Gottes Schöpfung: uns anvertraut!

Die Renovabis-Pfingstaktion 2011 startete im Erzbistum München und Freising. Den Eröffnungsgottesdienst zelebrierte Erzbischof Reinhard Kardinal Marx am Sonntag, 22. Mai 2011, im Münchner Liebfrauendom mit Gästen aus Mittel- und Osteuropa. Der Abschluss der Renovabis-Aktion fand in Görlitz am Pfingstsonntag, 12. Juni 2011, statt. In ganz Deutschland wird am Pfingstfest für die Menschen im Osten Europas in allen katholischen Kirchen die Renovabis-Kollekte gehalten.
Info: Was ist die Pfingstaktion?

Aktionsthema 2011

Von Abholzung bedroht: die Flusswälder Transkarpatiens (Westukraine).Von Abholzung bedroht: die Flusswälder Transkarpatiens (Westukraine).Der Raubbau an der Natur in der Zeit des Kommunismus in Osteuropa stand dem der freien Marktwirtschaften des Westens kaum nach, mancherort geschah er sogar noch rücksichtsloser, wovon sich manche Regionen im Osten Europas bis heute nicht erholt haben. Transformationsprozesse und wirtschaftlichen Aufholbemühungen bewirken ein Übriges und tragen weiter zur Ausbeutung von Ressourcen und zur Schädigung der Umwelt bei. In der Projektzusammenarbeit in Mittel-, Ost- und Südosteuropa spürt Renovabis zunehmend, dass auch im Bewusstsein unserer kirchlichen Partner die Verantwortung gegenüber der Schöpfung höheren Stellenwert bekommt.

Das hängt natürlich mit der genaueren Wahrnehmung wachsender Umweltprobleme zusammen, vielleicht aber auch mit dem größeren Gewicht, den jüngste lehramtliche Aussagen dem Thema gegeben haben, wie etwa die Worte von Papst Benedikt XVI.: „Die Kirche hat eine Verantwortung für die Schöpfung und muss diese Verantwortung auch öffentlich geltend machen“ (Enzykl. CARITAS IN VERITATE Nr. 51) – oder – „Wenn Du den Frieden willst, bewahre die Schöpfung.“ (Botschaft zum Weltfriedenstag 2010).

Wenn Renovabis 2011 die Bewahrung der Schöpfung in den Fokus der Pfingstaktion stellt, so nicht nur im Sinne moralischer Appelle zum Schutz der Umwelt, sondern auch in der Absicht, „Kernaussagen des Schöpfungsglaubens in unsere Zeit zu übersetzen“ (so Prof. Dr. Markus Vogt beim Renovabis-Kongress 2010). Vogt: „Wer die Liebe Gottes zu allen Geschöpfen glaubwürdig verkündet, ist bereit, die Güter der Schöpfung zu schützen, zu pflegen und gerecht zu teilen.“ Und der vatikanische „Umweltminister“ Kardinal Peter K. A. Turkson betonte (ebenfalls beim Renovabis-Kongress): „Die Schöpfung hat eine Bestimmung Gottes, die der Mensch entfalten soll!“ Im christlichen Glauben an die gute Schöpfung Gottes liegt so zugleich ein je zu aktualisierender Handlungsauftrag. Dieser soll in der Renovabis-Aktion des kommenden Jahres – natürlich mit besonderem geographischem Bezug auf unsere Partnerländer im Osten Europas – deutlich werden. So steht die gemeinsame Verantwortung von Christen in Ost und West für den schützenden und sorgsamen Umgang mit den Gütern der Schöpfung im Fokus der Aktion 2011.

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Aktionsmaterial können Sie bei uns online bestellen oder herunterladen.

Veranstaltungen im Rahmen der Pfingstaktion

Reportagen, Video- und Audiobeiträge

Reportagereihe

Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung ­n-ost und Renovabis engagieren sich mit gemeinsamen Artikelreihen für ein differenzierteres Osteuropabild. Zwei Artikelreihen zum Aktionsthema sind für 2011 geplant.

