Länderinformationen zu Montenegro

Auf dieser Seite finden Sie:

Basisdaten

Allgemein

Flagge von MontenegroFlagge von MontenegroOffizieller Name: Republik Montenegro (Crna Gora), Fläche: 14.026 qkm, Einwohner: 672.000, Hauptstadt: Podgorica (ca. 144.000 Einwohner); Amtssitz des Präsidenten ist Cetinje, Weitere Städte: Nikšić, Pljevlja, Bijelo Polje, Cetinje (ehemalige Hauptstadt und Sitz des Königs) (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Die Bevölkerung Montenegros besteht zu ca. 43% aus Montenegrinern, zu rd. 32% aus Serben, zu etwa 8% aus Bosniaken, zu ca. 5% aus Albanern und zu rd. 12% aus anderen Ethnien (slawische Muslime, Kroaten, Roma).
Die Frage, ob die Montenegriner ein eigenes Volk oder ein Teil des serbischen Volkes sind, ist in der Bevölkerung selbst umstritten.
Ebenso gibt es bei der größten Minderheit, den vor allem im Norden des Landes (dem montenegrinischen Teil des Sandschak) lebenden Bosniaken und Slawischen Muslimen, unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich der Bezeichnung ihrer Nationalität. Desweiteren befinden sich in Montenegro Heimatvertriebene, die in der Volkszählung nicht berücksichtigt sind, weil sie Flüchtlingsstatus haben. Aus Bosnien und Herzegowina über 8.000 (Serben) und 17.864 aus der ser­bischen Provinz Kosovo und Metohien (Serben, Albaner, Roma), Religionszugehörigkeit: Ca. 75% Orthdoxe, rd. 3,5% Katholiken, etwa 15% Muslime Sprachen: Serbisch/Montenegrinisch (geschrieben sowohl in lateinischer als auch in kyrillischer Schrift), daneben die Sprachen der Minderheiten (insbesondere Albanisch). Albanisch ist im überwiegenden Siedlungsgebiet dieser Bevölkerungsgruppe (Städte Ulcinj und Tuzi) offizielle Unterrichtssprache in den Schulen. Schüler können zwischen Serbisch/Montenegrinisch und Albanisch wählen. In Montenegro wurde in der serbischen/montenegrinischen Sprache noch bis vor wenigen Jahren (etwa 2004) fast ausschließlich die kyrillische Schrift in allen Gesellschaftsformen verwendet. Heutzutage jedoch wird vermehrt auch die lateinische Schrift verwendet. Des Weiteren wird in Montenegro auch Bosnisch und Kroatisch gesprochen.

Politik und Wirtschaft

Staatsoberhaupt: Filip Vujanović (Präsident), Regierungschef: Igor Lukšić (Ministerpräsident), Besonderheiten: Mit Blick auf die Jugoslawienkriege hat sich der damalige montenegrinische Präsident Milo Đukanović mehrmals für die Teilnahme montenegrinischer Soldaten am Krieg in Kroatien entschuldigt. Im Jahr 2005 wurden erste Zahlungen als Entschädigung für Plünderungen und Verwüstungen in Kroatien vereinbart, BruttoinlandsProdukt (BIP) : 6,72 Mrd. USD

Fotos aus Montenegro

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Kirchliche Strukturen

Katholische Kirche

Die katholische Kirche in Montenegro ist gegliedert in die Erzdiözese Bar (Antivari) und die Diözese Kotor. Die Katholiken der Diözese Kotor sind ausschließlich kroatischer Herkunft, die der Erzdiözese Bar albanischer. Die ethnisch verschiedene Zugehörigkeit erleichtert die Zusammenarbeit der beiden Jurisdiktionen nicht, da einerseits die Perspektive Richtung Dalmatien , andererseits Richtung Nordalbanien geht. Beide Diözesen befinden sich in einer ausgeprägten Diasporasituation (orthodoxe Christen, Muslime). Die Bischöfe gehören der Internationalen Bischofskonferenz Cyril und Metod mit Sitz in Belgrad an.

Orthodoxe Christen

Montenegro ist kanonisches Territorium der Serbisch-orthodoxen Kirche. Bereits längere Zeit vor der staatlichen Unabhängigkeit gab es spontane Bestrebungen, auf eine Autokephalie der Orthodoxie in Montenegro hinzuwirken; diese Tendenzen werden jedoch weder vom Kirchenvolk noch von der Regierung unterstützt, sodaß im Gegensatz zu Mazedonien darin kein Konfliktpotential liegt.

Muslime

Die Muslime Montenegros sind fast ausnahmslos albanischer Nationalität und gehören entweder der sunnitischen Richtung oder vereinzelt den Bektashi an. Hinsichtlich der Aktivitäten von islamistischen Kräften aus dem arabischen Raum liegen keine Informationen vor.

Informationen im Internet

Informationen zur Struktur der katholischen Kirche in Montenegro

Sonstige

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis

Infos zu Montenegro

Jahresbericht 2011 erschienen: Informieren Sie sich über die Arbeit von Renovabis im aktuellen Jahresbericht.

Aktuelles Spendenprojekt

Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Renovabis fördert den Betrieb von Suppenküchen in Georgien und sichert somit die Versorgung von alten und bedürftigen Menschen. Das Projekt können Sie mit Ihrer Spende unterstützen. Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien

Projekte nach Ländern

Informieren Sie sich über Projektzahlen und Bewilligungssummen in den Partnerländern von Renovabis. Projektübersicht 2010 (Auszug aus dem Jahresbericht 2010, Seite 7) herunterladen (227 KB)

Spendensiegel

Renovabis wird jährlich vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen geprüft und hat auch für 2012 wieder das Spendensiegel erhalten (mehr). Zudem war Renovabis 2010 zum fünften Mal unter den Finalisten des Transparenzpreises (mehr).