Kinder sitzen auf dem Boden, ein Erwachsener spielt Gitarre.
JRS-Freiwillige bei einem Musikworkshop mit Flüchtlingskindern im Familienlager Sedra bei Cazin in Bosnien und Herzegowina.
Foto: JRS
26.09.2019 – Migration

Welttag des Migranten und des Flüchtlings: ein Projektbeispiel aus Bosnien und Herzegowina

Der Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2019 wird weltweit am 29. September begangen. Papst Franziskus weist darauf hin, dass es darum gehe, die Ängste und Sorgen jedes einzelnen zu besiegen und sich für echte Begegnung zu öffnen. Wir stellen dazu ein Beispiel aus Bosnien und Herzegowina vor.

Die katholische Kirche ruft seit über 100 Jahren jährlich zum "Welttag des Migranten und Flüchtlings" auf. Für 2019 hat Papst Franziskus das Motto ausgesucht: "Es geht nicht nur um Migranten". Zur kompletten Botschaft des Papstes.

Balkanroute: Renovabis-Partner helfen Flüchtlingen

Die Situation von Geflüchteten und Migranten erträglicher zu gestalten: Auch dafür setzt sich Renovabis mit seinen Partnern in den Ländern im Osten Europas immer wieder ein. Oftmals fehlt es vor Ort am Nötigsten, so auch im bosnischen Bihac. Hier engagiert sich der "Jesuit Refugee Service" (JRS) und versucht den Geflüchteten aus ganz unterschiedlichen Ländern zu helfen. Diesen Menschen fehlt es eigentlich an allem: an Kleidung, Schlafplätzen, Medikamenten, Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Die lokalen Behörden sind meistens ebenfalls überfordert und verfügen über keine abgestimmte Strategie zur Unterstützung der Gestrandeten. Oft besteht das Ziel nur darin, die Menschen irgendwie weiterzuschicken und wieder "loszuwerden". Viele Flüchtlinge sind zudem von ihrer Flucht gezeichnet und haben anfänglich nur wenig Vertrauen in staatliche Vertreter und Angebote.

Der JRS versucht in dieser Situation mit maßgeschneiderten Programmen und niederschwelligen Angeboten den geflüchteten Menschen den Alltag erträglicher zu gestalten. Dabei helfen auch viele Freiwillige mit und richten Schlaplätze her, verteilen Lebensmittel und Medikamente und versuchen sich auf viele ganz individuelle Probleme und Nöte einzulassen. Eine wichtige Säule dabei sind auch Dolmetscher, die dabei helfen, dass die Geflüchteten sich verständlich machen können. Renovabis unterstützt den JRS bei dieser wichtigen Aufgabe, den Ärmsten nahe zu sein. Ihre Spenden machen das möglich.

JRS-Mitarbeiter und Freiwillige bereiten einen Schlafsaal im Tranzitlager Borići (August 2018) in Bihać vor.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: JRS</small>
JRS-Mitarbeiter und Freiwillige bereiten einen Schlafsaal im Tranzitlager Borići (August 2018) in Bihać vor.
Foto: JRS
n-ost-Reportage

Im größten informellen Flüchtlingslager Europas

In heruntergekommenen Lagerhallen hinter dem Belgrader Busbahnhof leben 1.500 Flüchtlinge in der Kälte. Darunter sind auch 200 unbegleitete Minderjährige. Ein Feature von ­n-ost-Korrespondent Krsto Lazarević, Belgrad.
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Inhalt erstellt: 26.09.2019, zuletzt geändert: 27.09.2019