Osteuropa-Fernsehtipps
7. Juli 201213. Juli 2012

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Samstag, 07. Juli

Weltreisen

16:00 Uhr, ARD (30 Minuten)

Im Land der Schamanen - Eine Reise durch das exotische Sibirien

Es ist der exotischste Landstrich Sibiriens: Ganz im Süden, an der Grenze zur Mongolei, liegt die russische Republik Tuwa. Eine faszinierende Landschaft mit unberührter Wildnis. Steppe, Taiga und Wüste liegen dicht beieinander. Tuwas Einwohner sind ursprünglich Nomaden, die mit Jurten durchs Land zogen. In Tuwa wurde auch der weltberühmte Schatz der Skythen entdeckt.

Auf seiner Reise begegnet ARD-Korrespondent Olaf Bock Schamanen mit ihren faszinierenden Ritualen und ist bei einer Heilungszeremonie dabei. Er lauscht den Klängen des Kehlkopfgesangs und lernt einen jungen Ringkämpfer kennen, der bei einem großen Volksfest antritt. Direkt am Ufer des Jenissei trifft das Team auf ein Dorf von russischen Altgläubigen. Mit einem Jäger fahren sie über die reißenden Stromschnellen des Flusses. In der südlichen Wüstenlandschaft leben Kamelzüchter, die aus ihrem Leben erzählen. In Tuwa sind Mensch und Natur noch in Einklang miteinander.

Der Junge, der König war - Deutsche Erstausstrahlung

22:15 Uhr, Bayerisches Fernsehen (90 Minuten)

KÖNIGSGESCHICHTEN - Dokumentarfilm

1946 wird der neunjährige Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha nach gerade einmal drei Jahren als Zar von Bulgarien abgesetzt und muss ins Exil fliehen. 55 Jahre später erhält er als erster Monarch der Welt seine Macht an der Wahlurne zurück und wird Premierminister. Der Junge, der einst König war, regierte nun als demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt. Andrey Paounovs Dokumentarfilm erkundet den Mythos Simeon II. und gewährt einen faszinierenden Einblick in die wechselhafte Geschichte Bulgariens im 20. und 21. Jahrhundert.

Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha wird als zweites Kind der Zarin Giovanna von Savoyen und des Zaren Boris III. am 16. Juni 1937 in Sofia geboren. Nach dem mysteriösen Tod seines Vaters wird Simeon, der ein Cousin der britischen Windsors und Nachfahre von William dem Eroberer ist, im Alter von gerade einmal sechs Jahren zum Zar gekrönt. Nur drei Jahre später muss der junge Monarch, der während der nationalsozialistischen Besatzung Bulgariens mit seiner Mutter ins syrische Exil geflohen, aber nach dem Krieg zurückgekehrt war, nach der Machtübernahme der Kommunisten abermals ins Exil. In Ägypten lebt er zunächst bei seinem Großvater, Viktor Emanuel III., der als ehemaliger König Italiens ebenfalls seine Heimat verlassen musste, später dann im franquistischen Spanien, Portugal und den USA und arbeitet als Geschäftsmann. 1996, nach einem halben Jahrhundert, kehrt Simeon II. in seine Heimat zurück, gründet die Partei „Nationale Bewegung Simeon II.“ und kandidiert für das Amt des Ministerpräsidenten. Nach seinem Wahlerfolg leitet er von 2001 bis 2005 in dieser Funktion die Geschicke des kleinen Landes - doch seine eigentliche politische Karriere ist nur von wenig Erfolg gekrönt. Über 40 Jahre hatten die Menschen im kommunistischen Bulgarien eine romantische Erinnerung an ihren König gepflegt und ihn zum Mythos und zur Projektionsfläche ihrer Träume und Hoffnungen stilisiert - ein Bild, das der Heimkehrer nur schwer erfüllen konnte.

