29.08.2013

Europa – ein genuin christliches Projekt

Um die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa seit der Wende von 1989 ging es am zweiten Tag des Internationalen Renovabis-Kongresses in Freising. Dabei wurden einerseits die großen Fortschritte aufgezeigt, die viele osteuropäische Länder – zum Beispiel in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht – inzwischen gemacht haben. Es wurden andererseits aber auch deutliche Defizite angesprochen, wo – wenigstens in einigen Ländern – die Entfaltung individueller Freiheit behindert wird. Einig war man sich darin, dass die Kirchen im Osten Europas die Spielräume, die sie seit dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime haben, noch viel aktiver nutzen könnten, um die christliche Botschaft in die gesellschaftlichen Prozesse einzubringen. Als „genuin christliches Projekt“ bezeichnete der rumänisch-orthodoxe Theologe Radu Preda das Europa von heute. Die Kirchen sollten es aber durchaus wagen, offensiver in einen Dialog mit der Moderne einzutreten.

Inhalt erstellt: 29. August 2013, zuletzt geändert: 04. September 2013