Länderinformationen zu Usbekistan
Auf dieser Seite finden Sie:
- Basisdaten zu Usbekistan
- Fotos aus Usbekistan
- Kirchliche Strukturen
- Projektförderung durch Renovabis
- Projektbeispiele
- Nachrichten, Artikel und Reportagen
- Weiterführende Informationen
Basisdaten
Allgemein
Usbekische FlaggeOffizieller Name: Republik Usbekistan (seit 01.09.1991), Fläche: 447.400 qkm, Einwohner: 28.128.600 (Juli 2011 geschätzt), Hauptstadt: Taschkent (rd. 2,1 Mio. Einwohner), weitere Städte: Namangan, Samarkand, Andijon, Buchara (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Ca. 80% Usbeken, etwa 5,5% Russen, rd. 5% Tadschiken, ca. 3% Kasachen, etwa 2,5% Karakalpaken, rd. 1,5% Krimtataren, ca. 2,5% andere (u.a. Koreaner, Uiguren, Deutsche, Mescheten, Aserbaidschaner und Kurden). Stalin deportierte in den 1940er Jahren rund 40.000 Wolgadeutsche nach Taschkent. Im Jahre 2001 gab es 24.000 Deutsche in Usbekistan. Sprachen: Usbekisch ca. 74,3%, Russisch etwa 14,2%, Tadschikisch rd. 4,4%, andere Sprachen ca. 7,1%
- Quelle und weitere Informationen: CIA World Factbook
Politik und Wirtschaft
Regierungsform: Republik / Präsidialdemokratie mit Zweikammer-Parlament (seit den Parlamentswahlen im Dezember 2004), Staatsoberhaupt: Islam Abduganiewitsch Karimow (seit 24.03.1990 Präsident und gleichzeitig Inhaber der vollziehenden Gewalt), Regierungschef: Schawkat Miramanowitsch Mirsijaew (Premierminister), Außenminister: Eljor Ganiew, Bruttoinlandsprodukt (BIP): 11,8 Mrd. USD (Schätzung des IWF für 2009), BIP pro Kopf: 969 USD (2009).
- Quelle und weitere Informationen: http://www.auswaertiges-amt.de/
Fotos aus Usbekistan
Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.
Kirchliche Strukturen
Offiziell ist in Usbekistan Religionsfreiheit verfassungsmäßig gesichert und trotz des hohen Anteils vorrangig sunnitischer Moslems ist Usbekistan ein weltlicher Staat. Das Religionsgesetz ist aber ziemlich restriktiv und es gibt immer wieder Berichte über Einschränkungen vor allem für neue protestantische religiöse Bewegungen. Circa 88% der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, ca. 9% russisch-orthodox (meist Angehörige der russischen Minderheit). Darüber hinaus gibt es schiitische Muslime (vor allem in Buchara und Samarkand) sowie Angehörige christlicher Konfessionen (Angehörige der Armenisch-Apostolischen Kirche, der Katholischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche und diverser protestantischer Gemeinden). Die orthodoxe Kirche ist Bestandteil der Russisch-Orthodoxen Kirche, es gibt nur eine Diözese Taschkent mit ca. 45 russisch-orthodoxen Gemeinden in Usbekistan. Die orthodoxe Kathedrale in Taschkent ist zugleich die Bischofskathedrale der Russisch-Orthodoxen Kirche für ganz Zentralasien.
Katholische Kirche
Die römisch-katholische Kirche ist in Usbekistan eine absolute Minderheitenkirche. Die Gesamtzahl der aktiven Katholiken (regelmäßige Kirchgänger) in Usbekistan wird auf etwa 600-700 geschätzt. Es gibt derzeit 5 Pfarreien in folgenden Städten: Taschkent (Kathedralpfarrei Herz Jesu), Samarkand (Johannes der Täufer, 360 km von Taschkent entfernt), Fergana (Pfarrei der Hl. Jungfrau Maria, 450 km entfernt), Buchara (Pfarrei St. Andreas, 680 km entfernt) und Urgentsch (Pfarrei zur Mutter der Barmherzigkeit, 1.000 km entfernt). Die Entfernung zwischen den beiden Pfarreien in Urgentsch und Fergana beträgt etwa 1.400 km. Am 1. April 2005 hat Papst Johannes Paul II. die missio sui iuris Usbekistan zu einer Apostolischen Administratur erhoben und als ersten Bischof Jerzy Maculewicz OFM Conv. ernannt.
Projektförderung durch Renovabis
Von 1993 bis Sommer 2011 hat Renovabis in Usbekistan 62 Projekte im Umfang von rund 806.000 EUR in Usbekistan gefördert. Dabei handelte es sich vor allem um Projekte zum Aufbau der kirchlichen Infrastruktur (Wiederaufbau der Kirche in Taschkent, Kapellen, Autos) und im Bereich der pastoralen Arbeit. Seit 2003 fördert Renovabis zudem die jährlichen dreitägigen Katholikentreffen in Taschkent, an dem Gläubige aus allen Pfarreien teilnehmen. Für die Diasporasituation in Usbekistan sind diese Treffen äußerst wichtig, da durch das gemeinsame Gebet und den gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den einzelnen weit voneinander entfernt liegenden Diaspora-Gemeinden und damit der Zusammenhalt der römisch-katholischen Kirche in Usbekistan gefördert werden.
Projektbeispiele aus Usbekistan
Nachrichten, Artikel und Reportagen zu Usbekistan
Weiterführende Informationen im Internet
Informationen zur Struktur der katholischen Kirche in Usbekistan
Sonstige
Generalkonsulat der Republik Usbekistan in Frankfurt am Main
Linkverzeichnis des „Open Directory Project“ zu Usbekistan (englisch)
Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis








