Länderinformation zu Tschechien
Auf dieser Seite finden Sie:
- Basisdaten zu Tschechien
- Fotos aus Tschechien
- Kirchliche Strukturen
- Projektförderung durch Renovabis
- Projektbeispiele
- Nachrichten, Artikel und Reportagen
- Weiterführende Informationen
Basisdaten
Allgemein
Tschechische Flagge Offizieller Name: Tschechische Republik (Tschechisch: Česká republika), Fläche: 78.866 qkm, Einwohner: 10,21 Mio., Hauptstadt: Prag (Praha) (offizielle Einwohnerzahl 1,3 Mio.), Weitere Städte: Brünn (Brno), Ostrau (Ostrava), Pilsen (Plzeň), Olmütz (Olomouc), Volksgruppen: Rd. 90,4% Tschechen, rd. 3,7% Mährer und Schlesier, rd. 3,0% Roma, rd. 1,9% Slowaken und rd. 1% andere (u.a. Polen und Deutsche), Religionszugehörigkeit: katholisch 26.8%, protestantisch 2.1%, sonstige Religionsgruppen 3.3%, konfessionslos 59% (Volkszählung 2001), Sprache: Tschechisch
- Quelle und weitere Informationen:CIA World Factbook
Politik und Wirtschaft
Regierungsform: Republik / Parlamentarische Demokratie mit Zweikammerparlament, Staatsoberhaupt: Václav Klaus (Präsident der Republik), Regierungschef: Petr Necas (Ministerpräsident) seit 28. Juni 2010, Besonderheiten: Am 1. Mai 2004 wurde die Tschechische Republik in die Europäische Union aufgenommen., Bruttoinlandsrodukt (BIP): 192 Mrd. USD, BIP pro Kopf: 25.600 USD
- Quelle und weitere Information: Auswärtiges Amt
Fotos aus Tschechien
Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.
Kirchliche Strukturen
Römisch-Katholische Kirche
Die römisch-katholische Kirche in Tschechien gliedert sich in zwei Kirchenprovinzen, welche im Wesentlichen den historischen Ländern Böhmen und Mähren (mit Mährisch Schlesien) entsprechen. Diese Kirchenprovinzen sind wiederum in insgesamt acht Diözesen untergliedert. Nach Angaben des tschechischen Statistikamts bekennen sich 2,7 Millionen Staatsbürger zur römisch-katholischen Kirche (Zensus 2001), das heißt 26,8 Prozent aller Tschechen. Im Vergleich dazu bekennt sich zur Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder (etwa 120.000 Kirchenmitglieder) und zur Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche jeweils nur 1 Prozent der Bevölkerung. Ein Großteil der Bevölkerung, insgesamt 59%, ist konfessionslos.
Die Bischofskonferenz besteht aus acht römisch-katholischen Diözesanbischöfen (davon zwei Erzbischöfen), fünf Weihbischöfen, drei emeritierten (Weih-)Bischöfen. Mitglied sind zudem auch die drei griechisch-katholischen Bischöfe. Der emeritierte Prager Erzbischof Miloslav Vlk ist der einzige Kardinal Tschechiens, der Prager Erzbischof Dominik Duka OP fungiert als Vorsitzender der Bischofskonferenz. Deren Sitz befindet sich in Prag.
Das Verhältnis Kirche-Staat ist nach wie vor gestört, da das Parlament den Vertrag zwischen dem Vatikan und der Tschechischen Regierung bislang nicht ratifiziert hat. Neuerdings ist man jedoch wieder im Gespräch über dieses Thema. Durch die EU-Gesetzgebung ist kirchliches Leben aber an und für sich geschützt. Ungeklärt ist weiterhin die Finanzierung der Kirche.
Griechisch-katholische Kirche
Weiterhin existiert seit 1996 in Prag ein Apostolisches Exarchat in der Tschechischen Republik für Katholiken der Griechisch-Katholischen Kirche. Die katholische Militärseelsorge ist einem Militärvikariat zugeordnet. Das untergegangene Bistum Leitomischl (Litomyšl) wird heute lediglich als Titularbistum verwendet, derzeitiger Titularbischof von Leitomischl ist der emeritierte Prager Weihbischof.
