Samstag, 30. März

Dann sehe ich Tanja - Onda vidim Tanju

01:10 Uhr, arte (35 Minuten)

Kurzfilm

Der 16-jährige Zeljko und sein jüngerer Bruder müssen alleine zurechtkommen, seit ihre Mutter im Krankenhaus ist. Aber Zeljko hat eine Idee, wie er das Leben zum Besseren wenden möchte.

Seit ihre Mutter ins Krankenhaus eingeliefert worden ist, leben der 16-jährige Zeljko und sein kleiner Bruder alleine. Keine einfache Situation, aber Zeljko hat sich zwei Ziele gesetzt: Erstens muss er unbedingt den Mut aufbringen, Tanja anzusprechen. Und zweitens muss er Geld auftreiben, um eine Perücke für seine Mutter zu kaufen - keine billige, sondern eine aus echtem Menschenhaar. Wenn ihm das gelingt, da ist er sicher, wird alles besser. „Dann sehe ich Tanja“ wurde aus Fotografien erschaffen und erzählt aus der Perspektive des Protagonisten eine Geschichte voller Hoffnung. Juraj Lerotic, Jahrgang1978, wurde in Kiel geboren. 2001 machte er seinen Abschluss an der philosophischen Fakultät der Universität von Zadar (Kroatien), mit dem Hauptfach Vorschulerziehung. Momentan studiert er Film- und Fernsehregie an der Akademie für Schauspielkunst in Zagreb.

Am helllichten Tag

04:05 Uhr, 3sat (45 Minuten)

Dokumentation

In Basel streckt die Kosovarin Salihe im Jahr 2000 auf offener Straße ihren Schwiegersohn nieder. Er hatte seine 17-jährige Ehefrau eingeschlossen und gepeinigt. Das Gericht verurteilt Salihe zu sechseinhalb Jahren Gefängnis, sieht aber von einer Landesverweisung ab. Als Salihe im Juni 2004 vorzeitig entlassen wird, beschließt die Fremdenpolizei jedoch ihre Ausweisung. Salihe lebt in Pristina, der Hauptstadt von Kosovo - ohne Familie, ohne Freunde, ohne Arbeit und in steter Angst vor der Rache der Opferfamilie. Der Basler Anwalt und Justizkritiker Peter Zihlmann schreibt ein Buch über ihr Schicksal und kämpft dafür, dass Salihe wieder in die Schweiz einreisen darf. Es entsteht eine breite Solidaritätsbewegung. Zehn Jahre nach der Tat und gut fünf Jahre nach Salihes Ausweisung verfügt die Fremdenpolizei überraschend, dass Salihe in die Schweiz zurückkehren darf. Die Dokumentation „Am helllichten Tag“ zeichnet den Fall nach.

Kein schöner Land - Budapest

15:15 Uhr, SWR (45 Minuten)

Musiksendung

Lieder, Landschaften, Musikanten Budapest gilt nicht zu Unrecht als das Paris des Ostens. Die ungarische Hauptstadt ist eine Metropole von ungewöhnlicher Schönheit: Die Fischerbastei, das Parlamentsgebäude und das Opernhaus sind nur einige Beispiele beeindruckender Baukunst.

Weltberühmt ist Budapest natürlich auch für seine Musik. Der Czardas und die Zigeunergeigen haben schon so manchen dahinschmelzen lassen. Und außer in Wien sind in keiner anderen Stadt so viele Operetten entstanden.

Monika Vásári, Tibor Szolnoki, Zsuzsanna Csonka und Victor Leblanc werden die Melodien in der Sendung erklingen lassen, die der Zuschauer mit Budapest verbindet. Außerdem zeigen feurige Zigeuner-Ensembles und farbenprächtige Tanzgruppen, schmissige Blaskapellen und ansehnliche Solisten, dass sie die nötige Paprika im Blut haben.

„Kein schöner Land“-Moderator Günter Wewel wird zwei prominente Gäste begrüßen, die wie der Erzherzog Georg von Habsburg für das alte Ungarn und der Politiker Gyula Horn für das neue Ungarn stehen. Und wie gewohnt trägt auch Günter Wewel mit seinem unverwechselbaren Gesang dazu bei, dass die Zuschauer von Budapest begeistert sein werden.

Paprika - Ungarns rotes Gold

16:00 Uhr, SWR (45 Minuten)

Dokumentation

„Wenn du Paprika hast, hast du alles“ heißt es in einem ungarischen Sprichwort. Kaum eine andere Frucht, kann sich mit so vielen Sorten und Varietäten präsentieren wie der Paprika. Seinen Ursprung hat die Pflanze, deren Frucht wegen ihrer Farbe „das rote Gold“ genannt wird, in Südamerika. Die feuerrote Schote gelangte auf abenteuerlichem Weg im 16.Jahrhundert nach Ungarn. Hier herrschte ein Klima, wie es die Pflanze liebt: fruchtbare Feuchtigkeit und lange heiße Sommer.

Er wurde rasch beliebt bei Bauern, Fischern und Hirten. Lange bevor der Paprika Einzug in deutsche Kochbücher hielt, rieben die Hirten auf der Puszta ihren Speck schon mit Paprikapulver ein. Die Bauern brannten Paprikaschnaps gegen Malariafieber und Magenweh und setzten Paprikapflaster auf Wunden und Geschwüre. Systematische Forschung stellte den medizinischen Nutzen der Pflanze fest. 1933 machte Dr. Albert Szent Györgyi eine revolutionäre Entdeckung: Vitamin C im Paprikafleisch. Dafür wurde er mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Zwei Anbauzentren bildeten sich in der ungarischen Tiefebene heraus und sind bis heute geblieben: bei Szeged an der Theiss und bei Kalocsa an der Donau. Der Film zeigt, wie der Gemüse- und der Gewürzpaprika herausgezüchtet und die Frucht zum Grundnahrungsmittel der Ungarn wurde.

