Länderinformation Aserbaidschan

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Basisdaten

Allgemein

Aserbaidschanische FlaggeAserbaidschanische FlaggeOffizieller Name: Republik Aserbaidschan (Aseri: Azerbaycan Respublikasi), Fläche: 86.600 qkm, davon 4.400 qkm zu Nagorny Karabach (Bergkarabach) und 5.500 qkm zur Exklave und autonomen Republik Nachitschewan (Autonome Republik Aserbaidschans); knapp 16% des Staatsgebiets zur Zeit von Armenien besetzt, Einwohner: 8,372,373 (Schätzung Juli 2011), Hauptstadt: Baku (offizielle Einwohnerzahl 2,06 Mio.; geschätzt für die gesamte Stadtprovinz 2,5 Mio.) Weitere Städte: Gäncä, Sumqayıt, Mingäçevir, Qaraçuxur (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Rd. 90,6% Aseri, rd. 2,2% Dagestani, rd. 1,8% Russen, rd. 1,5% Armenier und andere (u.a. Talyschen, Juden, Awaren, Tataren, Ukrainer, Kurden, Deutsche und Lesginen). Fast alle Armenier leben in der Bergkarabach-Region, Religionszugehörigkeit: Islam 93.4%, kleine jüdische, russisch-orthodoxe, katholische und evangelische Gemeinden.

Politik und Wirtschaft

Staatsform: Republik, Staatsoberhaupt: Präsident Ilham Alijew (am 15.10.2008 direkt für 5 Jahre wieder gewählt), Regierungschef: Premierminister Artur Rasisade (seit November 2003), Außenminister: Elmar Mammadjarow (seit 02.04.2004), Bruttoinlandsprodukt (BIP): 90.79 Milliaren USD (Schätzung des IWF für 2010), BIP pro Kopf: 10.900 USD (Schätzung für 2010), Besonderheiten: Aserbaidschan befindet sich in einer andauernden Auseinandersetzung mit der Nachbarrepublik Armenien um Bergkarabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Es erklärte sich 1991 für unabhängig und nennt sich Republik Bergkarabach, ist jedoch international nicht anerkannt.
1992 gründete Aserbaidschan zusammen mit Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Turkmenistan, Kasachstan, und der Türkei den Zentralasiatisch-Türkischen Gipfel.

Kirchliche Strukturen

Islam

Vorherrschende Religion ist der Islam, der im 8. Jahrhundert von arabischen Eroberern verbreitet wurde. Aserbaidschan ist außer dem Iran, dem Irak und Bahrain das einzige Land mit schiitischer Bevölkerungsmehrheit: 68% der Aserbaidschaner bekennen sich zur schiitischen und nur 32% zur sunnitischen Glaubensrichtung.
Aserbaidschan strebt einen aufgeklärten Islam an, der in Fragen der Toleranz Vorbildfunktion für andere muslimische Staaten haben soll.

Judentum

In Aserbaidschan leben heute noch 25.000 bis 30.000 Juden. Am 9. März 2003 wurde in der Hauptstadt Baku eine neue Synagoge eröffnet. Es handelt sich um die erste neugebaute Synagoge in einem überwiegend muslimischen Staat.

Römisch-katholische Kirche

Für die wenigen römisch-katholischen Gläubigen in den drei Kaukasusländern Aserbaidschan, Armenien und Georgien besteht eine Apostolische Administratur mit Sitz in der Hauptstadt Georgiens, Tiflis. In Baku befindet sich eineMissio sui iuris (Mission eigenen Rechts, eine direkt dem Papst unterstellte territoriale Organisationseinheit) mit einer Pfarrei, einem Jugendzentrum und einem Obdachlosenheim der Sisters of Charity. Im April 2007 wurde die erste römisch-katholische Kirche in Baku eröffnet. Der Pfarrei gehören etwa 400 Gläubige an. Der missio sui iuris in Baku steht P. Fekete SDB als Ordinarius vor.

Projektförderung durch Renovabis

Der Schwerpunkt der Förderung von Renovabis liegt auf Jugendprojekten. So unterstützte Renovabis den Bau von Sportanlagen für ein Pastoral- und Jugendzentrum in Baku. Zudem stehen Hilfen für Priester, Ordensbrüder und Ordensschwestern im Vordergrund.

Projektbeispiele aus Armenien

Bewilligungsjahr Titel Verweis
2010 Ausstattung des Jugendzentrums "Maryam" in Baku Lesen »

Nachrichten, Artikel und Reportagen

Beitragsdatum Titel Verweis
16.05.2011 Renovabis gratuliert Aserbaidschan Lesen »

Weiterführende Informationen im Internet

Nähere Informationen zur Katholischen und Orthodoxen Kirche in Aserbaidschan

Volltext aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’:

Sonstiges

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis

Jahresbericht 2011 erschienen: Informieren Sie sich über die Arbeit von Renovabis im aktuellen Jahresbericht.

Aktuelles Spendenprojekt

Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Renovabis fördert den Betrieb von Suppenküchen in Georgien und sichert somit die Versorgung von alten und bedürftigen Menschen. Das Projekt können Sie mit Ihrer Spende unterstützen. Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien

Projekte nach Ländern

Informieren Sie sich über Projektzahlen und Bewilligungssummen in den Partnerländern von Renovabis. Projektübersicht 2010 (Auszug aus dem Jahresbericht 2010, Seite 7) herunterladen (227 KB)

Spendensiegel

Renovabis wird jährlich vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen geprüft und hat auch für 2012 wieder das Spendensiegel erhalten (mehr). Zudem war Renovabis 2010 zum fünften Mal unter den Finalisten des Transparenzpreises (mehr).