„Der Junge, der König war“ erzählt die Geschichte eines Mannes, dessen Leben vom Lauf der Geschichte dominiert wurde, und der doch immer versucht hat, sein Schicksal selbst zu bestimmen. Die Geschichte des Jungen, der einst König war, und dem es gelang, ein halbes Jahrhundert später zum demokratisch gewählten Staatsoberhaupt Bulgariens zu werden, ist auch eine Geschichte der Transformation Europas im 20. Jahrhundert, von Monarchie über Diktatur zur Demokratie. Der bulgarische Regisseur und Drehbuchautor Andrey Paounov („Georgi and the Butterflies“, „Das Moskitoproblem und andere Geschichten“) bietet in seinem als BR-Koproduktion entstandenen Dokumentarfilm einen faszinierenden Einblick in die bulgarische Geschichte und das Leben des ehemaligen Monarchen und Politikers - von Simeons Kindheit über das Exil und seine späte Karriere als Politiker. Der Film nutzt dazu historische und neue Interviews, Wochenschaumaterial und seltene Archivaufnahmen. „Der Junge, der König war“ wurde u. a. 2012 auf dem „RiverRun International Film Festival“ in den USA mit dem Jurypreis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet und ist an diesem Abend als deutsche Erstausstrahlung zu sehen.

Katharina die Große - Die Zarin aus Zerbst - 800 Jahre Anhalt - Die lange Nacht

23:30 Uhr, MDR (45 Minuten)

800 Jahre Anhalt - Geschichte Mitteldeutschlands - Film

„Mein großes Unglück ist es, dass ich nicht ohne Liebe leben kann und ich weiß nicht, ob diese Veranlagung des Herzens ein Laster ist oder eine Tugend“, schreibt Katharina die Große in ihren Memoiren. Das Urteil ihrer Gegner ist eindeutig und prägt sich ins Bewusstsein der Allgemeinheit ein: Katharina die Große wird zu einer sex- und machtgierigen, männermordenden Frau stilisiert. Nicht ihre politischen Erfolge, sondern ihre angeblich skandalösen Liebesgeschichten sind im Gedächtnis der Nachwelt erhalten und machen die „Deutsche auf dem Zarenthron“ zu einer der berühmtesten Personen der Weltgeschichte.

Als Prinzessin Sophie Friederike von Anhalt-Zerbst wächst sie in einem der ärmsten Fürstentümer Deutschlands auf. Mit 14 Jahren wird sie an den St. Petersburger Hof gerufen, um mit dem russischen Thronfolger Peter III. verheiratet zu werden. Sie erkennt und nutzt diese Chance, besitzt den Ehrgeiz und die Kühnheit, eine große Karriere zu wagen. Gezielt und intensiv bereitet sie sich darauf vor, erlernt die russische Sprache, konvertiert zum orthodoxen Glauben und erhält den Namen Katharina Alexejewna. „Ich wollte Russin sein, um von den Russen geliebt zu werden.“ Während ihres katastrophalen EheIebens tröstet sie sich mit Liebhabern, putscht sich mit deren Hilfe sogar an die Macht. Die Ermordung ihres Gatten nimmt sie billigend hin und lässt sich mit 33 Jahren zur Zarin ausrufen. „Es gibt keine mutigere Frau als mich. Ich besitze schrankenlose Kühnheit.“

Mit eisernem, unerschütterlichem Willen reformiert sie in vierunddreißigjähriger Herrschaftszeit Staat und Gesellschaft, fördert Kunst und Wissenschaft, führt Russland an die Spitze der europäischen Großmächte. Als sie 1796 stirbt, umfasst das russische Reich ein Sechstel der Erde. Hat sie diese Erfolge auch ihren über 20 Liebhabern zu verdanken, von denen die Biografen berichten? Sind die amourösen Abenteuer nur Zweckbündnisse einer machtbesessenen Zarin oder die verzweifelte Suche einer leidenschaftlichen Frau nach Liebe und persönlichem Glück.