Heute ist der Paprika und vor allem das Paprikapulver eines der wichtigsten Exportartikel des Landes.

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

16:45 Uhr, SWR (15 Minuten)

Durmitor Nationalpark, Montenegro - Dokumentation

Schroffe, von Gletschern und Verkarstung gezeichnete Gipfel, Hochalmen und Urwälder prägen eine Berglandschaft ganz im Norden der Republik Montenegro: das Durmitor-Massiv.

Eingebettet in die Berge liegen Gletscherseen und Karstschlunde, Quellen und Bäche, Flüsse tosen in wilden, unzugänglichen Tälern. Der Name Durmitor stammt wohl aus dem Keltischen und bedeutet: „Berge der vielen Wasser“.

Bis zu 1.300 Meter tief hat sich der Tara-Canyon in die Berglandschaft gegraben, Europas vielleicht ursprünglichstes Flusstal und nach dem Grand Canyon die zweittiefste Schlucht der Welt. Der Film begleitet eine Floßfahrt entlang der Tara und beobachtet den Alltag einer Hirtin, die den Sommer auf den Hochweiden des Durmitor verbringt. Er stellt mit dem Durmitor-Nationalpark eine einzigartige Naturlandschaft vor, die von der Unesco 1980 in ihre Welterbeliste aufgenommen wurde.

Polen: Leben hinter Klostermauern

18:00 Uhr, MDR (15 Minuten)

Film

Ohne Fernseher und Handy, einfach nur die Stille genießen. So oder so ähnlich geht es immer mehr Menschen, die regelrecht ausgehungert sind nach ein paar stillen Momenten. So sind derzeit Orte der Spiritualität und der Besinnung gefragt: Voll im Trend liegen dabei Klöster, sie erfahren gerade zu Krisenzeiten eine regelrechtes Revival. Auch im wohl katholischsten Land Europas, in Polen, bieten sie die Möglichkeit, in eine Welt fernab von Lärm und Hektik einzutauchen. Wir besuchen das älteste Kloster in Polen, die Abtei Tynec, wo 40 Mönche nach den Regeln des Hl. Benedikt leben, und treffen auf Gäste, die sich eine Auszeit im Kloster gönnen.

Mit offenen Karten - Polen, mitten in Europa

19:00 Uhr, arte (15 Minuten)

Magazin

Jede Woche liest Jean-Christophe Victor „die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt“ aus detaillierten geografischen Karten. Sein Credo: „Die Karten zum Sprechen bringen.“ Und das beherrscht er wie kein anderer - in seiner Sendung „Mit offenen Karten“, jeweils samstags gegen 19.00 Uhr.

Im Sommer 2012 richtete Polen zusammen mit der Ukraine die Fußballeuropameisterschaft aus und gab das Bild eines aufgeschlossenen, zukunftsoffenen Landes. Im krisengebeutelten Europa steht Polen erfolgreich da: Von der Rezession unberührt, holte es auf und sicherte sich seinen Platz unter den „Großen“ der europäischen Bühne. „Mit offenen Karten“ analysiert die Mechanismen des polnischen Aufstiegs auf der wirtschaftlichen wie auf der diplomatischen Seite.

Das Magazin „Mit offenen Karten“ bietet immer samstags gegen 19.00 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin.

natur exclusiv - Ungarn - Wildnis zwischen Donau und Theiß

19:00 Uhr, Bayerisches Fernsehen (45 Minuten)

Dokumentation

Ob in der Puszta oder am Plattensee, ob an der Donau oder an der Theiß - in wunderschönen Bildern begleitet Filmautor Zoltán Török Fischotter und Seeadler, Kraniche und Rotwild und zeigt, wie außergewöhnlich und vielfältig die Natur Ungarns ist.

In Ungarn, einem Land kaum größer als Österreich, leben Menschen und Tiere auf engstem Raum beisammen. Doch vielerorts hat sich die Natur ihre Ursprünglichkeit bis heute bewahrt. Geprägt wird Ungarn von den großen Flüssen Donau und Theiß und der Puszta, der weiten ungarischen Grassteppe. Regelmäßig im Jahr kommt es zu Überschwemmungen, dann wird die Puszta für Wildgänse und rastende Kraniche zum Paradies. In den Auwäldern, die die Flüsse säumen, stellen Fischer ihre Reusen und hoffen auf einen reichen Fang - Welse, Hechte, Brachsen und Karpfen. In dieser einmaligen Kulturlandschaft fühlen sich Seeadler und Fischotter wohl. Die Gewässer bieten so viel Nahrung und Schutz, dass in Ungarn über 10.000 Fischotter leben, mehr als irgendwo sonst in Europa.

Filmemacher Zoltán Török wirft einen liebevollen Blick auf sein Heimatland. Er begleitet Hirten, die bis heute in traditionellen Trachten Graurinder hüten, zeigt Seeadler bei der Aufzucht ihrer Jungen und folgt Rapfen, mit Karpfen verwandten Fischen, vom Plattensee bis in ihre Laichgebiete. Im Hochsommer ist die Balz der Eintagsfliegen ein besonderes Schauspiel: Für wenige Stunden im Jahr schlüpfen die filigranen Insekten und tanzen elfengleich im Sonnenlicht - gejagt von Uferschwalben, die zu Hunderten in der Steilwand der Theiß brüten. Ungarns malerische Wildnis durchläuft einen permanenten Wandel. Wer sich daran anpasst, hat ein Paradies gefunden.

