Thema „Reportagen“

22. April 2013

Start der neuen Reportagereihe am 25. April

In sieben Reportagen und Features aus Mittel- und Osteuropa stellen Korrespondenten und Fotografen des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung behinderte Menschen in ihrem Lebensumfeld vor: in Ungarn, Rumänien, Kasachstan, Serbien, Tschechien, Polen und der Ukraine. Die Artikelreihe startet am Donnerstag, 25. April 2013, und läuft bis Ende August 2013. Mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

08. März 2013

Kroatien vor dem Beitritts-Schock

Kroatien hat die letzte Hürde für seinen EU-Beitritt genommen und wird am 1. Juli 2013 zum 28. EU-Mitglied. Am kommenden Montag reist zudem Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nach Zagreb. Doch das Land kämpft mit großen wirtschaftlichen Problemen: Experten befürchten einen „Beitritts-Schock“. Ein Bericht von n-ost-Korrespondentin Marijana Miljkovic, Zagreb.

28. Januar 2013

Populist Zeman siegt

Der Linkspopulist und Ex-Premier ließ „Fürst“ Schwarzenberg keine Chance im Rennen um das tschechische Präsidentenamt: Milos Zeman hat die erste direkte Präsidentenwahl in Tschechien für sich entschieden. Während in Prag vor allem Enttäuschung herrschte, floss auf dem Land das Bier in Strömen: Der Sozialdemokrat punktete mit Wohlfahrtsversprechen und nationalistischen Tönen. Was bedeutet sein Sieg innenpolitisch, was für den Europa-Kurs Tschechiens?

Ein Wahlfeature von n-ost-Korrespondent Hans-Jörg Schmidt, Prag

25. Januar 2013

Der verdrängte Holocaust

Der Holocaust-Gedenktag (27. Januar) erinnert jedes Jahr an die Opfer des Massenmords an der jüdischen Bevölkerung Europas während des Zweiten Weltkriegs. Mit der Expansion des von den Deutschen beherrschten Gebietes gab es auch für die jüdische Bevölkerung in den besetzten Gebieten keine Sicherheit mehr. In den mit dem Dritten Reich verbündeten Ländern gab es aufgrund eines latenten Antisemitismus häufig Zustimmung, auch offene Unterstützung von antijüdischen Terrormaßnahmen. Die Deutschen haben selber einige Zeit gebraucht, bis sich eine breite Öffentlichkeit das ganze Ausmaß von Schuld, Verstrickung und Verantwortung zu eigen gemacht hat. In vielen Ländern ist es bis heute problematisch, an die dunklen Seiten der Geschichte zu erinnern, so etwa in Rumänien, das während des Zweiten Weltkriegs zu den Verbündeten des Deutschen Reiches gehörte. Dass es noch einige Tabus gibt, zeigt die nachstehende Reportage.

23. Januar 2013

„Die antideutsche Karte ist abgewetzt“

Der tschechische Popliterat Jaroslav Rudis über Hysterie im Wahlkampf, die Auseinandersetzung mit der Geschichte und die von ihm geschaffene Comicfigur Alois Nebel, einen deutsch-tschechischen Bahnwärter.

Ein Interview von n-ost-Korrespondentin Barbara Breuer, Berlin

17. Januar 2013

Die unbeachtete Krise

Die Welt sorgt sich um Griechenland, Spanien und Portugal. Doch worüber kaum einer spricht: In vielen Ländern Osteuropas ist die Krise noch weit dramatischer. Hohe Arbeitslosigkeit und Schulden lähmen die Wirtschaft beispielsweise in Rumänien und dem baldigen EU-Mitglied Kroatien. Bislang fehlen Konzepte, damit die Länder nicht noch weiter zurückfallen.

Ein Hintergrund von den n-ost-Korrespondenten Silviu Mihai, Bukarest und Hubert Beyerle, Berlin

14. Januar 2013

Stichwahl um das tschechische Präsidentenamt: Volkstribun gegen Adelsspross

In der Stichwahl um das tschechische Präsidentenamt werden sich der frühere sozialdemokratische Premier Miloš Zeman und der liberal-konservative derzeitige Außenminister Karel Schwarzenberg gegenüber stehen. Wer sind diese beiden Politiker, die die Nachfolge von Amtsinhaber Vaclav Klaus anstreben? Zwei Kurzporträts von n-ost-Korrespondent Hans-Jörg Schmidt, Prag.

