Gruppenbild (v.l.n.r.): Bischof Dr. László Német, Professorin Klara-Antonia Csiszar, Martin Lenz (Renovabis)
Zu Besuch in der Geschäftsstelle von Renovabis: Diözsanbischof von Zrenjanin, Dr. László Német (links) und Professorin Klara-Antonia Csiszar, wissenschaftliche Begleiterin der Zrenjaniner Diözesansynode – hier im lebhaften Gespräch mit Martin Lenz, zuständig für die Projektförderung in Serbien.
Quelle: Thomas Schumann, Renovabis
25.10.2021 – Partnerbesuch

„Fit for future“ - Bistumssynode in der nordserbischen Diözese Zrenjanin

„Fit for future“ lautet das Programm, das aus der Bistumssynode in der nordserbischen Diözese Zrenjanin entwickelt wurde. Bischof László Német SVD sprach über den Prozess und seine Ergebnisse bei einem Besuch in der Renovabis-Geschäftsstelle.

Gemeinsam mit Professorin Klara-Antonia Csiszar, wissenschaftliche Begleiterin der Zrenjaniner Diözesansynode, berichtete Bischof Nemeth von den Erkenntnissen der Synode und den zukünftigen Planungen. Ziel ist es, das soziales und pastorale Engagement im Bistum, das sich in der Grenzregion zu Rumänien und Ungarn befindet, zu verbinden und zu fördern und zudem die Bildungsarbeit weiter zu stärken. In Bezug auf Jugendliche stellte die aus Rumänien stammende Pastoraltheologin von der Katholischen Privatuniversität Linz stellt fest, dass es ihnen im Bistum Zrenjanin „weniger um Erlebnispastoral und Freizeitangebote geht, sondern sie vielmehr vermehrt Impulse nachfragen, um ihr Leben selber gut zu gestalten“.

Aus der Diözesansynode wurde ein Fünf-Jahres-Programm mit unterschiedlichen Bildungsangeboten entwickelt, die stets „einen Sitz im Leben“ haben sollen. Renovabis hat das Bistum Zrenjanin bei der Synode maßgeblich unterstützt. Im Sinne des Apostels Paulus erfolgt die Umsetzung derzeit nach der Devise „Prüft alles und behaltet das Bewährte, das Gute“. „Denn“, so Bischof Német, „mit unserem Anglizismus ‚Fit for Future‘ erreichen wir vielleicht doch nicht alle.“ Daher würden durchaus auch traditionelle Frömmigkeitsformen angeboten, aber eben auch eine neue Internetseite aufgesetzt. Schließlich solle die Diözesansynode bei möglichst vielen der rund 60.000 Katholiken gut ankommen und sie mitnehmen.

Nur elf Prozent der Bevölkerung in dem kleinstädtisch-ländlich strukturierten Gebiet sind katholisch. Aber dieses Beispiel der Katholiken färbe auch auf andere Glaubensgemeinschaften ab; Bischof Német: „Die Orthodoxen loben uns für unseren Frühling in der Kirche.“ Geprägt sind Diözese und Region des Banat u.a. von der Mehrsprachigkeit mit einer starken ungarischen Volksgruppe und den unterschiedlichen slawischen Bevölkerungsanteilen.
Im Bistum Zrenjanin wirken insgesamt gut 30 Priester in drei Dekanaten mit 38 Pfarreien und 72 Gottesdienstorten; zwei Ordensgemeinschaften unterstützen pastorales und soziales Wirken genauso wie katholische Verbände, etwa Kolping und die Malteser, aber auch die geistliche Gemeinschaft der Fokolarini.

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Inhalt erstellt: 25.10.2021, zuletzt geändert: 27.10.2021

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