Sonntag, 31. März

Anna Karenina

00:00 Uhr, Bayerisches Fernsehen (100 Minuten)

Spielfilm

Moskau, 1880: Anna Karenina, die Frau eines hohen russischen Regierungsbeamten, verliebt sich in den jungen Offizier Graf Wronski. Bald beginnen beide eine Affäre. Als Anna von Wronski schwanger wird, ihr Ehemann jedoch die Scheidung verweigert, verliert sie das Kind. Nach schwerer Krankheit flieht Anna mit ihrem Geliebten nach Italien. Als beide wieder nach Russland zurückkehren, um ihre Beziehung zu legitimieren, stellen sie fest, dass die höhere Gesellschaft ihnen den Skandal nicht verzeiht.

Im Winter 1880 reist die Adlige Anna Karenina von St. Petersburg nach Moskau und lernt auf der Reise die Gräfin Wronskaja und deren Sohn Graf Alexej Wronski kennen. Der Kavallerieoffizier verliebt sich auf der Stelle in die bezaubernde, jedoch verheiratete Frau. Auch Anna empfindet etwas für Wronski, will jedoch ihren achtjährigen Sohn Serjoscha nicht verlassen, selbst wenn dies bedeutet, bei ihrem ungeliebten Ehemann Alexej Karenin zu bleiben. Als Wronski ihr nach St. Petersburg folgt, gibt sie schließlich seinem Werben nach und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit ihm. Als Anna ihrem Mann schließlich gesteht, von Wronski schwanger zu sein und ihn um die Scheidung bittet, verweigert er diese. Anna erleidet eine Fehlgeburt, die sie nur mit Not überlebt. Als sie wieder genesen ist, folgt sie Wronski nach Italien. Doch bald zieht es ihren Geliebten wieder nach Russland, wo er endlich ihre Verbindung legitimieren will. Doch die höhere Gesellschaft will dem Paar den Fehltritt nicht verzeihen.

Über ein Dutzend Mal ist Leo Tolstois gleichnamiger Roman über eine Frau, die an dem Druck der Gesellschaft zugrunde geht, verfilmt worden. Greta Garbo, Vivian Leigh und Tatjana Samoilowa gaben Anna Karenina ein Gesicht. In der werkgetreuen Verfilmung des Briten Bernard Rose übernahm 1997 die Französin Sophie Marceau die Rolle. Der authentische Film wurde komplett in Russland gedreht, u. a. an Originalschauplätzen in Moskau und St. Petersburg. Die aufwendige und detailgetreue Ausstattung erweckt das Leben im zaristischen Russland mit Hunderten Statisten anschaulich zum Leben. In einigen Sequenzen kamen sogar historische Züge aus dieser Ära zum Einsatz, die in Russland und Finnland gefunden wurden.
„Sei es nun Schauspieltalent oder mütterlicher Instinkt, Sophie Marceau beeindruckt gerade in Momenten, in denen Isolation und Kummer Anna Karenina zu überwältigen drohen.“ (Cinema)

Kleider und Leute - Tadschikistan

05:10 Uhr, arte (30 Minuten)

Dokumentationsreihe

Zeige mir, was Du anhast, und ich sage Dir, wer Du bist - die Reihe „Kleider und Leute“ befasst sich mit Bekleidungstraditionen aus aller Welt. Dabei wird deutlich gemacht, dass Kleidung einen Ausdruck persönlicher und kollektiver Individualität darstellt.

Die aktuelle Folge berichtet über die Symbolik der traditionellen Kleider der Tadschiken und über den Einfluss westlicher Kleidung vor allem auf die Jugend des Landes. In Tadschikistan tragen die Frauen glänzende Gewänder, um sich vor bösen Geistern zu schützen. Ihre Haare gelten als nationales Kulturgut, vor allem lange Zöpfe lassen die Tadschiken ins Schwärmen geraten. Lange Schnurrbärte hingegen sind ebenso wie Goldzähne an der Universität gesetzlich verboten.

T-Shirts mit dem Aufdruck „Tadschikistan“ zeugen von einem starken Patriotismus der Tadschiken, der vom Regime wohlweislich unterstützt wird. Und dass die Regierungsform im Grunde ein Sultanat ist, verrät der goldbestickte Mantel des Präsidenten. Tadschiken lieben übrigens moldawische Pantoffeln, auf die es 30 Tage Garantie gibt, und Polohemden mit aufgestelltem Kragen, denn die symbolisieren die moderne Manneskraft.

Ostern im Kaukasus - Eine Frühlingsreise nach Georgien

08:30 Uhr, NDR Fernsehen (30 Minuten)

Film

Rosa Kirschblüten schimmern zart im Sonnenlicht vor einer düsteren Kirchenruine - Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, zur schönsten Jahreszeit, im Frühling. Ein Filmteam begleitet Georgi Kobachidze, einen jungen Lehrer, der mit seiner siebenköpfigen Familie das Fest aller Feste feiert: Ostern. Für die Kobachidzes ist das der Höhepunkt des Jahres, wie für alle gläubigen Georgier. Auf den täglichen Reisen zwischen dem kleinen Dorf Kareli, in dem Georgis Familie lebt, und der Hauptstadt Tiflis, in der der junge Georgier arbeitet, kann man die schneebedeckten Gipfel des Großen Kaukasus bewundern und das frische Grün der Wiesen nach dem Winterschlaf.

