Stand: April 2010
- Landkarte und Flagge
- Basisdaten
- Politisches System
- Wirtschaftsdaten
- Religionszugehörigkeiten, kirchliche Strukturen
- Bisherige Förderung durch Renovabis
- Projekte und Bilder aus Georgien
- Informationen im Internet
Landkarte und Flagge
Karte von Georgien
Georgische Flagge
Basisdaten
- Offizieller Name:
- Georgien (Georgisch: Sakartwelo)
- Fläche:
- 69.700 qkm
- Einwohner:
- 4,62 Mio.
- Hauptstadt:
- Tiflis (rd. 1,3 Mio. Einwohner)
- Weitere Städte:
- Kutaissi, Batumi, Rustawi, Sochumi (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl)
- Volksgruppen:
- Rd. 83,8% Georgier, ca. 6,5% Aserbaidschaner, rd. 5,7% Armenier, ca. 1,7% Russen und rd. 2,5% andere
- Bevölkerungswachstum:
- -0,33%
- Sprachen:
- Georgisch ca. 71% (Amtssprache), Russisch rd. 9%, Armenisch rd. 7%, Aseri (Turksprache) ca. 6% und andere rd. 7%. Abchasisch ist Amtssprache in Abchasien.
Quelle: CIA World Factbook
Politisches System
- Unabhängigkeit:
- Während der späten 1980er Jahre entwickelte sich eine starke georgische Unabhängigkeitsbewegung. Am 9. April 1991 erklärte sich Georgien als unabhängig. In Abchasien und Südossetien kam es zu Sezessionskriegen. Wegen der starken Militärpräsenz Russlands hat die georgische Regierung noch heute keine Kontrolle über weite Teile ihres Territoriums, es hat den Krieg gegen Südossetien Anfang der 1990er Jahre verloren und in Abchasien herrscht ein unruhiger Waffenstillstand.
- Staats-/Regierungsform:
- Demokratische Republik - Staatspräsident an der Spitze der Exekutive; Ministerkabinett
- Staatsoberhaupt:
- Micheil Saakaschwili (Präsident)
- Regierungschef:
- Nikoloz Gilauri (Premierminister)
- Besonderheiten:
- Nach dem türkisch-sowjetischen Vertrag von Kars 1921 wurde Adscharien der Sowjetunion eingegliedert. Es wurde als Adscharische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Teil der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Die Ursachen der Gründung einer Autonomen Republik sind nicht ethnischer Natur, da Georgier und Adscharen der gleichen Volksgruppe entstammen. Es wird vielmehr angenommen, dass die Moskauer Zentralregierung verhindern wollte, dass Georgien eine vollständige Kontrolle über die wichtigen Schwarzmeerhäfen gewinnt. Zudem wurde versucht, die kommunistischen Tendenzen unter den in der Türkei lebenden ethnischen georgischen Muslimen zu verstärken.
Quelle:Auswärtiges Amt
Wirtschaftsdaten
- Währung:
- Lari (GEL), Unterteilung: 1 Lari = 100 Tetri. 1 Euro entspricht rund 2,17 Lari.
- Nominales Bruttoinlandsprodukt (BIP):
- 11,11 Mrd. US $
- BIP pro Kopf:
- 4.400 US $
(Das BIP pro Kopf ist das BIP geteilt durch die Anzahl der Einwohner. Es wird hier kaufkraftbereinigt angegeben, d.h. es wird so berechnet, dass die unterschiedlichen Preisniveaus in verschiedenen Ländern ausgeblendet werden. So kann die wirtschaftliche Leistung von Ländern verglichen werden).
Zusammensetzung des BIP nach Sektoren:
- Landwirtschaft: 12,1%
- Industrie: 25,9%
- Dienstleistungen: 62%
- Arbeitslosigkeit:
- 16,4%
Quelle: CIA World Factbook
Religionszugehörigkeiten, kirchliche Strukturen
In den 1990er Jahren wurden Kirchenbauten religiöser Minderheiten, unter anderem der Katholiken, enteignet und der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche übergeben. Immer wieder kam es zu religiös motivierten Ausschreitungen gegen Minderheiten, darunter gegen die Zeugen Jehovas und gegen die Baptisten. Georgien stand bis 2004 auf einer Liste der US-Kommission zur Religionsfreiheit in der Welt (USCIRF), die jene Länder nennt, in denen die Religionsfreiheit am wenigsten gewährleistet ist. Erst nachdem Georgiens Strafverfolgungsbehörden handelten, ließ die Zahl der Überfälle nach und Georgien wurde aus der Liste entfernt.
Georgien ist heute noch ein christlich geprägtes Land. Seit dem Mittelalter ist die Orthodoxie ein Symbol der Nation. 84% der Bevölkerung gehören der autokephalen Georgischen Orthodoxen Apostelkirche an.
Zugleich leben in Adscharien (eine autonome Republik Georgiens) rund 376.000 Georgier, die unter osmanischer Herrschaft zum muslimischen Glauben konvertiert sind. 9.9% der Einwohner Georgiens sind Muslime.
3.9% verteilen sich auf die Religionsgemeinschaften der Armenier (200.000 Menschen Armenische Apostolische Kirche), der Katholiken (insgesamt 0,8% der Bevölkerung, davon 60.000 Menschen Armenisch-Katholische Kirche, 50.050 Römischer Ritus, 3.000 Chaldäisch-Katholische Kirche), der Protestanten (Baptisten, Lutheraner und Pfingstler), der Jesiden, Juden und der Zeugen Jehovas.
Für die wenigen römisch-katholischen Gläubigen in den drei Kaukasusländern Armenien, Aserbaidschan und Georgien besteht eine Apostolische Administratur mit Sitz in der Hauptstadt Georgiens, Tiflis. Die unierte armenisch-katholische Kirche hat ihren Bischofssitz in Guymri, Armenien. Dominierend sind die jeweiligen autokephalen orthodoxen Kirchen.
Quellen: CIA World Factbook und Wikipedia
Bisherige Förderung durch Renovabis
Insgesamt wurden 113 Projekte in Höhe von mehr als 2 Mio EUR gefördert.
Der Schwerpunkt lag in der Förderung der pastoraler, sozialer und zivilgesellschaftlicher Projekte. Renovabis unterstützte zusammen mit Caritas Georgien unter anderem ein Hospiz und ein Jugendzentrum mit Ausbildungswerkstätten in Tbilisi und ein Ambulatorium in den Bergdörfern.
Für die Apostolische Administratur wurden Ausbildungseinrichtungen gefördert, an denen Laien und Priesteramtskandidaten studieren können. Ein Priesterseminar mit Exerzitienhaus, sowie die Fertigstellung der bischöflichen Kurie wurde unter anderem von Renovabis finanziell unterstützt.
Projekte und Bilder aus Georgien
Beispielprojekte aus Georgien
| Bewilligungsjahr | Titel | Verweis |
|---|---|---|
| 2011 | Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien | Lesen » |
| 2009 | Wiedereingliederungshilfe für Flüchtlinge aus Ossetien - Bau eines Kindergartens in Gori | Lesen » |
Nachrichten und Reportagen aus Georgien
| Beitragsdatum | Titel | Verweis |
|---|---|---|
| 09.01.2012 | Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien | Lesen » |
| 16.08.2011 | Mit Öko-Landbau aus der Krise | Lesen » |
| 08.04.2011 | Gelenkte Unabhängigkeit | Lesen » |
Bilder aus Georgien
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Informationen zur Armenisch-katholischen Kirche
Volltext aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’:
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