Länderheft Religionsfreiheit: Kirgisistan
Länderheft Religionsfreiheit: Kirgisistan
Foto: Collage
07.02.2018 – Publikation

Länderberichte Religionsfreiheit: Kirgisistan

Auf dem Papier stimmen mehr als 190 Staaten weltweit der freien Wahl und Ausübung eines religiösen Bekenntnisses zu - doch wie ist es tatsächlich um die Religionsfreiheit bestellt? Aufschluß geben die "Länderberichte Religionsfreiheit" von missio.

Im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (vom 16. Dezember 1966), der am 23. März 1976 in Kraft trat, umschreibt Artikel 18 die freie Wahl und Ausübung eines religiösen Bekenntnisses. Diejenigen Staaten, die den Vertrag ratifiziert haben (z. Zt. 196 Staaten), garantieren damit im weitesten Sinne ihren Bürgerinnen und Bürgern die Religionsfreiheit. Wie gerade in den letzten Jahren deutlich geworden ist, sieht die Realität in vielen Ländern – auch in solchen, die Vertragsmitglieder sind – leider anders aus: Immer wieder kommt es zu Einschränkungen der Religionsfreiheit in unterschiedlichsten Formen.

Zur Verdeutlichung dieser Probleme veröffentlicht das Internationale Katholische Missionswerk missio seit 2012 „Länderberichte Religionsfreiheit“ (jeweils sechs Ausgaben pro Jahr). Die Hefte enthalten neben einer allgemeinen Einführung in den verfassungsrechtlichen Rahmen Hinweise zur Geschichte und politischen Situation des jeweils vorgestellten Landes und schildern die Lage der verschiedenen Religionsgemeinschaften.
Da sich die Reihe in den kommenden Jahren mit Staaten befassen wird, die zum Projektbereich von Renovabis gehören, haben missio und Renovabis vereinbart, diese Hefte gemeinsam herauszugeben. Ein erstes Ergebnis ist der „Länderbericht Religionsfreiheit: Kirgisistan“, der nachfolgend zum Download zur Verfügung steht.

Autor: Dr. Alexander Wolters,
Religionsfreiheit: Kirgisistan
24 Seiten, DIN A5, geheftet
Länderberichte Religionsfreiheit
Heft 37, Aachen 2017

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Länderberichte Religionsfreiheit: Kirgisistan

Länderberichte Religionsfreiheit: Kirgisistan (PDF, 597 kB)

Aus dem Vorwort: Das zunehmend autoritär geführte Regime in Kirgisistan macht auch vor der Einschüchterung der freien Presse nicht halt. Der radikale Islam ist für die Vertreter der Regierung ein willkommenes Schreckgespenst, und dies umso mehr, je häufiger der Krieg in Syrien Nachrichten von aus Zentralasien stammenden Kämpfern – auch aus Kirgisistan – in den Reihen des „IS“ produziert. Vor dem Hintergrund einer stagnierenden Wirtschaft und endemischer Korruption unter den politischen Eliten droht der autoritäre Zug des Regimes am Ende das zu befördern, was er nach eigenen Angaben zu verhindern sucht: die Radikalisierung einer über weite Strecken enttäuschten und perspektivlosen Jugend im Land. Auf der Grundlage dieser Dynamik setzt sich der Bericht, der von missio und Renovabis gemeinsam herausgegeben wird, mit dem Verhältnis zwischen Politik und Religion in Kirgisistan auseinander. Im Zentrum steht dabei der Konflikt zwischen dem an größtmöglicher Kontrolle interessierten Staat und den Glaubensgemeinschaften mit ihrer Forderung nach religiöser Freiheit.

Autor: Dr. Alexander Wolters, 24 Seiten, DIN A5 Länderberichte Religionsfreiheit, Heft 37, Aachen 2017

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Inhalt erstellt: 07.02.2018, zuletzt geändert: 07.02.2018