Das Team lernt uralte georgische Traditionen kennen, begegnet Menschen, die eine einzigartige Sprache sprechen. Eine Sprache, die mit keiner anderen Sprache der Welt verwandt ist. In einem Land, in dem die christliche Orthodoxie eine Art Staatsreligion ist, wird Ostern wie ein Nationalfeiertag begangen. Und wenn die Weidenzweige am Palmsonntag alle Plätze und Straßen säumen, vergisst man für einen Moment, dass hier noch vor wenigen Jahren ein blutiger Krieg geführt wurde.

Wie leben die Georgier heute? Welche Sorgen und Träume haben sie, und wie bewältigen sie ihren Alltag? Der Autor und sein Team feiern mit den Menschen in Georgien Ostern mit tiefem georgischen Männergesang und kleinen Alltagsgeschichten, die witzig sind - und melancholisch zugleich.

Spejbl & Hurvinek - Das Comeback

16:05 Uhr, MDR (25 Minuten)

Film

Das Marionetten-Duo Spejbl und Hurvinek sind Tschechiens berühmteste Holzköpfe. Mit Wortwitz und groteskem Humor führen der stets überforderte Vater und sein durchtriebener Sohn den Alltag ad absurdum. Auch in der DDR hatte das Duo viele Fans quer durch alle Generationen, wer erinnert sich nicht an die Auftritte bei „Showkolade“ oder „Ein Kessel Buntes“?

Während die Kult-Clowns in Prag nach wie vor das Publikum begeistern, wurde es in Deutschland nach der Wende ruhig um sie. Höchste Zeit also für ein Comeback der beiden! Ab April werden Spejbl und Hurvinek regelmäßig im neue MDR-Magazin „Heute im Osten“ mit der „Prager Botschaft“ für Spaß und Denkanstöße sorgen. Zusammen mit der „Heute im Osten“-Moderatorin Kamilla Senjo und Prominenten wie Henry Maske sowie Uwe Steimle erinnern wir daher nochmals an die größten Erfolge des unzertrennlichen Duos, vorausgesetzt, dass Spejbl und Hurvinek uns überhaupt zu Wort kommen lassen.

Fernweh - SlowenienSpejbl & Hurvinek - Das Comeback

16:15 Uhr, Bayerisches Fernsehen (30 Minuten)

Reisereportage

Slowenien - alpenländische Ruhe, malerische Dörfer und die Hinterlassenschaft der Habsburger Slowenien, das kleine Land zwischen Österreich, Ungarn, Italien und Kroatien hat viel zu bieten. Im Norden die Berge, im Süden das Meer, im Osten der Wein mit der ältesten Rebe der Welt und Städte, die geprägt sind von der 600 Jahre währenden Herrschaft der Habsburger. Slowenien ist auch die Heimat der Lipizzaner und verfügt über eine imposante unterirdische Welt der Tropfsteinhöhlen. Es ist ein Land der Postkartenmotive, in dem Moderne und Geschichte wunderbar harmonieren. Keine Spur mehr von der sozialistischen Vergangenheit, als Slowenien ein Teil Jugoslawiens war.

Ostern im Kaukasus - Eine Frühlingsreise nach Georgien

16:30 Uhr, MDR (45 Minuten)

Film

Rosa Kirschblüten schimmern zart im Sonnenlicht vor einer düsteren Kirchenruine. Wir sind in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens zur schönsten Jahreszeit, im Frühling. Hier begleiten wir Georgi Kobachidze, einen jungen Lehrer, der mit seiner siebenköpfigen Familie das Fest aller Feste feiert: Ostern. Für die Kobachidzes ist das der Höhepunkt des Jahres, wie für alle gläubigen Georgier.

Auf den täglichen Reisen zwischen dem kleinen Dorf Kareli, in dem Georgis Familie lebt und der Hauptstadt Tiflis, in der der junge Georgier arbeitet, bewundern wir schneebedeckte Gipfel des Großen Kaukasus und das frische Grün der Wiesen nach dem Winterschlaf. Wir lernen uralte georgische Traditionen kennen, begegnen Menschen, die eine einzigartige Sprache sprechen, eine Sprache, die mit keiner anderen Sprache der Welt verwandt ist. In einem Land, in dem die christliche Orthodoxie eine Art Staatsreligion ist, wird Ostern wie ein Nationalfeiertag begangen. Und wenn die Weidenzweige am Palmsonntag alle Plätze und Straßen säumen, vergisst man für einen Moment, dass noch vor wenigen Jahren hier ein blutiger Krieg geführt wurde.

Wie leben die Georgier heute? Welche Sorgen und Träume haben sie und wie bewältigen sie ihren Alltag? Wir erleben die längste Autobahnfleischtheke der Welt und probieren den selbstgemachten georgischen Rotwein.

Burgenland Polen

16:55 Uhr, WDR (45 Minuten)

Film

Um die gotische Festung Czocha, das polnische „Neuschwanstein“ im Riesengebirge, ranken sich viele Geheimnisse und Legenden. Bis heute sind noch nicht alle Geheimgänge der Anlage entdeckt, ein Hauch von Vergessen umweht die Mauern. Nur ein Schloss der zahlreichen prunkvollen Bauten, der Burgen und Fürstenhöfe, die Polens idyllische Landschaften prägen und von der bewegten Geschichte des Landes erzählen. ARD-Polen Korrespondent Ulrich Adrian besucht die schönsten und schrillsten Bauwerke und begibt sich dabei auf eine Zeitreise.

