Zum Achtzigsten eines Brückenbauers

Freitag, 07. Oktober 2011

Renovabis gratuliert Weihbischof Leo Schwarz

TRIER/CHAGUAYA/FREISING. Energische Aufbauarbeit kennzeichnet den inzwischen emeritierten Trierer Weihbischof Leo Schwarz. Solche Gestaltung aus Erfahrung mit Ehrgeiz und mit Esprit ließ als letztes der weltkirchlichen Werke 1993 die Solidaritätsaktion Renovabis entstehen. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte den Weihbischof mit der praktischen Umsetzung zur Einführung einer Kirchenkollekte, zur Strukturierung von Projekthilfe-Gesuchen und Spendenverteilung beauftragt. In Trier entstand die erste Geschäftstelle von Renovabis.

Wenn er nun an diesem Sonntag, 9. Oktober, seinen achtzigsten Geburtstag feiern kann, dann gratuliert Renovabis diesem wichtigen Mann der Anfangszeit vor allem dazu, die Bedeutung von „Solidariät“ stets „spanisch“ – diese Sprache beherrscht er wie eine zweite Muttersprache - , aber auch im übertragenenen Sinn, ebenso „bosnisch“ wie „ukrainisch“, „lettisch“ oder auch „albanisch“ buchstabiert zu haben: Leo Schwarz war durch seine Zeit als Seelsorger in Bolivien und seine Arbeit als Hauptgeschäftsführer von Misereor beseelt von weltkirchlicher Arbeit im Sinne von „Eine-Welt-Arbeit“. Er brachte „Nord“- und „Süd“-Denkweisen zusammen, überbrückte auch theologisch und mit spirituellen Argumenten Vorbehalte gegenüber einer nun möglichen und notwendigen sozial-pastoralen Hilfe für die Menschen in den Ländern in Mittel- Ost- und Südosteuropa.

So war Brückenbauer Leo Schwarz in den letzten beiden Jahrzehnten an einem Schlüsselpunkt in der Geschichte Europas zur richtigen Zeit umtriebig: Er war Fürsprecher und Zuhörer, Antreiber und Aufmunterer der Menschen dort, denen der „Wanderer zwischen den Welten“ stets als gleichberechtigten Partnern – niemals als Patenkindern – auf gleicher Augenhöhe begegnete. Wenn sich der Geschäftsführer von Renovabis, Dr. Gerhard Albert, an die Zusammenarbeit mit Weihbischof Schwarz in der Gründungsphase des Hilfswerks erinnert, fällt ihm sofort ein, „wie sehr der Weihbischof in jener Zeit geradezu ‚unter Strom‘ stand. Er sprühte vor Energie und war voller Ideen, behielt dabei aber immer ein gutes Augenmaß für das Mögliche, wobei ihm seine große pastorale Erfahrung zugute kam“, so Albert. Bei seiner Begeisterung für die neue Aufgabe sei es Leo Schwarz darum gegangen, im Aufbau der Strukturen des neuen Werkes selbst möglichst viel vom Schöpfergeist Gottes spürbar werden zu lassen: „Der Geist Gottes sollte für die Menschen im Osten segensreich werden.“

Es ist nicht selbstverständlich, dass Weihbischof Leo Schwarz seinen 80. Geburtstag in Trier verbringt; aber er wird in diesem Jahr dort sein. Längst geht er mit seinen Idealen wieder ganz praktisch als Seelsorger bei den ihm ans Herz gewachsenen Bolivianern seiner Berufung nach: Im Wallfahrtsort Chaguaya im Bistum Tarija ist Leo Schwarz einfach nur der „Padrecito“, der „kleine Pfarrer“. Vom Freisinger Domberg wünschen dem Weihbischof alle Mitarbeiter von Renovabis „Gottes Segen“.

Jahresbericht 2011 erschienen: Informieren Sie sich über die Arbeit von Renovabis im aktuellen Jahresbericht.

@renovabis schreibt:

Programmtipp Katholikentag, ab 11 Uhr: Podium zum Thema "Leben mit HIV und #Aids - weltweit und ganz nah", Reiss-Engelhorn-Museen. #kt12
vor 5 Tage 1 Stunde
RT @lerenovabis: Schöne diözesane Aktionseröffnung in Ffm. Danke ans Hedwigs-Team. Spannende Diskussion und Kuchen satt! #Renovabis...
vor 1 Woche 3 Tage
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