Fragen und Antworten

Übersicht


Kommt das Geld wirklich bei den Menschen an?

Wir tun alles dafür, dass die Hilfe direkt vor Ort ankommt, und zwar dort, wo sie am nötigsten ist. Wir kennen unsere Partner und schließen mit ihnen schriftliche Vereinbarungen über die zweckgebundene Verwendung ab. Um die Eigeninitiative zu fördern, ist es uns sehr wichtig, dass Projekte nicht ausschließlich mit Renovabis-Geldern finanziert werden. Ein detaillierter Finanzierungsplan muss Auskunft über die verschiedenen Geldquellen geben. Selbstbeteiligung des Projektträgers wird immer erwartet, wenigstens durch Mitarbeit, möglichst aber auch auf finanziellem Gebiet.

Wir nehmen unsere Partner in die Pflicht zu sorgfältiger Mittelverwendung und kontrollieren die Rechnungslegung. Viele Projekte besuchen und prüfen wir vor Ort und sprechen mit unseren Partnern über Probleme. Diese Arbeit erfordert viel Fingerspitzengefühl, es kommt auf genaues Hinhören, auf Zwischentöne an. Solch ein partnerschaftliches Miteinander ermöglicht Lob, Kritik, ein tröstendes Wort und auch gemeinsame Freude. Die Projekte unserer Partner sollen langfristig auf eigenen Füßen stehen.

Kann Geld auch für ein konkretes Projekt gespendet werden?

Natürlich können Sie als Einzelperson, Gruppe oder Unternehmen jederzeit mit persönlichen Spenden oder Erlösen ein bestimmtes Projekt unterstützen. Wir haben für Sie eine Liste von derzeit bespendbaren Projekten zusammengestellt. Ab einer Spende von 2.500 Euro machen wir Ihnen gerne einen unverbindlichen Vorschlag für eine gezielte Projektförderung.

Wenn Sie aber einen Betrag ohne Zweckbindung spenden, sind unsere Verwaltungskosten geringer. Ihr Geld kommt dann dort zum Einsatz, wo es gerade am dringendsten benötigt wird.

Warum leistet Renovabis nur finanzielle und keine Sachhilfe?

Oftmals können unsere Partner vor Ort mit dem Geld günstiger einkaufen als im (teuren) Westen. Mit der gleichen Summe Geld kann mehr erreicht werden. Auch ist die Einfuhr von Waren oftmals mit hohem bürokratischen Aufwand verbunden und schließlich stärkt der Einkauf von Waren oder Dienstleistungen vor Ort die regionale Wirtschaft und schafft so Arbeitsplätze. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gruppen und Aktivitäten, die mit Sachgütern und Hilfstransporten bereits wertvolle Hilfe leisten. Hier geben wir, soweit möglich, gerne Beratungshilfe.

Nach dem EU-Beitritt vieler Länder aus Mittel- und Osteuropa: Ist nun Hilfe nicht mehr nötig?

Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime 1989/1990 sind etliche Länder im Osten Europas in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht ein gutes Stück voran gekommen.
Einige von ihnen konnten die EU-Beitrittskriterien erfüllen und gehören bereits zur erweiterten Europäischen Union. Doch darf man nicht übersehen: Die notwendigen Transformationsprozesse in den Beitrittsstaaten haben für viele Menschen eine dauerhafte Verschlechterung ihrer materiellen Lage mit sich gebracht. Das soziale Gefälle in den Gesellschaften dieser Länder ist noch größer geworden, ein „soziales Netz“ existiert faktisch nicht. Gerade in eher ländlich geprägten Räumen ist die Not oft dramatisch, und auch Minderheiten und Randgruppen, um die sich niemand kümmert, gehören zu den großen Verlierern der Transformation. Das gilt auch für Länder wie Ungarn, Polen und die Tschechische Republik. Unsere Solidarität mit bedürftigen Menschen in Mittel- und Osteuropa wird in den neuen EU-Ländern auch nach der sogenannten „EU-Osterweiterung“ noch auf lange Sicht unverzichtbar bleiben, wenn auch nicht mehr in dem gleichen Umfang wie zuvor.

Steuervorteile für Spender

Renovabis ist durch Bescheid des Finanzamtes Freising vom 22. Mai 2012 für die Jahre 2009 bis 2011 (Steuer-Nr. 115/110/40177) als gemeinnützigen, kirchlichen und mildtätigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO dienend nach § 5 Abs. 1, Nr. 9 KStG anerkannt.

  • Für Privatpersonen gilt: das Finanzamt erkennt jetzt nach dem neuen Gesetz jährlich Zuwendungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke von bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte an. Die bisherige Unterscheidung von einerseits „gemeinnützigen“ und „kirchlichen“ Zwecken (bisher bis 5 Prozent der Gesamteinkünfte abzugsfähig) und andererseits „mildtätigen“ Zwecken (bisher bis 10 Prozent der Gesamteinkünfte abzugsfähig) entfällt.

  • Verbesserung beim Spendenvortrag: wenn die Summe der Spenden den jährlich absetzbaren Höchstbetrag übersteigt, dann kann die überschüssige Summe auf beliebig viele Folgejahre übertragen werden. Der Höchstbetrag von 20 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte ist dabei natürlich in jedem der folgenden Jahre zu berücksichtigen. Nach der bisherigen Regelung gab es lediglich einen beschränkten Spendenvortrag. Gleichzeitig entfällt mit dem neuen Gesetz jedoch der bisher mögliche Spendenrücktrag auf das vorangegangene Jahr.

  • Für Unternehmen gilt: Unternehmen können nach der neuen Regelung Spenden in Höhe von vier Promille (statt vorher zwei Promille) der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter steuerlich geltend machen.

Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen

Bisher konnten Spenden bis zu einem Betrag von 100 Euro ohne Zuwendungsbestätigung steuerlich geltend gemacht werden. Mit der Gesetzesänderung im Oktober 2007 wurde diese Grenze nun auf 200 Euro angehoben.
Renovabis stellt Ihnen unabhängig davon für Spenden über 100 Euro weiterhin eine Zuwendungsbestätigung aus, und bei Bedarf selbstverständlich auch für darunter liegende Beträge. Diese Bestätigung wird nicht als Nachweis für die steuerliche Berücksichtigung der Zuwendung anerkannt, wenn das Datum des Freistellungsbescheides länger als 5 Jahre bzw. das Datum der vorläufigen Bescheinigung länger als 3 Jahre seit Ausstellung der Bestätigung zurückliegt (BMF vom 15.12.1994 - BStBl I S. 884).

Inhalt erstellt: 07. Oktober 2008, zuletzt geändert: 29. Januar 2014