Auf der Ordensburg Gniew, im Nordosten des Landes, ist die Geschichte wieder zu neuem Leben erwacht. Hier wird ständig geprobt für die einmal im Jahr stattfindende Nachinszenierung der letzten großen Ritterschlacht Europas: Deutscher Orden gegen das Königreich Polen-Litauen in Grunwald. Mitten drin: Jacek Struczynski, ein echter Ritter. Er gehört mehreren Ritter-Orden an und scherzt nicht, wenn er von sich behauptet, dass er ritterliche Tugenden pflege. Dazu gehören für ihn zum Beispiel Mannhaftigkeit, Gerechtigkeit und Glaube.

Etwas weniger ritterlich, dafür aber nicht weniger auffällig ist das Zuhause von Piotr Kazimierczak. Sein Schloss-Neubau im pommerschen Lapalice ist eine der spektakulärsten polnischen Investitionen der letzten dreißig Jahre. Das noch im Rohbau befindliche Schloss ist eine Sensation europäischen Ausmaßes, denn es wurde ohne Baugenehmigung errichtet. Später, wenn der Bau fertig ist, will der Schlossherr darin seine Stilmöbel ausstellen, die er als gelernter Tischlermeister herstellt. Das Schloss hat jetzt schon eine Größe von 5.000 Quadratmetern Grundfläche, einige Dutzend Türmchen, einen Ballsaal und ein Schwimmbad. „Burgenland Polen“ ist eine Reise voller traumhafter Bilder, es zeigt die markantesten Schlösser und Burgen Polens und auch die Menschen die darin arbeiten und leben.

Dienstag, 02. April

Neue Heimat Deutschland - Ausländer verzweifelt gesucht

06:30 Uhr, Bayerisches Fernsehen (30 Minuten)

Film

Über 50 Prozent der erwerbstätigen Ausländer in München arbeiten im Dienstleistungssektor: in der Gastronomie und Hotelerie, dem Reinigungsgewerbe oder im Gesundheitswesen. Der Film begleitet vier Migranten in ihrem Alltag: Kapesa Malunda, Bäckereibesitzer aus dem Kongo, putzt in einem Münchner Hotel; Melaku H-Wold aus Äthopien studierte in der Ukraine Pharmazie und arbeitet heute bei der Münchner Straßenreinigung; Metin Özturk, kurdischer Journalist aus der Türkei, reinigt OP-Geräte im Klinikum Großhadern und Sebira Kara, Bürgerkriegsflüchtling aus Bosnien mit amerikanischem Pass, studierte Tiermedizin, arbeitet in der Altenpflege und versucht bereits zum zweiten Mal in Deutschland heimisch zu werden.

Estland - Der Ernst des Lebens

07:00 Uhr, arte (60 Minuten)

Dokumentation

Vier Kinder in verschiedenen Orten Estlands begleitet die Dokumentation bei ihrem Eintritt ins Schulleben. Ein Jahr lang beobachtet die Kamera die Kinder, hält ihre unterschiedlichen Entwicklungen fest und wirft einen Blick auf den Alltag estnischer Familien.

Joonas, Karit, Doris und Fred sind sieben Jahre alt und gerade eingeschult worden. Das ist - wie überall auf der Welt - ein einschneidendes Ereignis im Leben von Kindern und deren Eltern. An ganz unterschiedlichen Orten in Estland besuchen die Vier jeweils ganz unterschiedliche Schulen. Und jedes dieser Kinder besitzt seine ganz eigene Persönlichkeit. Doch sie alle müssen sich an ihr neues Leben gewöhnen: Sie müssen früh aufstehen, Hausaufgaben machen und ihren Platz in der jeweiligen Schulklasse finden. Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation die vier Kinder und ihre Familien. Dabei verschafft sie nicht nur einen Einblick in die Persönlichkeitsentwicklung der Erstklässler, sondern auch in das Alltagsleben in Estland.

Mit offenen Karten - Polen, mitten in Europa

09:20 Uhr, arte (15 Minuten)

Magazin

Jede Woche liest Jean-Christophe Victor „die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt“ aus detaillierten geografischen Karten. Sein Credo: „Die Karten zum Sprechen bringen.“ Und das beherrscht er wie kein anderer - in seiner Sendung „Mit offenen Karten“, jeweils samstags gegen 19.00 Uhr.

Im Sommer 2012 richtete Polen zusammen mit der Ukraine die Fußballeuropameisterschaft aus und gab das Bild eines aufgeschlossenen, zukunftsoffenen Landes. Im krisengebeutelten Europa steht Polen erfolgreich da: Von der Rezession unberührt, holte es auf und sicherte sich seinen Platz unter den „Großen“ der europäischen Bühne. „Mit offenen Karten“ analysiert die Mechanismen des polnischen Aufstiegs auf der wirtschaftlichen wie auf der diplomatischen Seite.

Das Magazin „Mit offenen Karten“ bietet immer samstags gegen 19.00 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin.

Gipfel der Genüsse - Die Hohe Tatra in der Slowakei

13:15 Uhr, 3sat (45 Minuten)

Dokumentation - Folge 1 von 4

Die vierteilige Dokumentationsreihe „Gipfel der Genüsse“ begibt sich auf eine Reise durch die vielfältige europäische Gebirgswelt und trifft auf Menschen, die Einblicke in ihr Leben und in ihre Küchen geben.

Die erste Folge führt in die Hohe Tatra in der Slowakei, in der deftiges Essen wie die landestypische Krautsuppe für jeden Bergsteiger ein Muss ist. Nicht selten begegnen diese auf ihren Wanderungen noch Trägern, die die Lebensmittel zu Fuß in die hoch gelegenen Berghütten bringen.