Antworten auf diese und andere Fragen geben deutsche und russische Experten. In Spielfilmsequenzen werden wesentliche Ereignisse aus dem Leben dieser ungewöhnlichen Monarchin erlebbar und lassen in der Verknüpfung mit beeindruckenden Bildern von Originalschauplätzen ein historisch objektives und zeitgemäßes Porträt von Katharina der Großen entstehen.

Sonntag, 08. Juli

Land der fallenden Seen

06:30 Uhr, arte (45 Minuten)

Dokumentation

Im Herzen Kroatiens, dem auch „Wolfsland“ genannten Teil des Balkanstaates, liegt der Nationalpark Plitvicer Seen, ein faszinierendes Märchenland aus Wald und Wasser.

Der Nationalpark Plitvicer Seen in Kroatien wird geprägt von 16 Seen, die durch Wasserfälle und Stromschnellen miteinander verbunden sind. Die fallenden Seen verdanken ihre Existenz einem faszinierenden biologischen Phänomen. Das stark mit Kalk angereicherte Karstwasser aus dem Dinarischen Gebirge lagert sich an Moosen ab, Pflanzen und Kalk bilden gemeinsam ein spezielles Gestein, Travertin.

Die Travertinterrassen wachsen ein bis drei Zentimeter pro Jahr und schaffen ständig neue Becken, Barrieren, Wasserfälle und Kaskaden sowie unterirdische Höhlen. Doch nicht nur die Naturgeschichte dieser Seenlandschaft ist immer in Bewegung, auch politisch hat der älteste Nationalpark Europas eine wechselvolle Geschichte. Nachdem das Land der fallenden Seen während des Balkankrieges militärisches Kampfgebiet war, sind die riesigen Buchenwälder heute wieder ganz das Reich einer überaus vielfältigen Fauna, die auch einige Raritäten aufzuweisen hat. So gibt es den blinden, aber räuberischen Grottenolm und die pflanzenfressende Bergmaus nirgends sonst auf der Welt.

Montag, 09. Juli

Als der Ostblock Geschichte wurde

05:00 Uhr, arte (60 Minuten)

Ungarn: Der Grenzer am Eisernen Vorhang (Folge 3 von 5)

Im Sommer 1989 befindet sich Ungarn im Umbruch. In dem Donaustaat entsteht eine Oppositionsbewegung, deren Forderungen nach mehr Demokratie und Unabhängigkeit von Moskau auch bei offiziellen Staatsvertretern auf fruchtbaren Boden fallen. Aus diesem Grund halten sich auch Zehntausende Ostdeutsche im Land auf, die auf eine Fluchtmöglichkeit in den Westen hoffen, da sie zu Hause keine Zukunft mehr sehen. Am 19. August 1989 fällt die Entscheidung. Ein Grenztor zwischen Ungarn und Österreich wird für kurze Zeit geöffnet. Die Grenzsoldaten entscheiden, nicht gegen Fluchtwillige einzugreifen. Damit beginnt das Ende des Eisernen Vorhangs.

Ungarn ist 1989 ein Land im Umbruch. Hardliner und Altstalinisten sind auf dem Rückzug, aber immer noch gefährlich. Währenddessen fordert die Oppositionsbewegung freie Wahlen, Demokratie und mehr Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Obwohl es im Zeitalter von Glasnost und Perestroika unwahrscheinlich scheint, dass Moskau den Reformbestrebungen mit Waffengewalt begegnen wird, wissen die Politiker in Budapest genau, dass ihr Land weiterhin in den Warschauer Pakt und das sowjetische Imperium eingebunden ist.

Gleichzeitig lockt die ungarische Öffnungspolitik im Sommer 1989 Zehntausende DDR-Bürger ins Land, die angesichts der starren Haltung ihrer Regierung zu Hause keine Zukunft sehen und auf eine Fluchtmöglichkeit in den Westen hoffen. Doch die Abkommen innerhalb des Warschauer Pakts verpflichten Ungarn, das Grenzregime mit unveränderter Strenge fortzusetzen. Dadurch stecken massenhaft DDR-Bürger in dem Donaustaat fest. Sie campieren in Zeltlagern und besetzen die BRD-Botschaft. Eine Rückkehr in die DDR verweigern sie.

