26. Oktober 2012
Renovabis-Trägerkreis bewilligt 13,4 Millionen Euro für Projekte im Osten Europas
Bei der turnusgemäßen Trägerkreis-Sitzung in Köln unter dem Vorsitz des Generalsekretärs des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stefan Vesper, sind am Donnerstag (25. Oktober) mehr als 13,4 Millionen Euro (exakt 13.440.770,55 Euro) für 549 Projekte, bewilligt worden. Gefördert werden kirchlich-seelsorgerische, soziale und Bildungsprojekte. Alle Vorhaben in den unterschiedlichen Ländern und Regionen werden von den Partnern vor Ort realisiert und auf ihren Wunsch hin gefördert; die finanzielle Unterstützung aus deutschen Spendengeldern ist also eine „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Unter den jetzt beschlossenen Projekten sind abermals einige von den seit 18 Jahren nachhaltig geförderten „Schulen für Europa“ in mehreren Orten Bosnien-Herzegowinas und in der Republika Srbska: 340.000 Euro sind diesmal für die „Europaschulen“ bewilligt worden. Das Franziskaner-Gymnasium in Visoko beispielsweise erfreut sich bei der größtenteils muslimischen Bevölkerung der Kleinstadt hoher Beliebtheit. Auffallend ist, dass der Mädchenanteil unter den Schülern bei mehr als 50 Prozent liegt — wie auch bei den anderen kirchlichen Schulen in Bosnien und Herzegowina. Seit 2009 wurde das Schulgebäude in Visoko, das jahrzehntelang als Kaserne genutzt worden war, generalsaniert und ist 2011 innen fertig geworden. Die Schule soll nun wieder in kirchlicher Trägerschaft eingerichtet werden. Dies bedeutet, dass die Unterrichtsinhalte und die pädagogische Grundausrichtung die Standards der „Schulen für Europa“ aufgreifen: Kinder unterschiedlicher Volks- und Religionszugehörigkeit sollen miteinander lernen, spielen, sich auseinandersetzen und achten lernen. Die Nachhaltigkeit bei diesem Projekt wird durch die Übernahme laufender Kosten durch Projektträger oder offizielle Stellen deutlich: In Visoko übernehmen die kantonalen staatlichen Verwaltungsstellen die Lehrergehälter und den Unterhalt.
Um sich angemessen um die vielen alten und demenzkranken Menschen in der Bevölkerung Südböhmens kümmern zu können, haben Caritas und die Verwaltung des Landkreises Prachatice entschieden, ein neues Hospiz einzurichten. Der bauliche Zustand einer bestehenden Einrichtung war unzureichend und ein vergrößerter Neubau im Vergleich zu einer Renovierung günstiger: 26 Patienten finden nun in dem Gebäude in der Stadt Prachatice Platz, sechs mehr als früher. Das alte Gebäude wird als Krebsvorsorge und -behandlungsstation genutzt, das neue Haus für Alzheimer-Patienten. Die EU übernimmt einen großen Teil der Kosten. Weil die örtliche Caritas durch Wirtschaftssponsoren, außerdem die Stadt und der Kreis selbst 140.000 Euro aufbringen, wurden bei Renovabis die restlichen Mittel bewilligt: insgesamt 101.000 Euro. Die laufenden Kosten werden aus dem Sozialwesen Südböhmens getragen.
Schließlich wurden bei der Sitzung in Köln auch die ersten Planungen zur Renovabis-Pfingstaktion 2013 vorgestellt. Die bundesweite Aktion zur Vermittlung der Sorgen in unseren östlichen Nachbarländern nimmt im kommenden Jahr die Situation von Menschen mit Behinderungen in den Partnerländern in den Blick: „Das Leben teilen — Solidarisch mit behinderten Menschen im Osten Europas“, heißt das Leitwort.
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Kurzinfo Renovabis
- deutsch: Renovabis stellt sich vor (07/2012)

- english: Renovabis at a glance (07/2012)

- по-русски: Информация о Renovabis (Реновабис) на русском языке (2009)










