04. Mai 2012

Fußball hat völkerverbindenden Charme

Die EM in der Ukraine steht vor der Tür und auch Renovabis nutzte das Thema Fußball, um Begegnungen von Jugendlichen möglich zu machen. Wir haben das TriM-Projekt unterstützt, bei dem Jugendmannschaften aus Deutschland, Polen und der Ukraine in allen drei Ländern gegeneinander antraten und sich besser kennenlernen konnten. Das letzte Spiel in Deutschland fand am 3. Mai in Unterschleißheim bei München statt.

Das deutsch-polnisch-ukrainische Projekt „TriM - Hattrick für Europa“ wurde vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk mit Unterstützung von Renovabis aus Anlass der Fußball-Europameisterschaft in diesem Frühjahr organisiert. Sechzig Teams mit Jugendlichen aus Deutschland, Polen und der Ukraine traten bis 3. Mai 2012 in regionalen Streetsoccer-Turnieren in der Ukraine, in Polen, in Bad Nenndorf, Jessenitz, Leipzig und Unterschleißheim bei München gegeneinander an.

Film über das Turnier vom Sankt Michaelsbund

Das TriM-Finale wird im polnischen Lublin ausgetragen - unmittelbar vor dem Eröffnungsspiel der professionellen Europameisterschaft am 8. Juni, wenn in Warschau die polnische Nationalmannschaft gegen Griechenland aufläuft.

Die Ziele dieser Begegnungen gingen über den Fußball hinaus: Jugendliche aus benachbarten Ländern begegnen sich, wohnen in gemeinsamen Unterkünften, beschäftigen sich mit dem Thema Migration und knüpfen Freundschaften. Viele von ihnen sind Kinder von Arbeitsmigranten und manche gehören zu den so genannten Euro-Waisen, die praktisch ohne ihre Eltern aufwachsen, weil diese gezwungen sind, in einem EU-Land wie Deutschland Arbeit zu suchen. Viele Arbeitsmigranten aus der Ukraine sind außerdem illegal in Deutschland, so dass sie ihre Familien aus Furcht vor dem Grenzübertritt oft jahrelang nicht besuchen können.