Vor diesem Hintergrund findet am 19. August 1989 im Grenzgebiet zwischen Ungarn und Österreich nahe der Stadt Sopron ein symbolisches Picknick der Ost-West-Völkerverständigung statt. Lokale Reformkräfte haben es organisiert. Dabei soll auch ein altes Grenztor zu Österreich für ein paar Stunden geöffnet werden. Budapester Reformer haben unter fluchtwilligen Ostdeutschen gezielt Informationen über das Picknick lanciert. Insbesondere Staatsminister Imre Pozsgay will testen, wie Moskau auf einen massenhaften Grenzdurchbruch am Eisernen Vorhang reagiert. Doch weder die Organisatoren vor Ort noch die diensthabenden Grenzbeamten sind informiert. Die Befehle der Grenzoffiziere haben auch für diesen Tag bestand: Flüchtlinge aufhalten, zurückschicken - und bei Zusammenstößen notfalls die Waffe benutzen.

Als Hunderte DDR-Bürger die Grenze stürmen, steht der diensthabende Grenzoffizier Árpád Bella vor der Entscheidung seines Lebens: ein Blutbad mit nicht absehbaren Folgen in Kauf zu nehmen oder entgegen seiner Befehle Menschlichkeit zu zeigen. Seine mutige einsame Entscheidung macht das Wunder möglich -eine Massenflucht, die den Zusammenbruch des Ostblocks radikal beschleunigt. Nur wenige Monate später fällt die Berliner Mauer. Der Eiserne Vorhang war - für Millionen über Jahrzehnte undenkbar - Geschichte geworden.

Fabergé - Ostereier für die Zaren

11:05 Uhr, arte (55 Minuten)

Dokumentation

Mit Hilfe der kostbaren Fabergé-Eier wirft die Dokumentation einen Blick in die Lebenswelt der letzten russischen Zaren und ihres Hofjuweliers Peter Carl Fabergé. Fabergé hatte 1885 das erste dieser Schmuckstücke im Auftrag des Zaren Alexander III. entworfen, der seiner Frau zu Ostern ein besonderes Geschenk machen wollte. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der heute beinahe unbezahlbaren Kostbarkeiten, sie erzählt von ungeheurem Reichtum und Macht, aber auch von tiefen Konflikten, die schließlich im Untergang des Zarenreiches mündeten.

Der Name Fabergé ist unweigerlich mit dem Prunk und den kostbaren Schätzen der letzten russischen Zaren verbunden. Denn kein anderer Juwelier war in seinem persönlichen Schicksal so unmittelbar mit der Geschichte des Zarenreiches vernetzt wie Peter Carl Fabergé. Vor allem in seinen bekanntesten Schmuckstücken, den Fabergé-Eiern, spiegeln sich das Leben der Zarenfamilie und die Entwicklung Russlands wider. Ihre Entstehungsgeschichte gleicht einem Abenteuerroman mit allen Ingredienzien von Liebe und Trauer, Hoffnung und Enttäuschung, Krieg, Flucht und grausamem Tod.

Im Jahr 1885 wollte der russische Zar Alexander III. seiner Frau zu Ostern eine besondere Freude bereiten und erteilte dem erst 38-jährigen Juwelier Peter Carl Fabergé den Auftrag, für die Zarin etwas Außergewöhnliches anzufertigen. So entstand das erste kostbare Kunstei. Innen besteht es aus Gold, außen aus Emaille. Im goldenen Dotter ist eine Henne aus Vierfarbgold versteckt, mit Augen aus Rubinen. Die Begeisterung war so groß, dass die Zarin fortan jedes Jahr zum orthodoxen Osterfest ein solches Geschenk bekam. Fabergé stellte insgesamt 50 dieser kostbaren Schmuckstücke her.

Nach der Oktoberrevolution 1917 konfiszierten die Bolschewisten die Kostbarkeiten und verkauften 40 davon ins Ausland. So wurden sie in die ganze Welt verstreut. Filmemacher Bernd Boehm spürte in den USA, der Schweiz, England und in Russland über 30 Fabergé-Eier auf. Nach mühevollen Verhandlungen mit Museen und privaten Sammlern durfte er sie filmen. Jedes dieser filigranen Schmuckeier hat heute einen Schätzwert zwischen 20 und 50 Millionen Dollar.

Eisenbahnromantik

13:30 Uhr, NDR Fernsehen (30 Minuten)

Schienenstrang und Seidenstraße

Der Film führt entlang der Seidenstraße durch ein schier endlos weites Land von Usbekistan nach Kasachstan und durch die Steppen und Gebirge Mittelasiens. Der Sonderzug bereist Städte, die eine jahrtausendealte Tradition haben, aber auch ganz moderne Metropolen. Er ist kein reines Transportmittel, sondern ein Hotel, an dem die Landschaft vorüberzieht.

Mittwoch, 11. Juli

Mein Himmel ist voller Musik

06:30 Uhr, Bayerisches Fernsehen (30 Minuten)

Die israelische Komponistin Ella Milch-Sheriff

Ella Milch-Sheriff wuchs in Israel mit dem Schweigen ihres Vaters auf. Erst als sie sein Tagebuch liest, erfährt sie von seinem grausamen Geheimnis. „Der Himmel ist leer“ hatte Baruch Milch 1942 in Polen geschrieben. Sie übersetzt seine Geschichte in ihre Sprache: die Musik. „Mein Himmel ist nicht leer - er ist voller Musik“ erzählt sie der Filmemacherin Aneta Panek.

Die Eroberung Sibiriens - Planet Schule

07:30 Uhr, SWR (30 Minuten)

Der lange Weg in die Zukunft (Folge 4 von4)

Nach dem kurzen Aufschwung während des Krieges durch die Verlagerung wichtiger Rüstungsindustrien in Richtung Osten verliert die Entwicklung Sibiriens nach Kriegsende an Schwung. Erst der Bau des Wasserkraftwerks Bratsk bringt wieder Menschen nach Sibirien. Die Herrscher im fernen Moskau betrachten das weite Land jedoch nach wie vor als Kolonie, die es auszubeuten gilt. Dafür, und um die Grenzen zu sichern, wird die Baikal-Amur-Magistrale gebaut. Heute fehlt Moskau das Geld; Sibirien steht am Scheideweg.

Freitag, 13. Juli

Was Du nicht siehst

01:00 Uhr, arte (30 Minuten)

Ungarn - Dokumentationsreihe (Folge 9 von 40)

Die junge französische Journalistin Sophie Massieu reist um die Welt. Doch das, was sie ihren Zuschauern auf ihrer 40 Etappen umfassenden Tour zeigt, kann sie selbst nicht sehen. Denn Sophie Massieu ist blind. So können auch wir lernen, die Welt „mit anderen Augen“ zu sehen.

Im neunten Teil der Reihe bereist Sophie Massieu Ungarn. Dabei darf klassische Zigeunermusik nicht fehlen.

Sophie Massieu und ihr Hund Pongo entdecken Budapest, die Perle an der Donau. Die Hauptstadt Ungarns ist bezaubernd, faszinierend und legendenumwoben. Sophie Massieu erlebt eine Märchenwelt und wird für die Dauer eines Abends zur Prinzessin.

Am Balaton, dem größten Binnensee Mitteleuropas, nimmt sie am Anna-Ball teil, der alljährlichen großen Attraktion. Für Sophie Massieu ist das mit einer harten Prüfung verbunden. Denn mit hohen Stöckelschuhen zu tanzen, ein Kleid mit Schleppe zu tragen und damit Walzer zu tanzen, ist gar nicht so leicht. Doch Budapest wartet mit Entspannung auf. Denn hier gibt es die berühmten warmen Bäder.