Die weiteren drei Teile der vierteiligen Dokumentationsreihe „Gipfel der Genüsse“ zeigt 3sat im Anschluss, ab 14.00 Uhr

Gipfel der Genüsse - Das Matragebirge in Nord-Ungarn

14:00 Uhr, 3sat (45 Minuten)

Dokumentation - Folge 2 von 4

Die vierteilige Dokumentationsreihe „Gipfel der Genüsse“ begibt sich auf eine Reise durch die vielfältige europäische Gebirgswelt und trifft auf Menschen, die Einblicke in ihr Leben und in ihre Küchen geben.

Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht das Matragebirge in Nordungarn. Vor 18 Jahren ist Magdi Bernáth in ihren Geburtsort Gyöngyöspata zurückgekehrt, obwohl sie eine Stelle als Managerin hatte. Heute ist sie Winzerin. Doch Gyöngyöspata ist arm, und der Kommunismus hat viele Wunden hinterlassen. So gilt es, dem Ort eine Perspektive zu geben. Zusammen mit Maris Néni setzt Magdi Bernáth auf die Wieder-belebung der Tradition. Neben einer ungewöhnlichen Trachtenkultur gibt es auch köstliche kulinarische Spezialitäten in dieser Region, zum Beispiel den Rétes. Das ist ein Strudel, gefüllt mit karamellisierten Möhren, Kraut oder Quark. Maris Néni ist außerdem bekannt für ihre Zuckertorten. Mit all den traditionellen Spezialitäten kommt nun auch wieder Leben nach Gyöngyöspata.

Eisenbahn-Romantik -Dampfwolken über Osteuropa

14:00 Uhr, HR Fernsehen (30 Minuten)

Dokumentation

Diesmal führt die „Eisenbahn-Romantik“-Dampfreise durch Ungarn, Tschechien und Polen, und sie endet völlig unplanmäßig im Hochwasser. Höhepunkte der Fahrt sind Besuche im Eisenbahnmuseum von Budapest, das durch seine Großzügigkeit besticht und durch seinen teilweise uralten Dampflokbestand, sowie Ausflüge auf uralten Gleisen, auf denen schon bald keine Züge mehr verkehren werden.

Mit dem Zug auf … Dem Balkan

16:30 Uhr, arte (30 Minuten)

Dokumentationsreihe

ARTE erkundet in der mehrteiligen Reihe „Mit dem Zug durch …“ die Eisenbahnstrecken dieser Welt.

Die aktuelle Fahrt führt über eine der schönsten Bahnstrecken Südosteuropas durch Serbien und Bosnien-Herzegowina.

Eine Acht steht im Mittelpunkt dieser Eisenbahnfahrt. Es geht um die Sarganska osmica, die Museumsbahn von Mokra Gora. Dabei erklärt sich der Namensbestandteil „osmica“, zu deutsch „acht“, aus der verschlungenen Streckenführung. Um 240 Höhenmeter zu überwinden, schlängelt sich die Bahntrasse in vielen Windungen, Kurven und Schleifen hinauf in ihren heutigen Endbahnhof nach Sargan Vitasi.

Ehemals gehörte dieser Streckenabschnitt zur bosnischen Ostbahn, die Sarajevo mit Belgrad verband. 1974 fuhr hier der letzte Zug. 2003 dann der erste der wieder auferstandenen Museumsbahn. Diese ist 15 Kilometer lang und erschließt das Sargan-Gebirge im äußersten Westen Serbiens.

Die Schienenreise führt weiter durch das Nachbarland Bosnien-Herzegowina. Mit einer modernen Diesellok geht es durch das Tal der Neretva. Ziele sind Mostar und Sarajevo. Hier fuhr im Jahr 1966 der letzte Schmalspurzug nach Sarajevo. Ein historisches Filmdokument begleitet die Reise des dampfbespannten Abschiedszuges. Noch heute, nun allerdings in Normalspur ausgebaut, gilt diese Strecke als eine der schönsten in Südosteuropa.

Mittwoch, 03. April

Doktor Schiwago

01:00 Uhr, ARD (185 Minuten)

Spielfilm

Der Arzt und Dichter Jurij Schiwago heiratet im Russland der Zarenzeit die fürsorgliche Tonja. Im Ersten Weltkrieg trifft er an der Front seine Jugendliebe Lara als Krankenschwester wieder, die mit dem Revolutionär Pascha liiert ist. Schiwago kehrt zu seiner Familie zurück. In den Wirren der Oktoberrevolution fliehen sie auf ein Gut im Ural. Dort trifft Schiwago erneut auf Lara, doch ihre leidenschaftliche Affäre endet tragisch: Lara schwebt nach der Hinrichtung von Pascha in Lebensgefahr. Der Politiker Komarovskij zwingt sie, ihm in den Fernen Osten zu folgen.

