Auwald grenzt eine Landschaft, die unterschiedlicher nicht sein könnte: eine in Mitteleuropa einzigartige Steppe. Die sanften, grasbedeckten Sanddünen am Unterlauf der March erinnern an Zentralasien, und von dort stammen auch viele Pflanzen und Tiere, die hier leben.

Für wandernde Wildtiere wie Elche, Bären, Rothirsche, Wildschweine und Luchse sind die Marchauen seit Jahrhunderten ein grüner Korridor zwischen Alpen und Karpaten, mitten durch eine immer dichter werdende Zivilisation.

Die Dokumentation, für die Regisseur Franz Hafner und sein Team zwei Jahre lang die Natur an der March beobachtet haben, zeigt die einmalige Landschaft in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit.

Freitag, 06. Juli

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

10:35 Uhr, rbb (15 Minuten)

Krakau - Die heimliche Hauptstadt

Die Bedeutung von Krakau liegt nicht in seiner Größe, die Stadt hat nur 750.000 Einwohner. Die wahre Bedeutung Krakaus liegt darin, dass in der Stadt an der Weichsel die Wurzeln der polnischen Nationalidentität liegen. In der stürmischen tausendjährigen Geschichte des polnischen Staates war Krakau stiller Zeuge seines Anfangs, seiner Höhepunkte und seiner Untergänge.

Die Bedeutung von Krakau liegt nicht in seiner Größe. Die Stadt hat 750.000 Einwohner. „Aber was für Menschen!“ sagen die Krakauer. Die wahre Bedeutung Krakaus liegt darin, dass in der Stadt an der Weichsel die Wurzeln der polnischen Nationalidentität liegen.

In der stürmischen tausendjährigen Geschichte des polnischen Staates war Krakau stiller Zeuge seines Anfangs, seiner Höhepunkte und seiner Untergänge. Schon im Jahre 1000 wurde hier ein Bistum gegründet und 1038 wurde Krakau vom König Kasimir dem Erneuerer zur polnischen Hauptstadt ernannt. Aus dieser Zeit stammen erste Bauten auf dem Wawalhügel. Über Jahrhunderte wurden in Krakau polnische Monarchen gekrönt und auch begraben. In Krakau wurde die älteste Universität Polens gegründet. Durch sie wurde die Stadt zum Wissenschafts- und Kulturzentrum Osteuropas.

In seiner Geschichte wurde Krakau mehrmals verwüstet und zertrümmert, u.a. von Tataren und Schweden. Jede Zerstörung der Stadt oder einzelner Teile war eine Gelegenheit architektonische Änderungen einzuführen.

So stehen heute gotische Gebäude neben Barock- und Renaissancebauwerken. Der Film von Janusz Plonski zeigt die wichtigsten Plätze von Polens heimlicher Hauptstadt. Das Wawelschloss, auf einer Anhöhe etwas abseits der Altstadt mit seiner wunderschönen Kathedrale. Die Universität an der auch Nikolaus Kopernikus studiert hat. Und die Marienkirche mit dem größten Krakauer „Schatz“, dem Veit-Stoß-Altar. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Nürnberger Künstler eingeladen, um diesen Altar, der die wichtigsten Stationen im Leben Marias zeigt, zu bauen.

Wildes Russland

15:15 Uhr, HR Fernsehen (45 Minuten)

Das Abenteuer - Sendereihe (Folge 7 von 7)

Die Sendereihe „Wildes Russland“ zeigt zum ersten Mal die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischen Ozean. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt. Die siebte Folge gibt einen Einblick in die Entstehung der Sendereihe; sie zeigt, was Russland während ihres dreijährigen Aufenthalts für die Tierfilmer an Überraschungen bereitgehalten hat. Von großen Erwartungen, kleinen Katastrophen und bewegenden Erfolgserlebnissen berichten Tobias Mennle, Ivo Nörenberg, Henry M. Mix, Uwe Anders, Christian Baumeister und Oliver Goetzl - nun einmal selbst vor der Kamera. Das Abenteuer Russland bedeutet mehr als nur eine Reise ins Unbekannte, wo Menschen rar sind und die Verständigung schwierig ist. Denn gleichzeitig verheißt es auch die Begegnung mit majestätischen Adlern, mächtigen Bären und Tierarten, die extrem selten sind oder gar nur in Russland existieren. Um die faszinierende Wildnis auf Film bannen zu können, besteigen die furchtlosen Helden uralte Fluggeräte, verbringen ganze Tage im Iglu und tauen bei Minus 30 Grad ihre gefrorenen Stiefel am Feuer auf. Sie entgehen nur knapp einem Erdrutsch, der einen kompletten Berghang in Bewegung versetzt und „wie von Gottes Hand gestoppt“ vor ihrer Hütte zum Stillstand kommt. Bären zerlegen ihre Kamera, und ein Unwetter schwemmt den Proviant davon. Sie stehen Auge in Auge mit Eisbären und schließen Freundschaft mit jungen Käuzen und neugierigen Polarfuchswelpen, die ihnen bis zum Tarnzelt folgen. Dabei achten sie stets darauf, den natürlichen Verlauf der Dinge nicht zu stören - keinesfalls darf das Gelege des Schneekranichs auskühlen, weil der scheue Vogel die Kamera fürchtet - und fangen bewegende Bilder einer monumentalen Wildnis ein, wie sie bislang im Fernsehen noch nicht zu sehen waren.

