19. April 2012

Besuch aus Weißrussland

Voller Stolz und mit Dankbarkeit – auch für die Hilfe aus Deutschland – berichteten Renovabis-Projektpartner aus Weißrussland von ihrem Kinderdorf in Gomel, das nun für 60 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aus der nahe an Tschernobyl gelegenen Stadt zu einem wirklichen Zuhause geworden ist. Bei ihrem Besuch Mitte April in Freising besprachen sie, wie die weitere Kooperation mit Renovabis aussehen könnte.

Mit Hilfe von Renovabis und weiteren Partnern aus Deutschland und Österreich wurden auf einem Grundstück am Stadtrand von Gomel fünf Einfamilienhäuser für jeweils zwölf Kinder mit geistigem und körperlichen Behinderungen. Hier können sie wie in einer Familie – mit Betreuung, aber dennoch mit Verantwortung füreinander leben. Das weißrussische Sozialsystem kannte bisher keine andere Möglichkeit als Menschen mit Behinderungen, wenn sie volljährig geworden sind, in Altenheime abzuschieben. Doch dieses Projekt wurde von den kirchlichen Trägern gemeinsam mit den staatlichen Behörden verwirklicht. Es ist das erste dieser Art in Weißrussland und ein Pilotprojekt. Im Mai 2011 konnte das Kinderdorf nach fast 8-jähriger Planungs- und Bauzeit, die auch durch bürokratische Hürden immer wieder verlängert worden ist, endlich eingeweiht werden. Die Freude war riesengroß, über die Einweihung im Mai 2011 haben wir berichtet.

Ein Zentrum der Geborgenheit

Für die Kinder und Jugendlichen, die bis dahin in staatlichen Heimen lebten, begann vor einem Jahr ein fast „normales“ Leben. In den Wohngemeinschaften fühlen sie sich ernst genommen und angenommen. Sie spüren den Unterschied in den kleinsten Dingen, wie Caritasdirektorin Valentina Koslowa schildert:

„Jedes Kind hat sein eigenes Zimmer, seine eigene Zahnbürste - sowas war zuvor nicht selbstverständlich - und darf hier zu Hause sein, bis zu seinem Tod. Alle kümmern sich umeinander. Hier werden sie geliebt und angenommen, so wie sie sind“.

Mit der Caritasdirektorin sind auch der Ortspfarrer, Prälat Sławomir Laskowski, und Schwester Urszuła (OSBSam), die mit Schwestern ihrer Gemeinschaft die Kinder betreut, nach Freising gekommen. Wenn man der Gruppe zuhört, spürt man deutlich, dass das Kinderdorf in Gomel für sie einen großen Erfolg darstellt. Die drei Gäste sind sehr dankbar dafür, dass sie ihr Projekt, Kindern mit Behinderungen ein normales, menschenwürdiges und unbeschwertes Kinderleben zu ermöglichen, umsetzen konnten.

Fotos von der Einweihung des Kinderdorfs

  • Besichtigung
  • Die Schwestern
  • Eines der Häuser
  • Eröffnung
  • Freude über Fertigstellung
  • Gottesdienst
  • Karte
  • Kinder
  • Kinderzimmer
  • Moorgebiet
  • Rollstuhltanz
  • Segnung der Räume
  • Wanddeko

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