Über hundert Quellen allein in der Hauptstadt sollen Rheuma und Arthritis heilen oder doch zumindest lindern. Sophie Massieu sucht natürlich das schönste Bad auf, das Széchenyi. Und mit dem charmanten Yula lernt sie Schach. Das spielen viele Ungarn täglich im öffentlichen Bad.

Ungarn ist auch die Wiege großer Musik, und Sophie Massieu macht eine einzigartige Erfahrung mitten unter den Musikern eines Symphonieorchesters, das klassische und Zigeunermusik verbindet.

Hollywood in Terchová

15:15 Uhr, HR Fernsehen (45 Minuten)

Die Slovakei auf Nebenstraßen - Film

In den Bergen der Malá Fatra errichtet der Bauunternehmer Jozef Mièo aus dem kleinen Terchová mit seinen geschickten Handwerkern, was für einen großen Kinofilm gebraucht wird: Kirchen, Burgen, Schiffe, Höhlen, ganze Straßenzüge - einfach alles. Hollywood in der Malá Fatra. Für den Slowaken aus dem Geburtsort Jánosíks, des Nationalhelden des Landes, ist Film inzwischen zu einer Droge geworden. Wenn Jozef Mièo zwei Jahre keine Kulissen bauen kann, wird er nervös. Er liebt das fast so sehr wie seine Berge. Die filmische Reise in die verschiedensten Winkel der Slowakischen Republik lässt Menschen erleben, die auf eine besondere Art mit diesem Land verbunden sind: ungarische Fischer im Süden, Karpatendeutsche in der Zips am Fuße der Hohen Tatra, Goralen am Dunajec an der Grenze zu Polen, Roma in der Ostslowakei. Andy Warhol, dem amerikanischen Pop-Art-Künstler, der seine Wurzeln bei den Ruthenen in den Beskiden nahe der Ukraine hat, ist in Medzilaborce ein eigenes Museum gewidmet. Im ostslowakischen Städtchen Bardejov wird das Andenken an die ehemaligen jüdischen Bewohner bewahrt.

Auf geht’s zum Internationalen Donaufest - Deutsche Erstausstrahlung

20:15 Uhr, Bayerisches Fernsehen (90 Minuten)

live aus Neu-Ulm

Diesseits und jenseits der Donau wird im Juli neun Tage lang gefeiert - beim Internationalen Donaufest in Ulm und Neu-Ulm. Und wo gefeiert wird, da sind die „Auf geht’s“-Moderatoren Heike Götz und Volker Heißmann mit ihrer Bühne gern dabei und mittendrin. Diesmal live vom Neu-Ulmer Donauufer mit regionalen Künstlern aus Ulm und Neu-Ulm sowie überregionalen musikalischen Highlights.

Alle zwei Jahre feiern die Städte Ulm (Baden-Württemberg) und Neu-Ulm (Bayern) das Internationale Donaufest. Auf beiden Seiten des Donau-Ufers und in der Ulmer Innenstadt sind Marktstände und Bühnen aufgebaut. Vom 6. bis 15. Juli wird ein internationales Programm geboten mit Musik und Tanz, Kuriosa und Kulinarischem aus allen Ländern entlang der Donau von der Schwäbischen Alb über Bayern, Österreich, Ungarn, den Balkan und Rumänien bis ans Schwarze Meer. Von ihrer Bühne am Neu-Ulmer Donau-Ufer aus tauchen die Moderatoren Heike Götz und Volker Heißmann ins Geschehen ein. In ihrer 90-minütigen Live-Sendung kommt das Beste zusammen, was das Internationale Donaufest zu bieten hat: „Auf geht’s …“ heißt Tradition und Moderne, überregionale Stars und Nachwuchskünstler, Originale und Originelles.