Asiens Länder, Asiens Lieder

16:40 Uhr, arte (45 Minuten)

Aus den Steppen in die Städte - Dokumentationsreihe (Folge 3 von 3)

Die musikalische Reise durch sechs Länder Zentralasiens führt von den weiten Steppen der Mongolei bis an die Schwarzmeerküste in Georgien. Die dreiteilige Dokumentationsreihe entdeckt dabei Asiens Identität in seinen Liedern. Sie beginnt in der Mongolei und führt entlang der alten Seidenstraße nach China. Schließlich präsentiert sie verschiedene Städte in Georgien und in der Türkei.

Im Mittelpunkt des dritten Teils der Reihe stehen die großen Städte, vor allem die georgische Hauptstadt Tiflis und Istanbul. Die türkische Metropole mit ihren zwölf Millionen Einwohnern und 15 Millionen Touristen ist eine Stadt, die niemals schläft. Im Gegensatz zu der von Göttern und Natur handelnden Musik Zentralasiens drehen sich die Lieder hier um die Menschen.

Die musikalische Reise, die in der unberührten Natur Zentralasiens ihren Anfang nahm, führt durch die hohen Ebenen bis in die großen Städte. Erste Station ist Istanbul, Perle des Orients, Brücke zwischen Ost und West und einst die letzte Station auf der Seidenstraße. Im geschäftigen Stadtteil Taksim kann man musikalische Vielfalt erleben. Passanten bleiben stehen, um einer unbekannten Band zuzuhören, die sowohl westliche als auch traditionelle türkische Instrumente einsetzt. Ein Tänzer im Tellerrock dreht sich zur Musik, im klassischen Sufi-Tanz. Junge Türken lieben die Verknüpfung traditioneller mit moderner Musik. Jährlich findet in Taksim ein Weltkulturfestival statt, mit Flöten, Trommeln, ägyptischem Sufi-Tanz und vor allem Musik vom Schwarzen Meer. Dieses Festival ist eine Begegnung zwischen Asien und Europa.

Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, ist eine ruhige, gemütliche Stadt. Anders als im Nachbarland Türkei sind hier die meisten Menschen Christen. In den Kirchen entdeckt man die wahre Musik Georgiens. Nach der Predigt singt der Chor mehrstimmige Kirchenlieder in verschiedenen Tonleitern. Georgiens mehrstimmige Chöre wurden 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Sighnaghi, 110 Kilometer von Tiflis entfernt, ist für seine alten Schlösser ebenso bekannt wie für seine Weine. Seinen Ursprung hat das Wort „Wein“ übrigens im georgischen Wort „gvino“. Religiöser Glaube und der Wein bereichern auch die Lieder Georgiens.

Es geht zurück in die Türkei, nach Trabzon. Hier haben Geschichten, Lieder und Schauspiele das Schwarze Meer zum Thema. Wenn die Stimmung steigt, tanzen die Leute den Horon-Volkstanz mit seinen schnellen Fußbewegungen. Urfa ist der Ort, an dem die Überreste des Propheten Abraham liegen und wird daher „Stadt der Propheten“ genannt. Der „Platz der Karawanen“ zählt zu den geschichtsträchtigsten Marktplätzen der Türkei. Im musikalisch und gastronomisch verwöhnten Urfa versammeln sich Familien gern bei gutem Essen und Tanz.

Letzte Station auf der Seidenstraße ist Bursa, Heimatstadt des ersten Seidenmarkts im Westen. Ein Mann spielt auf einem Tulum, einem populären Volksinstrument, das wie ein schottischer Dudelsack klingt. Es wird ein jährliches Festival veranstaltet, auf dem Horon getanzt wird und die Nomadenlieder der weiten Ebenen Zentralasiens zu hören sind. Aus zahlreichen Dörfern kommen die Menschen, um die Kultur ihrer Heimat zu genießen. Sie haben unterschiedliche Geschichten und Abstammungen, doch in der Musik sind sie vereint.

Krömer - Die internationale Show

21:00 Uhr, rbb (45 Minuten)

Staffel 4

Sänger Max Herre überrascht Krömer mit dem schönsten Geschenk seines Lebens, einer Louis-de-Funès-Maske, und wird zum Dank für Krömers neue Samstagabend-Show engagiert. Anschließend landet der Sänger Olli Schulz mit einem Hubschrauber bei Krömer. Dann gibt es eine Live-Schalte nach Polen zum Kabarettisten Steffen Möller, der Krömer noch während der Übertragung ein Fresspaket zukommen lässt.

Das rbb Fernsehen zeigt die besten Folgen von fünf Staffeln „Krömer - Die internationale Show“. Viele prominente Gäste haben sich zu ihm in die unberechenbare Show getraut, mit ihm bei ungewöhnlichen Wettspielen gekämpft, sich köstlich amüsiert, und nicht wenige von ihnen wollten sogar wiederkommen. Krömer bekam mit der internationalen Show- nach 6 Nominierungen - endlich den Grimme-Preis am 16. März 2011.

Sänger Max Herre überrascht Krömer mit dem schönsten Geschenk seines Lebens, einer Louis-de-Funès-Maske, und wird zum Dank für Krömers neue Samstagabend-Show engagiert. Dann begleitet Krömer einen Kammerjäger in die Wohnung des Außenministers. Anschließend landet der Sänger Olli Schulz mit einem Hubschrauber bei Krömer, lässt sich zu dramatischen Enthüllungen aus seiner Vergangenheit als Roadie hinreißen und schlägt ein „Hau den Lukas“-Gerät kaputt. Zur Strafe wird er mit einer Strom-Pistole beschossen. Dann gibt es eine Live-Schalte nach Polen zum Kabarettisten Steffen Möller, der Krömer noch während der Übertragung ein Fresspaket und einen Kuss zukommen lässt.