Länderinformationen zur Republik Moldau

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Basisdaten

Allgemein

Moldawische FlaggeMoldawische Flagge Offizieller Name: Republik Moldau (Moldawisch: Republica Moldova), Fläche: 33.843 qkm, Einwohner: 4,32 Mio., Hauptstadt: Chisinau (gesprochen: Kischinau; ca. 712.000 Einwohner), Weitere Städte: Tiraspol, Bălţi, Tighina, Rîbniţa (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Ca. 78,2% Moldauer (rd. 2,2% davon bezeichnen sich als Rumänen), rd. 8,4% Ukrainer, etwa 5,8% Russen, ca. 4,4% Gagausen, rd. 1,9% Bulgaren und etwa 1,3% andere (darunter jüdische und deutschstämmige Minoritäten), Bemerkung:Konflikt zwischen Moldauern und ethnischen Slawen (u. a. Russen) in der Region Transnistrien, Religionszugehörigkeit: In der Republik Moldau leben etwa 20.000 römisch-katholische Christen, die übrigen sind überwiegend russisch-orthodox oder rumänisch-orthodox. Sprache: Moldawisch, Offizielle Bezeichnung der Rumänischen Sprache als Amtssprache der Republik Moldau. Die von den Moldauern gesprochene Umgangssprache unterscheidet sich von der im östlichen Teil Rumäniens in der Region Moldau gesprochenen hauptsächlich durch eine Reihe von aus dem Russischen übernommenen Neologismen. Westlich des Pruth (in Rumänien) stammen die Neologismen hauptsächlich aus der Französischen Sprache.

Politik und Wirtschaft

Unabhängigkeit: von der Sowjetunion am 27. August 1991, Staats- / Regierungsform: Republik / Parlamentarische Demokratie, Staatsoberhaupt: Marian Lupu (Präsident), Regierungschef: Vlad Filat (Premierminister), Besonderheiten: Der sog. Transnistrien-Konflikt entstand nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 und war die Folge einer uneinigen Unabhängigkeitsbewegung der Republik Moldau. Die militärischen Handlungen zwischen der restlichen Republik Moldau und Transnistrien (auch Dnjestr-Republik genannt) dauerten von März bis August 1992 und endeten durch die Vermittlung Russlands, ** Bruttoinlandprodukt (BIP)**: 5,81 Mrd. USD

Fotos aus der Republik Moldau

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Kirchliche Strukturen

Katholische Kirche

Die katholische Kirche in der Republik Moldau ist eine Minderheitenkirche, die allerdings zahlreiche karitative und soziale Tätigkeiten entwickelt. In diesem Bereich ist sie vom Staat und den orthodoxen Gemeinschaften anerkannt. Die Pastoral- und Sozialarbeit in den Pfarreien wird hauptsächlich durch Ordensleute betreut. Die katholische Diözese Chisinau hat 15 Pfarreien und Filialen. Die in der Republik Moldova wirkenden Priester stammen teils aus Polen, teils aus Rumänien. Bischof Anton Cosa ist der ersten Bischof von Chisinau.

In den Jahren nach der Perestroika und seit der Unabhängigkeit sind in der Republik Moldau viele alte Kirchen und Klöster, Felsenklöster, Kathedralen und kleine Dorfkirchen wieder eröffnet oder neu gegründet worden. Aber das geistliche und kirchliche Leben läuft nicht in ruhigen Bahnen. Historisch waren viele ortsfremde Religionen auf moldawischem Territorium aktiv und es gab Auseinandersetzungen zwischen der Bessarabischen Eparchie und dem Moskauer Patriarchat, die bis heute nicht gelöst sind. Daher sind viele Kirchen und Klosterkomplexe mit bis zu 1,5 Meter dicken Wänden auch wehrhaft angelegt um Schutz vor Feinden zu bieten.

Orthodoxe Kirche

Die orthodoxe Kirche in der Republik Moldau ist geteilt in die Gläubigen der russisch-orthodoxen Kirche und der rumänisch-orthodoxen Kirche.

Projektförderung durch Renovabis

Ca. zwei Drittel der von Renovabis bisher in der Republik Moldau geförderten Projekte beziehen sich auf pastorale Anliegen, wie den Bau von Kirchen und Pfarrhäusern, aber auch die Ausbildung von Katecheten. Ein Drittel bezieht sich auf soziale Aktivitäten.
Neben diesen Projekten unterstützt Renovabis mehrere Projekte im Bereich der Betreuung von Opfern des Frauenhandels und der Präventionsmaßnahmen (v.a. Aufklärungsmaßnahmen) gegen diesen. Ein weiterer wichtiger Förderbereich ist die Unterstützung von Priestern und Pfarreien.

Projektbeispiele aus der Republik Moldau

Informationen im Internet

Informationen zur Struktur der katholischen Kirche in der Republik Moldau

Volltext aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’:

Sonstige

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis

Jahresbericht 2011 erschienen: Informieren Sie sich über die Arbeit von Renovabis im aktuellen Jahresbericht.

Aktuelles Spendenprojekt

Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Renovabis fördert den Betrieb von Suppenküchen in Georgien und sichert somit die Versorgung von alten und bedürftigen Menschen. Das Projekt können Sie mit Ihrer Spende unterstützen. Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien

Projekte nach Ländern

Informieren Sie sich über Projektzahlen und Bewilligungssummen in den Partnerländern von Renovabis. Projektübersicht 2010 (Auszug aus dem Jahresbericht 2010, Seite 7) herunterladen (227 KB)

Spendensiegel

Renovabis wird jährlich vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen geprüft und hat auch für 2012 wieder das Spendensiegel erhalten (mehr). Zudem war Renovabis 2010 zum fünften Mal unter den Finalisten des Transparenzpreises (mehr).