14. Dezember 2012

Flucht in die Opferrolle

Nach den Freisprüchen von kroatischen und kosovarischen Kriegsverbrechern in Den Haag Mitte November gab es natürlich sehr unterschiedliche Reaktionen. Während in Kroatien die Freude darüber groß war, bezeichneten zahlreiche serbische Kommentatoren die Freisprüche als „politische Urteile“. Wir veröffentlichen hier eine Stellungnahme der serbischen Menschenrechtlerin Sonja Biserko, die der Meinung ist, dass Serbien seine Opferrolle missbrauche, anstatt sich der eigenen Schuld zu stellen. Aber auch die internationale Gemeinschaft mache es den Serben leicht, Verantwortung zu relativieren.

Eine n-ost-Innenansicht von Sonja Biserko, Belgrad. Aus dem Serbischen von Veronika Wengert (n-ost)

24. September 2012

Dürre vernichtet Ernte auf dem Balkan

In den Balkanländern hat die monatelange Dürre in diesem Sommer große Schäden in der Landwirtschaft verursacht. In einigen Ländern dürfte mehr als die Hälfte der Ernte ausgefallen sein, die Verluste gehen nach ersten Schätzungen in die Milliarden. Die Landwirte fordern Nothilfen, aber die Staatskassen sind leer, denn die Länder stehen unter strengen Sparauflagen des IWF. Nun steigen die Preise für Lebensmittel. Ein Bericht von n-ost-Korrespondent Hubert Beyerle, Sarajevo.

13. September 2012

„Der Weg nach Europa ging über Deutschland“. Interview mit Janusz Reiter

Am 14. September 1972 nahmen Deutschland und Polen erstmals wieder diplomatische Beziehungen auf. 40 Jahre später gilt das Verhältnis beider Staaten als so gut wie nie zuvor. Der ehemalige polnische Botschafter Janusz Reiter erinnert sich im Interview, wie er die Annäherung damals empfand und erklärt, welche Bedeutung das Ereignis heute in Polen hat. Ein Interview von n-ost-Korrespondentin Agnieszka Hreczuk, Warschau

11. September 2012

Die Erben des Kalten Krieges

Im kasachischen Semipalatinsk erprobte die Sowjetunion einst ihre Atomwaffen. Unter den Folgen der Nukleartests leiden vor allem auch die Kinder in der Region bis heute. Sie werden mit teils schweren Behinderungen geboren, viele erkranken an Krebs. Die Konsequenzen tragen in erster Linie die Familien, die staatliche Unterstützung für Behinderte ist minimal.

Fotos und Feature von n-ost-Korrespondentin Edda Schlager, Semipalatinsk.

Mit diesem Artikel endet die Reihe „Kinder in Osteuropa“, die in Kooperation zwischen n-ost und Renovabis entstanden ist. Die gesamte Reihe und weitere Reihen können Sie unter Reportagen nachlesen.

22. August 2012

Abgeschoben in eine fremde Heimat

Sie leben seit 15 oder 20 Jahren in Deutschland – und dennoch werden jedes Jahr hunderte Roma gezwungen in den Kosovo zurückzukehren. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland aufgewachsen oder gar geboren sind, ist die Abschiebung oft ein traumatischer Schock.

Ein Feature von n-ost-Korrespondent Dirk Auer, Gjakova, mit Fotos von Hannes Jung, n-ost.

23. Juli 2012

In der Aids-Hauptstadt Europas

Aidsschleife

Am 22. Juli hat in Washington die Weltaids-Konferenz begonnen, auch die Ukraine wird dabei ein Thema sein. Das Land hat die höchste HIV-Neuinfektionsrate in Europa. Odessa, die Perle am Schwarzen Meer, gilt als Aids-Hauptstadt des Kontinents. Unterstützung organisieren sich die Betroffenen meist selbst. Ein Feature von(n-ost)-Korrespondentin Inna Hartwich, Odessa.

12. Juli 2012

Eine Schule für den Frieden

Wie lehrt man Kinder Frieden, wenn unter Erwachsenen noch viel Misstrauen herrscht? Auch 17 Jahre nach Kriegsende werden bosnische Schüler unterschiedlicher Ethnien oft noch getrennt voneinander unterrichtet. Eine kleine Schule im Norden des Landes dagegen geht mit gutem Beispiel voran.

Ein Feature von n-ost-Korrespondentin Rayna Breuer, Kotorsko, mit Fotos von Denis Ruvic (n-ost).

09. Juli 2012

Die Totenzähler von Sarajevo

Am Montag, dem 9. Juli wird der Prozess gegen den früheren bosnisch-serbischen Armeechef Ratko Mladic fortgesetzt. Die Verbrechen des Bosnien-Kriegs werden aber nicht nur in Den Haag aufgeklärt, sondern auch im Land selbst. Ein Forschungszentrum in Sarajevo dokumentiert die Namen von Kriegsopfern und Verbrechen. Die Dokumente holen die Opfer aus der Anonymität und zeigen ihre Schicksale. Die Erkenntnisse sind auch in Den Haag gefragt.