Orthodoxe Christen
Eine Besonderheit stellt die orthodoxe Kirche der Tschechen und Slowaken dar, da diese nach der Auflösung der Tschechoslowakei bis heute eine binationale Glaubensgemeinschaft bildet. Von den insgesamt rd. 77.000 orthodoxen Tschechoslowaken bekannten sich 2001 ca. 23.000 Tschechen zu dieser Glaubensgemeinschaft. Ein wichtiger Feiertag für Christen ist der 5. Juli, der an die Ankunft der Slawenapostel Kyrill und Method in Großmähren im Jahr 862 erinnert.
Bisherige Förderung durch Renovabis
Die kirchliche Situation in Tschechien seit der Samtenen Revolution ist im Ganzen gesehen gut: Die Priester erhalten staatliche Löhne, die Bischöfe einen Zuschuss zum Unterhalt ihrer Behörden. Die laufenden Kosten von Schulen und caritativen Einrichtungen werden vom Staat bzw. den sozialen Sicherungssystemen getragen. Lediglich in den westböhmischen Diözesen, die einen wesentlich geringeren Anteil an Katholiken aufweisen, ist die wirtschaftliche Lage der Kirche nicht immer ganz spannungsfrei.
Auch das relativ junge griechisch-katholische Exarchat kämpft trotz prosperierender aktiver Gemeinden und einer sehr guten Berufungssituation mit historisch bedingen Strukturdefiziten.
Neben pastoralen Projekten werden von Renovabis auch soziale Projekte, wie etwa Hospiz- und Pflegeeinrichtungen oder auch Einrichtungen zur Jugendbetreuung, mit großem Erfolg in der Anlaufphase gefördert. Die weitere Finanzierung wird dann fast ausnahmslos mit staatlichen Mitteln weitergeführt.
Essenziell wichtig ist auch der Bildungsbereich, den Renovabis auch in Tschechien im Rahmen einer Schulprogrammfinanzierung für die katholischen Schulen und verschiedener Projekte in Zusammenarbeit mit den katholischen Hochschulen unterstützt.
Darüber hinaus stellen auch die Ordensgemeinschaften sowie katholische Laienverbände wichtige Partner für Renovabis dar, deren Arbeit immer wieder an wichtigen Stellen gefördert werden kann.
Projektbeispiele aus Tschechien
| Bewilligungsjahr | Titel | Verweis |
|---|---|---|
| 2008 | Unterstützung für die Ausstattung des Hospizes in Cercany | Lesen » |
| 2007 | Gesamtstaatliches Jugendtreffen in Tabor im August 2007 | Lesen » |
Nachrichten, Artikel und Reportagen aus Tschechien
| Beitragsdatum | Titel | Verweis |
|---|---|---|
| 02.05.2012 | Auf die Straße gestellt | Lesen » |
| 30.04.2012 | Azubis aus dem Nachbarland | Lesen » |
| 11.01.2012 | Tschechien: Kirchen erhalten Eigentum zurück | Lesen » |
| 08.09.2011 | Aufruhr gegen Roma in der Grenzregion | Lesen » |
| 30.06.2011 | Streit um Windparks | Lesen » |
| 27.05.2011 | Renovabis trauert um Erzbischof Karel Otčenášek | Lesen » |
Informationen im Internet
Informationen zur Struktur der katholischen Kirche in der Tschechischen Republik
Volltexte aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’, u.a. zur Geschichte der Tschechischen Republik):
Stanislav J. Kirschbaum (2006): Der Überlebenskampf der Slowakei
Ján Babjak (2006): Die griechisch-katholische Kirche in der Slowakei
Sonstige
Linkverzeichnis des „Open Directory Project“ zur Tschechischen Republik
Anlaufstelle für alle, die sich für Tschechien und das deutsch-tschechische Verhältnis interessieren
Brücken-Stiftung zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit
Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis








