Stand 2014

Länderinformationen zu Polen

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Basisdaten

Allgemein

Offizieller Name: Republik Polen (Polnisch: Rzeczpospolita Polska) Fläche: 312.683 qkm, Einwohner: 38,5 Mio. ( 2011) Hauptstadt: Warschau (Großraum mit ca. 1,7 Mio. Einwohnern) Weitere Städte: Łódź (Lodsch), Kraków (Krakau), Wrocław (Breslau), Poznań (Posen) (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Ca. 96,7% Polen, rd. 0,4% Deutsche, etwa 0,1% Weißrussen, ca. 0,1% Ukrainer, rd. 2,7% andere, unter den ausländischen Staatsangehörigen stellen Vietnamesen die größte ethnische Gruppe, gefolgt von Griechen und Armeniern. Die Zahl der Auslandspolen wird auf 20 Millionen geschätzt, Sprachen: Polnisch rd. 97,8%, andere ca. 2,2%

  • Quelle und weitere Informationen: CIA World Factbook und [Auswärtiges Amt] (http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Nodes_Uebersichtsseiten/Polen_node.html)

Politik und Wirtschaft

Staats-/ Regierungsform: Republik / Parlamentarische Demokratie mit Zweikammerparlament, Staatsoberhaupt: Staatspräsident Bronislaw Komorowski (Stichwahl am 4. Juli 2010), Regierungschef: Ministerpräsident Donald Tusk, Bürgerplattform (PO), zweite Amtszeit seit 18.11.2011, Besonderheiten: Durch mehrere Aufstände äußerte die polnische Bevölkerung immer wieder ihren Unmut gegenüber der kommunistischen Führung (z. B. im Posener Aufstand). Erst die Gründung der Gewerkschaft Solidarność unter Lech Walesa führte schließlich zu einem gesellschaftlich-politischen Umschwung im Land und zu den revolutionären Ereignissen von 1980 bis 1989, die in den ersten freien Wahlen im Ostblock am 4. und 18. Juni 1989 mündeten und an deren Ende mit der Auflösung des sogenannten Ostblocks und der Sowjetunion das kommunistische Regime durch eine demokratische Regierungsform ersetzt wurde.
Am 1. Mai 2004 wurde Polen, zusammen mit neun weiteren Staaten, Mitglied der Europäischen Union. Polen ist unter den neuen Mitgliedstaaten das bevölkerungsreichste und flächenmäßig größte Land, Bruttoinlands-Produkt (BIP): 381 Mrd. Euro (2012)

Fotos aus Polen

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Religionszugehörigkeiten, kirchliche Strukturen

Katholiken ca. 89,8% (rd. 70% Praktizierende), Polnisch-Orthodoxe etwa 1,3%, Protestanten ca. 0,3%, andere (u.a. Zeugen Jehovas, die Altkatholischen Mariaviten, Pfingstler, Adventisten, Juden und Moslems – u.a. die Tataren bei Białystok) und solche, die keine spezifischen Angaben zur Religionszugehörigkeit machten, rd. 8,6%

Seit dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist das Land fast einheitlich katholisch. Die heute polnischen Regionen Niederschlesien, Lebus (Ost-Brandenburg), Westpreußen, Hinterpommern und das südliche Ostpreußen waren vor der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich evangelisch-lutherisch. Die ab 1945 aus Oberschlesien und dem Ermland ausgesiedelten deutschen Bevölkerungsteile waren demgegenüber ebenso wie die dort neuangesiedelte polnische Bevölkerung mehrheitlich katholisch.

Ein besonders hohes Ansehen in Polen besitzt Papst Johannes Paul II. (1920-2005), der vor seiner Papstwahl als Karol Wojtyła Erzbischof von Krakau war und eine bedeutende politische Rolle während des Zusammenbruchs des Ostblocks inne hatte.

Bisherige Förderung durch Renovabis

Die Zusammenarbeit mit Polen liegt im gegenseitigen Interesse. Da Polen unter uns Deutschen während der Weltkriege besonders zu leiden hatte, stellt die deutsch-polnische Versöhnung eine bleibende Herausforderung dar. Renovabis versucht, Interesse für die unterschiedliche geschicht­liche und kulturelle Erfahrung unserer Nachbarn zu wecken.

Förderschwerpunkte sind die katholischen Schulen und Hochschulen, sowie die Erwachsenenbildung. Letztere steht in engem Zusammenhang mit der Unterstützung der katholischen Laienverbände.

Auch nach dem EU-Beitritt Polens profitieren viele Menschen nicht von den Folgen des wirtschaft­lichen und politischen Transformationsprozesses. Gerade in strukturschwachen ländlichen Gebieten gibt es zahlreiche Langzeitarbeitslose und viele Menschen, die an Suchterkrankungen leiden. Kinder haben gerade in diesen Gebieten einen erschwerten Zugang zu Bildung.

Renovabis fördert die Kirche bei ihrem Anliegen, besonders den schwächeren Gliedern der Gesellschaft zu helfen, wie z.B. Menschen ohne Obdach, Häftlinge und Haftentlassene, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt bei der sozialen Sicherung sowie im Bereich der Aus- und Weiterbildung der Ordensfrauen.

Zwar kann Renovabis in Polen grundsätzlich keine Bauprojekte fördern, in besonderen Fällen (z.B. für die kleinen griechisch-katholischen Diaspora-Gemeinden) sind aber Ausnahmen möglich.

Durch Kontakte mit orthodoxen Diözesen versucht Renovabis zudem den ökumenischen Dialog zu fördern.

Nachrichten und Bilder aus Polen

Beispielprojekte aus Polen

Nachrichten und Reportagen aus Polen

Informationen im Internet

Informationen zur Struktur der katholischen Kirche in Polen

Volltexte aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’:

Sonstige

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis

Inhalt erstellt: 29. Januar 2009, zuletzt geändert: 07. Juli 2014