15. Juni 2012

Workshop „Opening Doors" in Eger

Eger, eine Stadt im Nordosten Ungarns, in einer der ärmsten Regionen des Landes: dort findet vom 19. bis zum 21. Juni der internationale Workshop „Opening Doors - 1st International Workshop on Roma Inclusion Projects in Central and Eastern Europe” statt. Die Roma, die größte ethnische Minderheit in der EU, sind in vielen mittel- und osteuropäischen Ländern zuhause, wie in Ungarn (7,5% der Bevölkerung), Rumänien (8,3%) sowie in der Slowakei (9,2%) und in Tschechien. Aber die meisten von ihnen leben außerhalb der Gesellschaft in großer Armut, mit geringem Bildungsstand und so gut wie keiner Chance auf Arbeit oder Bildung. Sie begegnen in ihren Ländern massiven Vorurteilen vieler Menschen. Auch dadurch wird verhindert, dass sich ihre Situation verbessert.

Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe?

An dem von Renovabis initiierten Workshop nehmen Hilfsorganisationen, Vertreter der Roma, Vertreter von Caritas und Ordensgemeinschaften sowie Priester und Bischöfe teil, die in der Roma-Pastoral tätig sind und gleichzeitig soziale und Bildungsprojekte durchführen. Als Referenten sind Fachkräfte der Sozialarbeit, nationale Vertreter und Vertreter der EU-Kommission wie Éva-Mária Szávuj sowie ein Vertreter des Päpstlichen Rates für Migranten, Frater Gabriele Bentoglio, eingeladen.

Aktuell scheint es viele politische und finanzielle Möglichkeiten für eine nachhaltige Verbesserung der Situation der Roma zu geben. Deshalb hat sich der Workshop zum Ziel gesetzt, kirchlichen Partnern eine grenzüberschreitende Plattform zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu bieten und neue Impulse und Kenntnisse zu vermitteln. Sie sollen über die europaweiten Prozesse informiert und zu einer aktiven Teilnahme ermutigt werden.

Für die Veranstalter – Renovabis und Weihbischof Székely, Beauftragter der Ungarischen Bischofskonferenz und Vertreter der Ceferino-Stiftung – ist die Arbeit mit den Roma seit vielen Jahren ein Anliegen. Bei deren Integration in ganz unterschiedliche Gesellschaften unterstützt Renovabis kirchliche Partner in mittel-, ost- und südosteuropäischen Ländern.