26. September 2012

Schwerpunkt der neuen OWEP-Ausgabe: "Rechtsextremismus in Osteuropa"

Im September ist die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ erschienen. Schwerpunkt des Heftes ist Rechtsextremismus in Mittel- und Osteuropa.

Rechtsradikalismus tritt als gesellschaftliche (Rand-)Erscheinung nicht nur in den Ländern Mittel- und Osteuropas auf, sondern auch in Westeuropa. Dennoch haben die rasant vollzogenen Veränderungsprozesse in Mittel- und Osteuropa zu „sozialen Spannungen und Frustrationen, zu politischen Konflikten und Identitätskrisen“ (Britta Schellenberg) geführt, die – in unterschiedlichem Ausmaß – ein Erstarken national(istisch)er Tendenzen in diesen Gesellschaften zur Folge hatte.

Das Ausmaß dieses Phänomens ist in den Ländern Ost- und Mitteleuropas allerdings sehr unterschiedlich, ebenso seine Erscheinungsform. In dem einem Land wird es durch das Erstarken radikaler politischer Parteien sichtbar (z. B. Ungarn, Ukraine), in einem anderen durch die Bildung politischer Gruppierungen mit – teils getarntem – antisemitischem Grundkonsens (Rumänien), wieder in einem anderen durch gesellschaftlich latent vorhandene Xenophobie ohne Zugang zur Öffentlichkeit oder Parteien (z. B. Russland) oder ohne entschiedenen Widerstand in der Politik (z. B. Polen).

Das vorliegende Heft möchte einen Einblick in ausgewählte, vor allem auch aktuelle Aspekte der diesbezüglichen Situation bieten, ohne freilich dem Anspruch gerecht werden zu können, dieses sensible und schwer greifbare Thema vollständig zu erfassen.