30. Juli 2012

66. Gementreffen der Danziger Katholiken

Mit einem Gottesdienst ging heute das 66. Gementreffen der Danziger Katholiken zu Ende. Bereits seit 1947 kommen die nach dem 2. Weltkrieg aus Danzig vertriebenen Katholiken (inzwischen auch ihre Kinder und Enkelkinder) alljährlich auf der Jugendburg Gemen bei Borken zusammen. Dabei ging und geht es nicht nur um den Erhalt der Gemeinschaft, sondern auch um die Pflege des kulturellen und religiösen Erbes sowie um Beiträge zur Befriedung der Welt, insbesondere um Versöhnung mit dem polnischen Volk.

Zum diesjährigen Gementreffen kamen 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 39 aus Polen, 11 aus Litauen und 40 aus Deutschland. Schwerpunktthema war die Frage, ob sich mehr als zwei Jahrzehnte nach der Wende in Europa ein „Neues Denken im Ost-West-Verhältnis“ entwickelt habe. Wird „der Osten“ Europas immer noch vor allem für „hilfsbedürftig“ gehalten? Oder begegnen sich die Menschen aus West und Ost inzwischen doch mehr „auf gleicher Augenhöhe“? Zahlreiche Vorträge und Diskussionen befassten sich vom 26. bis 30. Juli mit solchen Fragestellungen. Auch Renovabis war zum 66. Gementreffen eingeladen. So nahm Geschäftsführer Burkhard Haneke teil an einem Podiumsgespräch zum Thema: „Caritas, Dialog, Subvention – Gibt es ein ‚Neues Denken im Ost-West-Verhältnis‘ auch in der Kirche?“

Die Gesprächsrunde v.l.n.r.: Pater Frano Prcela OP (Theologe und Publizist, Mainz), Burkhard Haneke (Renovabis-Geschäftsführer), Prof. Dr. Rudolf Grulich, (Direktor des Instituts für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien), Pater Diethard Zils OP (Moderation), Dr. Miroslav Danys (Osteuropa-Beauftragter der Lippischen Landeskirche) und eine polnisch-deutsche Sprachmittlerin.