Russland, zur Zarenzeit. Der junge Jurij Schiwago (Omar Sharif) wächst nach dem Tod seiner Eltern bei einer Pflegefamilie auf. Seine Leidenschaft ist das Dichten, doch er studiert Medizin. Als junger Arzt heiratet er die fürsorgliche Tonja (Geraldine Chaplin), Tochter seines Ziehvaters Alexander (Ralph Richardson). Er schätzt sie sehr, doch in seinem Drang nach Freiheit fühlt er sich zu der temperamentvollen Lara (Julie Christie) hingezogen. Diese ist noch mit dem opportunistischen Politiker Komarovskij (Rod Steiger) verlobt, heiratet später aber den jungen Revolutionär Pascha (Tom Courtenay). Jurij verliert Lara aus den Augen. Während des Ersten Weltkrieges trifft er sie an der Front als Krankenschwester wieder. Sie verlieben sich ineinander, wagen es aber nicht, zusammenzubleiben. Jurij kehrt zurück zu seiner Familie, doch die Wirren der Oktoberrevolution zwingen sie dazu, Moskau zu verlassen, um sich auf einem Gut im Ural in Sicherheit zu bringen. In einem Nachbardorf trifft Jurij erneut auf seine geliebte Lara und nun entbrennt zwischen ihnen eine leidenschaftliche Affäre. Die kurze Zeit des Glücks endet tragisch. Die Kommunisten haben Laras in Ungnade gefallenen Mann Pascha hingerichtet. Komarovskij sucht sie auf und teilt ihr mit, dass sie nun auch in Gefahr sei. Er zwingt Lara, mit ihm weiter in den Fernen Osten zu ziehen. Der tief enttäuschte und gebrochene Jurij wird zum Dissidenten. Sein inzwischen zum KGB-General aufgestiegener Halbbruder Jewgraf (Alec Guinness) lässt nach ihm suchen. Schließlich verhört er ein junges Mädchen (Rita Tushingham), das Laras und Jurijs Tochter zu sein scheint.

Omar Sharif, Julie Christie, Geraldine Chaplin, Alec Guinness und Rod Steiger spielen die Hauptrollen in diesem mit fünf Oscars ausgezeichneten Klassiker nach dem Roman des Nobelpreisträgers Boris Pasternak.

Drei Jahre lang dauerte die aufwendige Verfilmung von Boris Pasternaks (1890 - 1960) Roman „Doktor Schiwago“. Für das aus der Sowjetunion geschmuggelte Manuskript erhielt er 1958 den Literatur-Nobelpreis, durfte diesen wegen des politischen Drucks jedoch nicht annehmen. Sir David Lean konzentrierte sich bei seiner Adaption auf die tragischen Schicksale als Folge der dramatischen Umbrüche in Russland. Er ließ das alte Moskau in sechsmonatiger Bauzeit im Madrider Vorort Canillas und mit Unmengen von Kunstschnee nachbauen. Sein anrührendes und dramatisches Epos ist einer der erfolgreichsten Filme der 60er Jahre und beeindruckt durch seinen meisterhaften Erzählstil mit lyrischen und dramatischen Momenten. Der Film erhielt fünf Golden Globes sowie fünf Oscars, darunter einen für Maurice Jarres berühmte „Schiwago-Melodie“.

Neue Heimat Deutschland -In Russland Deutsche - in Deutschland Russen

06:30 Uhr, Bayerisches Fernsehen (30 Minuten)

Dokumentation

In Russland wurden sie als Deutsche ausgegrenzt und isoliert, in Deutschland werden sie als Russen gesehen: die russlanddeutschen Spätaussiedler. Geschildert werden die Integrationsschwierigkeiten älterer und jüngerer Russlanddeutscher.

Schena Minor aus Novosibirsk hat lange von Deutschland geträumt. Jetzt lebt er mit Frau und Kind in einem Zimmer im Ingolstädter Piusviertel. Dort leben zu zwei Dritteln Ausländer. Die meisten Deutschen sind weggezogen, geblieben sind die sozial Schwachen. Für viele Russlanddeutsche bietet Deutschland keine neue Heimat - trotz der deutschen Staatsangehörigkeit und dem Pass, den sie hier sofort erhalten.

Gerade die Jüngeren, die mitgenommen wurden, haben große Probleme mit dem Übergang in Schule und Beruf - wie zum Beispiel Alena Varnavski, die mit 13 Jahren nach Deutschland kam: In der Schule versagte sie, arbeitete in einer Fabrik, bevor sie es schaffte, sich in ein neues Leben zu integrieren. Heute macht die junge Russlanddeutsche eine künstlerische Ausbildung, hat auch deutsche Freunde, möchte hierbleiben.

Extreme Landschaften, Leben am Limit - Oimjakon - Russlands Ferner Osten

18:20 Uhr, arte (50 Minuten)

Dokumentation

Einige Orte auf der Erde weisen aufgrund ihrer Höhenlage oder Temperaturen extreme Umweltbe-dingungen auf. Dennoch leben auch hier Menschen. Die Dokumentationsreihe stellt drei Regionen vor, deren Lebensbedingungen wahre Herausforderungen darstellen.

Die zweite Folge stellt den sibirischen Ort Oimjakon und einige seiner Bewohner vor. Im Osten des Eurasischen Kontinents liegt Sibirien, ein Land der Permafrostböden, in dem die letzte Eiszeit noch nicht vorbei zu sein scheint. Doch selbst in der schneebedeckten Region Jakutiens haben Menschen in den Wäldern eine Heimat gefunden. So auch in Oimjakon, das in den Weiten des nordöstlichen Sibiriens liegt und als das kälteste Dorf der Welt gilt. Es liegt in der kältesten bewohnten Region der Erde, in der Republik Sacha, einer Teilrepublik Russlands im Herzen Sibiriens.

Mitten durch diese eisige Wildnis fließt ein Fluss, der niemals zufriert, der Indigirka. Dank des Flusses gelang es dem Volk der Jakuten, in dieser extremen Umgebung heimisch zu werden. Das Volk verehrt die Götter des Waldes, der Seen, des Feuers und des Winters. Unzählige Verbannte ließen in den hier errichteten Gulags ihr Leben. Dennoch leben Menschen, die der unbarmherzigen Kälte standhalten, freiwillig in dieser extrem unwirtlichen Region, wo im Winter die Durchschnittstemperatur 40 Grad unter Null beträgt. Das Volk der Jakuten ernährt sich vom Fischen und dem Jagen von Rentieren. Die Dokumentation begleitet einige Jakuten in die eisige Wildnis, die mit ihrer Lebensweise eine jahrtausendealte Tradition fortsetzen. Ihre Vorfahren lebten bereits hier als Nomaden und Jäger.

