06.11.2016 – Märtyrer

Seligsprechung von 38 Märtyrern in Albanien

Sie haben ihr Kreuz auf sich genommen und sind Christus nachgefolgt: 38 Menschen wurden am Samstag, dem 5. November 2016 in Albanien selig gesprochen.

Die Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien wurden im kommunistischen Albanien zwischen 1946 und 1974 wegen ihres Glaubens getötet. Unter ihnen sind auch zwei deutsche Missionspriester: Alfons Tracki und Josef Marxen. Kardinal Rainer Maria Woelki reist nach Albanien, um der Seligsprechung als Konzelebrant beizuwohnen.

Albert P. Nikolla, Direktor der albanischen Nationalcaritas und Projektpartner von Renovabis, sieht in der Seligsprechung der Märtyrer eine spirituelle und politische Botschaft für die albanische Gesellschaft, nicht zuletzt als Beispiel für eine wahrhaftige Haltung, die sich gegen jede Korruption wendet. In einem Beitrag für die albanische Presse schrieb er unter anderem:

Die bewusste Wahl des Todes, statt der Möglichkeit das Leben durch einen Kompromiss zu retten, ist das beste Beispiel für das “Nicht-Korrupt” werden. In der ethischen Physiognomie von heute in Albanien ist der größte Skandal nicht nur die materielle Korruption in sich, sondern auch ihre moralische Rechtfertigung von einem Teil der Politik und der Gesellschaft. (…) Martyrium ist die perfekteste Führung der Freiheit. Ihr Zeugnis lehrt uns, was es bedeutet, wirklich frei zu sein: die unbedingte Achtung der Wahrheit.

Inhalt erstellt: 19.06.2017, zuletzt geändert: 31.08.2017