Renovabis ermöglicht Dialog zur Integration

Montag, 18. Juni 2012

In Eger/Ungarn beginnt am 19. Juni 2012 der internationale Workshop „Opening Doors — 1st International Workshop on Roma Inclusion Projects in Central and Eastern Europe”

EGER / FREISING. Die Roma, die größte ethnische Minderheit in der EU, sind in vielen mittel-, südost- und osteuropäischen Ländern zuhause — etwa in Ungarn (7,5 Prozent der Bevölkerung), Rumänien (8,3 Prozent) sowie in der Slowakei (9,2 Prozent) und auch in Tschechien. Die meisten Menschen dieser Volksgruppen leben außerhalb der Gesellschaft, häufig in großer Armut, mit geringem Bildungsstand und wenig Aussicht auf geregelte Arbeit. Roma, oder Zigeuner wie sie sich teilweise in diesen Ländern selber nennen, begegnen massiven Vorurteilen vieler Menschen. Dadurch wird verhindert, dass sich ihre Situation verbessert.

In Eger, einer Stadt im Nordosten Ungarns, in einer der ärmsten Regionen des Landes, findet vom 19. bis zum 21. Juni der Internationale Workshop „Opening Doors — 1st International Workshop on Roma Inclusion Projects in Central and Eastern Europe” statt. Der von der Osteuropa-Solidaritätsaktion Renovabis initiierte Workshop hat sich zum Ziel gesetzt, kirchlichen Partnern eine grenzüberschreitende Plattform zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu bieten und neue Impulse und Kenntnisse zu vermitteln. Sie sollen über die europaweiten Prozesse informiert und zu einer aktiven Teilnahme ermutigt werden.

Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe?

An dem Workshop nehmen Hilfsorganisationen, Romavertreter, Vertreter von Caritas und Ordensgemeinschaften sowie Priester und Bischöfe teil, die in der Roma-Pastoral tätig sind und gleichzeitig soziale und Bildungsprojekte durchführen — auch in Zusammenarbeit mit Renovabis. Die Wertschätzung gegenüber den Teilnehmern des Treffens und ihren Sorgen wird auch durch die Referenten deutlich. Es geben Impulse und diskutieren internationale Gäste: etwa mit Frater Gabriele Bentoglio ein Vertreter des Päpstlichen Rates für Migranten, als Vertreterin der EU-Kommission Éva-Mária Szávuj und auch nationale Vertreter der vier Länder sowie Fachkräfte aus dem Spektrum der Sozialarbeit.

Für die Veranstalter – Renovabis und Weihbischof Székely, Beauftragter der Ungarischen Bischofskonferenz und Vertreter der Ceferino-Stiftung – ist die Arbeit mit den Roma seit vielen Jahren ein Anliegen. Bei deren Integration in ganz unterschiedliche Gesellschaften unterstützt Renovabis kirchliche Partner in mittel-, ost- und südosteuropäischen Ländern.