Ein Feature von n-ost-Korrespondent Falko Wittig, Sarajevo

04. Juli 2012

Glückskind Lajos

Der 13-jährige Lajos ist mit drei Geschwistern in einer Roma-Siedlung im Osten Ungarns aufgewachsen. Dann wurde Lajos plötzlich für den Film entdeckt: Im Drama „Nur der Wind“ von Bence Fliegauf spielt er die Hauptrolle. Er war sogar auf der Berlinale, wo der Streifen den Silbernen Bären gewann. n-ost hat Lajos ein knappes halbes Jahr später zu Hause besucht.

Eine Reportage von n-ost-Korrespondent Silviu Mihai, Szolnok/Berlin, mit Fotos von Dagmar Gester (n-ost).

21. Juni 2012

Scheinbar perfekte Familien

Die Familien Berindea in Rumänien und Malarski in Polen teilen das gleiche Schicksal: Wenn die Eltern in einem westlichen EU-Land Geld verdienen, bleiben ihre Kinder zu Hause zurück. Die „Eurowaisen“ – Kehrseite eines geeinten Europas.

Ein Feature von den n-ost-Korrespondenten Laura Capatana Juller (Bukarest) und Markus Nowak (Warschau), Fotos: Laura Capatana Juller, Markus Nowak

19. Juni 2012

Menschen im EM-Land Ukraine

Während der Übertragung der EM-Spiele aus der Ukraine fühlen wir uns vor unseren Bildschirmen live dabei in den nagelneuen, riesigen Stadien. Aber wie geht es eigentlich den Menschen dort? Darüber hat Jochen Reiling einen Film gedreht. Während einer von Renovabis organisierten Journalistenreise in die Ukraine Ende April traf er kleine Fußballer aus dem Waisenhaus der Salesianer, Caritasmitarbeiter, Bischöfe, Aidskranke und alte Menschen. Den 18minütigen Film können Sie hier ansehen:

12. Juni 2012

„Kleiner Grenzverkehr“ in Kaliningrad

Kaliningrad öffnet am 1. Juli seine Grenzen zu den polnischen Nachbargemeinden. Der „kleine Grenzverkehr“ ist eine Revolution, wurde die Exklave doch bislang von der streng bewachten EU-Außengrenze umgeben. Die Region erwartet einen Ansturm von polnischen Kunden, denn Lebensmittel und Benzin sind in Russland um die Hälfte billiger. Insgeheim träumen die Kaliningrader schon von der Visafreiheit für den gesamten Schengenraum. Ein Feature von n-ost-Korrespondentin Birgit Johannsmeier, Kaliningrad

11. Juni 2012

Lemberg – wo die Ukraine ukrainisch ist

Die Fußball-Europameisterschaft hat für die deutsche Nationalelf am Samstag im ukrainischen Lemberg (Lwiw) begonnen. Die rund 800.000 Bewohner der malerischen Stadt sehen die EM als Chance, sich weiter dem Westen anzunähern. Sie wollen zu Europa gehören, sprechen lieber Ukrainisch als Russisch und pflegen ihre eigene Identität. Ein Feature von n-ost-Korrespondent Christoph Kersting, Lemberg/Lwiw

01. Juni 2012

Siegen lernen mit Cha-Cha-Cha

Die meisten osteuropäischen Länder feiern am 1. Juni Kindertag, darunter auch Lettland. Wie zu Sowjetzeiten wird in dem baltischen Staat der Leistungsgedanke groß geschrieben. Viele Kinder trainieren in Tanzschulen Cha-Cha-Cha und Walzer, so auch die elfjährige Sascha und ihr Tanzpartner Igor: Tanzen lernen, heißt siegen lernen.

Ein Feature von n-ost-Korrespondentin Birgit Johannsmeier, Riga, mit Fotos von Janis Mednis.

30. Mai 2012

Tiki-Taka an der Weichsel

Kurz vor der EURO 2012 hat der spanische Spitzenklub FC Barcelona eine Fußballschule in Polen eröffnet. An der FCB Escola Varsovia trainieren Nachwuchstalente zwischen sechs und zwölf Jahren „Tiki-Taka“, das berühmte Kurzpassspiel des Top-Vereins. Vor allem Eltern der neuen polnischen Mittelschicht setzen auf ausländisches Renommee – und haben hehre Ziele für ihren Nachwuchs. Ein Feature von n-ost-Korrespondent Uli Räther, Warschau, mit Fotos von Marta Kusmierz.