Donnerstag, 04. April

Mit offenen Karten - Polen, mitten in Europa

06:50 Uhr, arte (15 Minuten)

Magazin

Jede Woche liest Jean-Christophe Victor „die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt“ aus detaillierten geografischen Karten. Sein Credo: „Die Karten zum Sprechen bringen.“ Und das beherrscht er wie kein anderer - in seiner Sendung „Mit offenen Karten“, jeweils samstags gegen 19.00 Uhr.

Im Sommer 2012 richtete Polen zusammen mit der Ukraine die Fußballeuropameisterschaft aus und gab das Bild eines aufgeschlossenen, zukunftsoffenen Landes. Im krisengebeutelten Europa steht Polen erfolgreich da: Von der Rezession unberührt, holte es auf und sicherte sich seinen Platz unter den „Großen“ der europäischen Bühne. „Mit offenen Karten“ analysiert die Mechanismen des polnischen Aufstiegs auf der wirtschaftlichen wie auf der diplomatischen Seite.

Das Magazin „Mit offenen Karten“ bietet immer samstags gegen 19.00 Uhr einschlägige Erklärungen und Hintergrundinformationen zur geopolitischen Situation in verschiedenen Ländern dieser Erde. Die Sendung ist ein wahrer Fundus an Informationen und weist auf weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema hin.

Mit dem Zug durch … Die Julischen Alpen

06:50 Uhr, arte (25 Minuten)

Dokumentationsreihe

ARTE erkundet in der mehrteiligen Reihe „Mit dem Zug durch …“ die Eisenbahnstrecken dieser Welt. Die aktuelle Folge führt durch die Julischen Alpen im Grenzland zwischen Italien und Slowenien.

Eine der schönsten Eisenbahnstrecken Sloweniens ist die Transalpina. Gemeint ist damit die Strecke, zwischen dem heute italienischen Triest und dem heute slowenischen Nova Gorica, und deren weiterer Verlauf auf der sogenannten Wocheinerbahn bis nach Jesenice. Vor gut hundert Jahren wurde diese Gebirgsbahn gebaut, um die damals zur k.u.k-Monarchie zählenden Hafenstadt Triest mit der Hauptstadt Wien zu verbinden. Auf italienischer Seite fahren heute nur noch wenige Sonderzüge. Der knapp 100 Kilometer lange slowenische Teil der Strecke hat Lokalbahnflair. Durch die äußerst reizvollen Landschaften des Isonzo und der Julischen Alpen führen auch Dampfzugfahrten mit Stopps am bei Touristen sehr beliebten Wocheiner See und in Bled, dem touristischen Magneten Sloweniens. Die Zugfahrt durch das italienisch-slowenische Grenzland ist gleichzeitig eine Reise in die Zeit der Donaumonarchie.

Freitag, 05. April

Die Jagd nach Land - Das globale Geschäft mit fruchtbarem Boden

20:15 Uhr, 3sat (45 Minuten)

Dokumentation

Boden ist seit Menschengedenken Quelle der Ernährung. Doch vor allem seit der Wirtschaftskrise 2008 entwickelt sich eine neue, globale Tendenz der Ausbeutung. Auch Kapital aus der Finanzwelt drängt nun massiv in Acker- und Grünland, denn Anleger suchen mehr denn je nach Investitionen, die eine sichere Rendite bringen - Agrarflächen bieten dieses Potenzial. Nutzbare Flächen haben sich auf der ganzen Welt seit den 1960er Jahren halbiert - gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung und braucht Lebensmittel. Bei schrumpfendem Angebot steigt die Nachfrage exponenziell. Eine fantastische Investitionsmöglichkeit. Seit 2008 ist das Leben der kleinen bäuerlichen Betriebe immer härter geworden: „Fremdkapitalinvestoren kaufen seit der Wirtschaftskrise jeden einzelnen Hektar - dadurch, dass sie ihr Geld nicht aus der Landwirtschaft verdienen müssen, sondern Kapital von Anlegern investieren, sind sie liquider als wir und können in großem Umfang Land kaufen und pachten. Mittelfristig wird das zum Ende der kleinen familiengeführten Betriebe führen“, so der Landwirt Carlo Horn. Der Bodenpreis in Rumänien ist in den letzten fünf Jahren auf 172 Prozent seines ursprünglichen Wertes gestiegen - doch vier Millionen kleine Bauern verlieren gleichzeitig ihre Existenzgrundlage. Ihre Farmen entsprechen nicht den EU-Standards. Immer mehr Landwirte lassen ihre Felder brachliegen. Ein komplettes gesellschaftliches System bricht gerade zusammen, so Ramona Duminicioiu und Attila Szocs von der rumänischen NGO Ecoruralis. „Gewachsene Agrarstrukturen werden so zerstört, der Bedarf eines Landes spielt keine Rolle mehr für den Anbau auf dessen Agrarflächen, sondern nur noch die zu erwartende Marge für ein bestimmtes Erzeugnis an den Börsen“ empören sich die Aktivisten.

Welche gesellschaftlichen Folgen hat das Eindringen der Finanzwelt in die Landwirtschaft? Ist das Geschäft mit dem Land überhaupt ethisch vertretbar? Gibt es einen Ausweg? Die Dokumentation „Die Jagd nach Land“ sucht Antworten auf viele Fragen.

Inhalt erstellt: 27. März 2013, zuletzt geändert: 27. März 2013