Radiosendung

Gemeinsam mit dem Kölner Domradio wurde am 28. März 2011 eine Sendung zu den Folgen der bislang größten Reaktorkatastrophe und der ethischen Verantwortung gegenüber der Schöpfung ausgestrahlt.

Radiointerview

Interview des Münchner Kirchenradios vom 26. April 2011 mit Joachim Sauer, Ukraine-Referent bei Renovabis, über die Unterstützung von Tschernobyl-Opfern der zweiten Generation.

Fernsehbeitrag

Beitrag zur Veranstaltung in der Katholischen Akademie in der Sendung Kirche in Bayern, Sonntag, 24. April 2011

Um das Video zu sehen, installieren Sie bitte den Adobe Flash Player.

(Sankt Michaelsbund Fernsehredaktion 2011)

Ausstellung: Tschernobyl - Leben in der Sperrzone

Der größte anzunehmende Unfall im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl wurde am 26. April 1986 Realität. Mängel in der Konstruktion des Reaktors und Bedienungsfehler bei einem Versuch hatten die Explosion eines Reaktorblocks zur Folge. Ein großer Teil des radioaktiven Inhalts wurde nach außen geschleudert und gelangte in die Atmosphäre. Die radioaktiven Stoffe verteilten sich hauptsächlich über die Region nordöstlich von Tschernobyl, den Süden Weißrusslands: Etwa sieben Zehntel des Cäsium-Fallouts gingen auf dieses Land nieder.

„Tschernobyl“ gilt als schwerste nukleare Havarie und als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten. Erst 36 Stunden nach dem Unfall wurden die knapp 50.000 Einwohner der drei Kilometer entfernten Stadt Pripjat evakuiert. Bis zum 5. Mai mussten dann auch die Menschen in den Dörfern in einem Umkreis von 30 Kilometern um den Reaktor ihre Häuser verlassen. Als sie ihr Hab und Gut zurückließen, wußten sie nicht, dass es ein Abschied für immer werden würde. Einige alte Menschen kehrten dennoch in ihre Dörfer in der Sperrzone zurück, weil sie in den Plattenbausiedlungen entfernter Städte, in die sie umgesiedelt worden waren, nicht leben wollten.

Die kleine Ausstellung von Renovabis mit Fotos von Br. Korneliusz Konsek SVD zeigt das Leben in der Sperrzone heute.

  • "Hier wohnt der Besitzer"
  • Collage
  • Denkmal vor dem versiegelten Reaktorblock 4
  • Dosimeter
  • Geplünderte Häuser
  • Pripjat
  • Strahlungsmessgeräte
  • Texttafel Nina Rybik
  • Texttafel: Tschernobyl - Leben in der Sperrzone
  • Totengedenktag "Radunica"
  • Vergnügungspark Pripjat
  • Verlassenens Dorf

Sie können die Ausstellung bei uns ausleihen. Es handelt sich um auf Leinwand gedruckte Fotos, die auf Keilrahmen aufgezogen sind. Sprechen Sie uns an:

Sekretariat und Sachbearbeitung Öffentlichkeitsarbeit

Sabine Gampfer, Sachbearbeitung
Renovabis, Domberg 27, 85354 Freising
Tel.: (08161) 5309-49, Fax: (08161) 5309-44
E-Mail: ga@renovabis.de

@renovabis schreibt:

Programmtipp Katholikentag, ab 11 Uhr: Podium zum Thema "Leben mit HIV und #Aids - weltweit und ganz nah", Reiss-Engelhorn-Museen. #kt12
vor 5 Tage 18 Stunden
RT @lerenovabis: Schöne diözesane Aktionseröffnung in Ffm. Danke ans Hedwigs-Team. Spannende Diskussion und Kuchen satt! #Renovabis...
vor 1 Woche 4 Tage
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