Kinder im Osten Europas

Kinder in Mittel-, Ost- und Südosteuropa standen in Mittelpunkt der Renovabis-Pfingstaktion 2012. Unter dem Leitwort „Und er stellte ein Kind in ihre Mitte“ (Markus 9,36) wollten wir zeigen, wie Kinder im Osten Europas leben und mit welchen Projekten Renovabis versucht, ihre Situation zu verbessern.

Themenüberblick

Aktionsthema 2012

Im Leben und Schicksal der Kinder Osteuropas werden die Sorgen ebenso wie die Hoffnungen der Menschen in unseren östlichen Nachbarländern unmittelbar greifbar. Kinder sind immer mittendrin: Sie helfen im Stall beim Füttern, sie sind dabei, wenn gefeiert wird, sie sind genauso dabei, wenn ihre Eltern mit ihnen fliehen müssen. Sie sind betroffen, wenn ihre Eltern nach einer neuen Perspektive in einem Land weiter westlich suchen. Sie sind unschuldig mittendrin, wenn Volksgruppen einander hasserfüllt bekämpfen.

In Mittel-, Ost- und Südosteuropa einschließlich der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion leben 150 Millionen Kinder. Sie stehen für die Zukunft ihrer Länder und werden das Gesicht Europas prägen. Aber allzu oft haben sie wenig Chancen, sich zu entwickeln und ein selbstständiges Leben zu lernen. Renovabis fördert unter anderem Heime und Tagesstätten für Waisen und Straßenkinder, ebenso für Kinder, die unter den Folgen von Arbeitsmigration leiden, den so genannten „Euro-Waisen“. Weiterhin geht es um Integrationsprojekte für Kinder aus gesellschaftlichen Randgruppen und von diskriminierten Minderheiten wie den Roma. Unterstützt werden auch Sozialeinrichtungen und Heime für behinderte Kinder oder pastorale Kinder- und Jugendzentren. Religiöse Erfahrungen vermitteln die Projektpartner von Renovabis durch eigens geprägte Freizeiten, die „Ferien mit Gott“. Ebenso werden Schulen und Bildungseinrichtungen mit besonderem Profil gefördert wie auch Beratungsangebote für Eltern in Familienzentren.

Fotos

Info » Rumänien
Info » Ungarn
Info » Rumänien
Info » Bulgarien
Info » Republik Moldau
Info » Weißrussland
Info » Ungarn
Info » Rumänien
Info » Litauen
Info » Weißrussland
Info » Kirgisistan
Info » Russland

Materialien zur Pfingstaktion

Sie können das Material über unseren Vertriebspartner, die ­MVG (MVG Medienproduktion und Vertriebsgesellschaft, Aachen), bestellen oder hier herunterladen:

Reportagereihe: „Euro-Waisen, Ministars und Schmuddelkinder“

Eine Renovabis und n-ost gemeinsam produzierte Artikelreihe mit acht Reportagen zum Thema Kinder in Osteuropa.