23. Mai 2012

Fiebern mit den Babuschkas

Die russische Gruppe „Buranowskije Babuschki“, Omas aus Buranowo, gehört inzwischen zu den Favoriten für den Sieg beim Song Contest in Baku. Unterstützung bekommen die skurrilen Großmütter ausgerechnet aus dem benachbarten Estland. Denn die Babuschkas singen auf Udmurtisch – einer mit dem Estnischen verwandten Sprache. Ein Feature von n-ost-Korrespondent Robert Kalimullin, Tallinn

02. Mai 2012

Auf die Straße gestellt

Überall auf der Welt werden Kinder zur Prostitution gezwungen – auch im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Gerade in Böhmen treffen Armut und Wohlstand aufeinander: Nur zehn Kilometer trennen Cheb, das ehemalige Eger, vom reichen Deutschland. Der Missbrauch geschieht in Tschechien. Doch die Sex-Touristen kommen aus Deutschland. Ein Feature von n-ost-Korrespondentin Barbara Breuer, Berlin/Cheb. Fotos: Barbara Breuer, n-ost

30. April 2012

Azubis aus dem Nachbarland

Jugendliche aus dem Ausland sollen die Azubi-Lücken in Deutschland füllen. Während Arbeitsministerin Ursula von der Leyen jüngst ein Pilotprojekt mit jungen Spaniern vorstellte, sind polnische und tschechische Jugendliche bereits seit September als Azubis in Deutschland. Dies ist seit Mai 2011 möglich. Ein Bericht von n-ost-Korrespondentin Dörthe Ziemer, Cottbus

30. April 2012

Die Besten bleiben zu Hause

Vor einem Jahr öffnete Deutschland seinen Arbeitsmarkt vollständig für Arbeitskräfte aus den osteuropäischen EU-Staaten. Die befürchtete Migrationswelle ist ausgeblieben. Im Gegenteil: Weil die Wirtschaft in Ländern wie Polen boomt, bleiben die Fachkräfte zu Hause. Ein Feature von n-ost-Korrespondent Ulrich Raether, Warschau

27. April 2012

In den Startlöchern: Reportagereihe zu Kindern in Osteuropa

Ehrgeizige „Ministars“ in Lettland, zurück gelassene „Euro-Waisen“ in Rumänien, vermeintliche „Schmuddelkinder“ in Ungarns Romadörfern: Die Kindheit im Europa von heute hat viele Gesichter. Die von Renovabis und n-ost gemeinsam produzierte Artikelreihe startet am Mittwoch, 2. Mai 2012, und geht bis Ende August 2012. Alle Artikel werden über den n-ost-Artikeldienst mit exklusivem Bildmaterial versendet - lesen Sie dazu auch unsere gemeinsame Pressemitteilung. Außerdem erscheinen die Reportagen hier auf der Seite.

23. April 2012

Hühnersuppe für Prinz Charles

Vor 100 Jahren, am 20. April 1912, starb Bram Stoker, Autor von „Dracula“. Transsilvanien (in Rumänien) lockt heute allerdings weniger mit Vampiren, sondern mit seinem verwunschenen Charme. Prinz Charles beispielsweise kaufte sich ein Haus in der Region, wo früher die Siebenbürger Sachsen siedelten. Transsilvanien, das „Land jenseits der Wälder“, ist ein Naturerlebnis. Eine Reportage von n-ost-Korrespondent Peter Kosfeld, Viscri/Sibiu.

13. April 2012

Kampf gegen Zwangsprostitution

Aus Rumänien kommen viele Zwangsprostituierte nach Westeuropa. Schätzungen zufolge geht es um tausende Fälle jährlich. In einem südrumänischen Dorf betreut eine Psychologin Mädchen und junge Frauen, die verkauft wurden und sich zwangsprostituieren mussten.

Ein Bericht von n-ost-Korrespondent Keno Verseck, Pitesti

27. März 2012

Fußball-Träume gegen die Armut

Viele polnische Jugendliche träumen von einer Karriere im Fußball. Wie der zehnjährige Kacper aus Elk in den Masuren, einer der ärmsten Regionen Polens. Während sich sein Land für die Fußball-Europameisterschaft vorbereitet, trainiert Kacper für sein erstes Turnier. Zahlreiche soziale Einrichtungen sehen im Sport ein Mittel gegen die Folgen der Armut.

Eine Reportage von n-ost-Korrespondentin Agnieszka Hreczuk