Länderinformation zu Armenien

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Basisdaten

Allgemein

Armenische FlaggeArmenische FlaggeOffizieller Name: Republik Armenien (Armenisch: Hajastani Hanrapetutiun), Fläche: 29.800 qkm, Einwohner: 2.967.975 (Juli 2011 geschätzt) , Hauptstadt: Eriwan (laut offiziellen Angaben 1,5 Mio. Einwohner), Weitere Städte: Gjumri, Wanadsor, Etschmiadsin, Hrasdan (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Rd. 97,9% Armenier, rd. 1,3% Jesiden (Kurden), rd. 0,5% Russen und rd. 0,3% andere (u.a. Aserbaidschaner, Ukrainer, Griechen), Religionszugehörigkeit: armenisch-apostolisch 94,7%, andere Christen 4%, Jesiden 1,3%

Politik und Wirtschaft

Unabhängigkeit: 21. 09. 1991, Staatsform: Präsidialrepublik, Staatsoberhaupt: Präsident Sersch Sarkisjan, seit 19. 02. 2008 für 5 Jahre, Regierungschef: Tigrun Sarkisjan seit 9. 04. 2008 , Außenminister: Eduard Nalbandian, seit 15. 04. 2008, Bruttoinlandsprodukt (BIP):16.86 Milliarden USD (Schätzung des IWF für 2010), BIP pro Kopf: 5.700 USD (Schätzung für 2010), Besonderheiten: Armenien befindet sich in einer lang andauernden Auseinandersetzung mit der Nachbarrepublik Aserbaidschan um Berg Karabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Es erklärte sich 1991 für unabhängig und nennt sich Republik Berg Karabach, ist jedoch international nicht anerkannt.
Mit der Türkei unterhält Armenien zurzeit keine offiziellen diplomatischen Beziehungen, die Spannungen der beiden Staaten sind überwiegend auf historische Belastungen, insbesondere den Genozid an den Armeniern zurückzuführen. Die Türkei macht den Rückzug Armeniens aus Berg Karabach zur Vorbedingung von diplomatischen Beziehungen. Bis heute hält die Türkei die Grenze zu Armenien geschlossen. Die Eisenbahnverbindung über Georgien nach Russland ist wegen des Konflikts in Abchasien unterbrochen.

Fotos aus Armenien

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Kirchliche Strukturen

Armenische Apostolische Kirche

Die dominierende Konfession im Land ist das orientalisch-orthodoxe Christentum, das in Armenien die Armenische Apostolische Kirche repräsentiert; ihr gehören etwa 95% der Bevölkerung (rd. 2,8 Mio.) an. Sie spielt eine zentrale Rolle für die armenische Identität. Das Christentum ist tief verwurzelt, die Armenier sind sehr stolz darauf, dass Armenien im Jahre 301 als erstes Land der Welt das Christentum zur Staatsreligion erhob. Das Oberhaupt dieser Kirche, der Katholikus, hat seinen Sitz in Etschmiadzin. Ihm unterstehen auch die Auslandsbischöfe in Jerusalem, Istanbul und Beirut.

Armenisch-Katholische Kirche

Die Armenische Katholische Kirche (AKK) gehört zu den katholischen Ostkirchen, die mit Rom verbunden sind. Sie zählt ungefähr 150.000 Gläubige, die zum großen Teil in den Staaten des Nahen Ostens leben. Vor allem in Nordamerika (dort besitzt die AKK ein Exarchat) existiert eine große Diaspora. Im Jahre 1991 wurde ein Ordinariat für katholische Armenier mit Sitz in Gürm (Armenien) gegründet, das später zur Eparchie (Diözese) für Armenien, Georgien und Osteuropa erhoben wurde.

Orden- und Schwesterngemeinschaften

Die Mechitaristen sind ein armenischer Mönchsorden, der nach der Regel des Hl. Benedikt lebt und beide Hierarchen, den römischen Papst und den armenischen Katholikos, anerkennt. Gegründet von Mechitar von Sebasteia (1676-1747) widmet sich der Orden der Bildung; die Mechitaristen leiten ein renommiertes Gymnasium in Jerwan mit Internat. Die Schwestern Unserer Lieben Frau von Armenien unterhalten ein Kinderheim und führen jährlich Sommerlager für sozial benachteiligte Kinder durch. Sie sind auch in der Jugendsozialarbeit in Gyumri aktiv.

Apostolische Nuntiatur

Der Vatikan unterhält seit 1993 eine Apostolische Nuntiatur für diplomatische und kirchliche Belange im Südkaukasus, also für Armenien, Georgien und Aserbaidschan. Nuntius ist seit 2001 der Italiener Erzbischof Claudio Guggerotti.

Molokanen

Seit dem 18. Jahrhundert leben auch einige Tausend Molokanen (eine Abspaltung von der russisch-orthodoxen Kirche) in eigenen Dörfern, nachdem sie ihr angestammtes Siedlungsgebiet an der Wolga verlassen mussten.

Weitere Religionen

In Armenien sind Sekten sehr aktiv. Zu den bedeutendsten religiösen Minderheiten gehören die Zeugen Jehovas (rd. 0,5% der Bevölkerung). Die meisten Kurden Armeniens sind Jesiden (ca. 1,3%), Anhänger einer monotheistischen Religion, die Elemente der Naturanbetung beinhaltet.

Projektförderung durch Renovabis

Der Schwerpunkt der Förderung von Renovabis liegt auf Projekten der Armenisch-Katholischen Kirche in folgenden Bereichen:

  • Aufbau kirchlicher und pastoraler Strukturen
  • Unterstützung kirchlicher Bildungsarbeit
  • Förderung von Jugendsozialprojekten
  • Förderung von zivilgesellschaftlichen Strukturen

Projektbeispiele aus Armenien

Bewilligungsjahr Titel Verweis
2010 Wasserversorgung der Bevölkerung in Shirak Marz Lesen »

Nachrichten, Artikel und Reportagen zu Armenien

Weiterführende Informationen im Internet

Volltext aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’:

Informationen zur Armienisch-katholischen, und Armenisch-apostolischen Kirche

Sonstiges

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis

Infos zu Armenien

Jahresbericht 2011 erschienen: Informieren Sie sich über die Arbeit von Renovabis im aktuellen Jahresbericht.

Aktuelles Spendenprojekt

Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Renovabis fördert den Betrieb von Suppenküchen in Georgien und sichert somit die Versorgung von alten und bedürftigen Menschen. Das Projekt können Sie mit Ihrer Spende unterstützen. Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien

Projekte nach Ländern

Informieren Sie sich über Projektzahlen und Bewilligungssummen in den Partnerländern von Renovabis. Projektübersicht 2010 (Auszug aus dem Jahresbericht 2010, Seite 7) herunterladen (227 KB)

Spendensiegel

Renovabis wird jährlich vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen geprüft und hat auch für 2012 wieder das Spendensiegel erhalten (mehr). Zudem war Renovabis 2010 zum fünften Mal unter den Finalisten des Transparenzpreises (mehr).