Gottes Schöpfung: uns anvertraut!

Der Raubbau an der Natur in der Zeit des Kommunismus in Osteuropa stand dem der freien Marktwirtschaften des Westens kaum nach, mancherort geschah er sogar noch rücksichtsloser, wovon sich manche Regionen im Osten Europas bis heute nicht erholt haben. Transformationsprozesse und wirtschaftlichen Aufholbemühungen bewirken ein Übriges und tragen weiter zur Ausbeutung von Ressourcen und zur Schädigung der Umwelt bei. In der Projektzusammenarbeit in Mittel-, Ost- und Südosteuropa spürt Renovabis zunehmend, dass auch im Bewusstsein unserer kirchlichen Partner die Verantwortung gegenüber der Schöpfung höheren Stellenwert bekommt. Das hängt natürlich mit der genaueren Wahrnehmung wachsender Umweltprobleme zusammen, vielleicht aber auch mit dem größeren Gewicht, den jüngste lehramtliche Aussagen dem Thema gegeben haben, wie etwa die Worte von Papst Benedikt XVI.:

„Die Kirche hat eine Verantwortung für die Schöpfung und muss diese Verantwortung auch öffentlich geltend machen“ (Enzykl. CARITAS IN VERITATE Nr. 51) – oder – „Wenn Du den Frieden willst, bewahre die Schöpfung.“ (Botschaft zum Weltfriedenstag 2010).

Themenüberblick

Aktionsthema 2011

Renovabis hat 2011 die „Bewahrung der Schöpfung“ in den Fokus der Pfingstaktion gestellt - nicht nur im Sinne moralischer Appelle zum Schutz der Umwelt, sondern auch in der Absicht, „Kernaussagen des Schöpfungsglaubens in unsere Zeit zu übersetzen“ (so Prof. Dr. Markus Vogt beim Renovabis-Kongress 2010).

Vogt: „Wer die Liebe Gottes zu allen Geschöpfen glaubwürdig verkündet, ist bereit, die Güter der Schöpfung zu schützen, zu pflegen und gerecht zu teilen.“

Und der vatikanische „Umweltminister“ Kardinal Peter K. A. Turkson betonte (ebenfalls beim Renovabis-Kongress): „Die Schöpfung hat eine Bestimmung Gottes, die der Mensch entfalten soll!“ Im christlichen Glauben an die gute Schöpfung Gottes liegt so zugleich ein je zu aktualisierender Handlungsauftrag. Dieser soll in der Renovabis-Aktion mit Bezug auf unsere Partnerländer im Osten Europas deutlich werden. So stand die gemeinsame Verantwortung von Christen in Ost und West für den schützenden und sorgsamen Umgang mit den Gütern der Schöpfung im Fokus.

Materialien zur Pfingstaktion

(folgt)

Reportagen, Video- und Audiobeiträge

Reportagereihe

Reportagereihe des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung ­n-ost anlässlich des 25. Jahrestags von Tschernobyl.

Audiobeiträge

Gemeinsam mit dem Kölner Domradio wurde am 28. März 2011 eine Sendung zu den Folgen der bislang größten Reaktorkatastrophe und der ethischen Verantwortung gegenüber der Schöpfung ausgestrahlt.

Radiointerview

Interview des Münchner Kirchenradios vom 26. April 2011 mit Joachim Sauer, Ukraine-Referent bei Renovabis, über die Unterstützung von Tschernobyl-Opfern der zweiten Generation.

Fernsehbeitrag

Beitrag zur Veranstaltung in der Katholischen Akademie in der Sendung Kirche in Bayern, Sonntag, 24. April 2011

Um das Video zu sehen, installieren Sie bitte den Adobe Flash Player.

(Sankt Michaelsbund Fernsehredaktion 2011)

Ausstellung: Tschernobyl - Leben in der Sperrzone

Der größte anzunehmende Unfall im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl wurde am 26. April 1986 Realität. Mängel in der Konstruktion des Reaktors und Bedienungsfehler bei einem Versuch hatten die Explosion eines Reaktorblocks zur Folge. Ein großer Teil des radioaktiven Inhalts wurde nach außen geschleudert und gelangte in die Atmosphäre. Die radioaktiven Stoffe verteilten sich hauptsächlich über die Region nordöstlich von Tschernobyl, den Süden Weißrusslands: Etwa sieben Zehntel des Cäsium-Fallouts gingen auf dieses Land nieder.

„Tschernobyl“ gilt als schwerste nukleare Havarie und als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten. Erst 36 Stunden nach dem Unfall wurden die knapp 50.000 Einwohner der drei Kilometer entfernten Stadt Pripjat evakuiert. Bis zum 5. Mai mussten dann auch die Menschen in den Dörfern in einem Umkreis von 30 Kilometern um den Reaktor ihre Häuser verlassen. Als sie ihr Hab und Gut zurückließen, wußten sie nicht, dass es ein Abschied für immer werden würde. Einige alte Menschen kehrten dennoch in ihre Dörfer in der Sperrzone zurück, weil sie in den Plattenbausiedlungen entfernter Städte, in die sie umgesiedelt worden waren, nicht leben wollten.

Ausstellung

Fotos von Br. Korneliusz Konsek SVD zeigen das Leben in der Sperrzone heute.

  • "Hier wohnt der Besitzer"
  • Collage
  • Denkmal vor dem versiegelten Reaktorblock 4
  • Dosimeter
  • Geplünderte Häuser
  • Pripjat
  • Strahlungsmessgeräte
  • Texttafel Nina Rybik
  • Texttafel: Tschernobyl - Leben in der Sperrzone
  • Totengedenktag "Radunica"
  • Vergnügungspark Pripjat
  • Verlassenens Dorf

Kontakt

Sie können die Ausstellung (auf Leinwand gedruckte Fotos) bei uns ausleihen. Sprechen Sie uns an:

Sachbearbeitung
Öffentlichkeitsarbeit

Sabine Gampfer
Renovabis, Domberg 27,
85354 Freising
Tel.: (08161) 5309-49,
Fax: (08161) 5309-44
E-Mail: ga@renovabis.de