  1. 2. Mai 2012: Auf die Straße gestellt - Überall auf der Welt werden Kinder zur Prostitution gezwungen – auch im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Die Sex-Touristen kommen aus Deutschland. Ein Feature von ­n-ost-Korrespondentin Barbara Breuer, Berlin/Cheb. Fotos: Barbara Breuer, n-ost
  1. 30. Mai 2012: Tiki-Taka an der Weichsel - An der FCB Escola Varsovia, einer spanischen Fußballschule in Warschau, trainieren Nachwuchstalente zwischen sechs und zwölf Jahren „Tiki-Taka“, das berühmte Kurzpassspiel des FC Barcelona. Ein Feature über die neue polnische Mittelschicht von ­n-ost-Korrespondent Uli Räther, Warschau, mit Fotos von Marta Kusmierz.
  2. 1. Juni 2012: Siegen lernen mit Cha-Cha-Cha - Die meisten osteuropäischen Länder feiern am 1. Juni Kindertag, darunter auch Lettland. Wie zu Sowjetzeiten wird in dem baltischen Staat der Leistungsgedanke groß geschrieben. Viele Kinder trainieren in Tanzschulen Cha-Cha-Cha und Walzer, so auch die elfjährige Sascha und ihr Tanzpartner Igor: Tanzen lernen, heißt siegen lernen. Ein Feature von ­n-ost-Korrespondentin Birgit Johannsmeier (Riga), mit Fotos von Janis Mednis.
  3. 21. Juni 2012: Scheinbar perfekte Familien - Die Familien Berindea in Rumänien und Malarski in Polen teilen das gleiche Schicksal: Wenn die Eltern in einem westlichen EU-Land Geld verdienen, bleiben ihre Kinder zu Hause zurück. Die „Eurowaisen“ – Kehrseite eines geeinten Europas. Ein Feature von den ­n-ost-Korrespondenten Laura Capatana Juller (Bukarest) und Markus Nowak (Warschau), Fotos: Laura Capatana Juller, Markus Nowak
  4. 5. Juli 2012: Glückskind Lajos - Der 13-jährige Lajos ist mit drei Geschwistern in einer Roma-Siedlung im Osten Ungarns aufgewachsen. Dann wurde Lajos plötzlich für den Film entdeckt: Im Drama „Nur der Wind“ von Bence Fliegauf spielt er die Hauptrolle. Er war sogar auf der Berlinale, wo der Streifen den Silbernen Bären gewann. n-ost hat Lajos ein knappes halbes Jahr später zu Hause besucht. Eine Reportage von n-ost-Korrespondent Silviu Mihai (Szolnok/Berlin), mit Fotos von Dagmar Gester (n-ost).
  5. 11. Juli 2012: Eine Schule für den Frieden - Wie lehrt man Kinder Frieden, wenn unter Erwachsenen noch viel Misstrauen herrscht? Auch 17 Jahre nach Kriegsende werden bosnische Schüler unterschiedlicher Ethnien oft noch getrennt voneinander unterrichtet. Eine kleine Schule im Norden des Landes dagegen geht mit gutem Beispiel voran. Ein Feature von ­n-ost-Korrespondentin Rayna Breuer, Kotorsko, mit Fotos von Denis Ruvic (n-ost).
  6. 22. August 2012: Abgeschoben in eine fremde Heimat - Sie leben seit 15 oder 20 Jahren in Deutschland – und dennoch werden jedes Jahr hunderte Roma gezwungen in den Kosovo zurückzukehren. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland aufgewachsen oder gar geboren sind, ist die Abschiebung oft ein traumatischer Schock. Ein Feature von ­n-ost-Korrespondent Dirk Auer (Gjakova), mit Fotos von Hannes Jung (n-ost).
  7. 11. September 2012: Die Erben des Kalten Krieges - Im kasachischen Semipalatinsk erprobte die Sowjetunion einst ihre Atomwaffen. Unter den Folgen der Nukleartests leiden vor allem auch die Kinder in der Region bis heute. Sie werden mit teils schweren Behinderungen geboren, viele erkranken an Krebs. Die Konsequenzen tragen in erster Linie die Familien, die staatliche Unterstützung für Behinderte ist minimal. Fotos und Feature von ­n-ost-Korrespondentin Edda Schlager, Semipalatinsk (n-ost).

Video

Um das Video zu sehen, installieren Sie bitte den Adobe Flash Player.

Für Kinderprojekte spenden

Gemeinsam wachsen: Förderung einer integrativen Schule in Litauen

Was die Integration von Kindern mit Behinderung angeht, ist in Litauen die von Renovabis geförderte Versme-Schule Vorreiter: Schwestern und Lehrer kümmern sich liebevoll um die Kinder. Jedes wird so betreut und gefördert, dass es bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten hat. Helfen Sie mit ihrer Spende, das Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen und sich entfalten können.

Kinderzentren der Caritas in Westsibirien - Hilfe für Kinder in Not

Für Kinder aus dysfunktionalen Familien hat die Caritas in Westsibirien das Konzept der Kinderzentren entwickelt. Weil diesen Kindern elterliche Fürsorge fehlt und sie zudem in hohem Masse physischer, psychischer und emotionaler Gewalt ausgeliefert sind, erhalten sie in den Kinderzentren eine pädagogische und therapeutische Langzeitbegleitung.

Inhalt erstellt: 30. Januar 2012, zuletzt geändert: 04. September 2013