Gruppenbild beim Treffen des Maximilian-Kolbe-Stiftungsrats in Warschau
Der Maximilian-Kolbe-Stiftungsrat traf sich auch zum Gespräch mit dem Erzbischof von Warschau Kardinal Kazimierz Nycz (vorne, 4. v. l.).
Foto: Rafał Żytyniec
12.12.2018 – Personalia

Maximilian-Kolbe-Stiftung tagte in Warschau

Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke, bisher Mitglied des Stiftungsrates, wurde in den Vorstand der Stiftung gewählt. Im Stiftungsrat wird Renovabis künftig durch den Geschäftsführer Dr. Markus Ingenlath vertreten sein.

Zu seiner turnusmäßigen Sitzung kam am 7. und 8. Dezember 2018 – unter Leitung der Erzbischöfe Ludwig Schick (Bamberg) und Viktor Skworc (Kattowice) – der Stiftungsrat der Maximilian-Kolbe-Stiftung (MKS) in Warschau zusammen. Dem Auftrag der Stiftung entsprechend kamen dabei zahlreiche Versöhnungs- und Erinnerungsprojekte bzw. Veranstaltungen zum Umgang mit gewaltbelasteter Vergangenheit in verschiedenen europäischen Ländern zur Sprache, u.a. in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Polen und der Ukraine. Besonders hingewiesen wurde auch auf den erstmaligen gemeinsamen Workshop von Maximilian-Kolbe-Werk und Maximilian-Kolbe-Stiftung zum Thema „Generationen im Dialog – Aus der und für die eigene Geschichte lernen“, der im September in Berlin stattfand. Renovabis kooperiert seit Gründung der MKS intensiv mit der Stiftung, unterstützt deren Projekte, arbeitet aber ebenso in der Mitgliederversammlung des Maximilian-Kolbe-Werkes mit.

Ein besonderer Akzent des diesjährigen Treffens des MKS-Stiftungsrats war der Besuch des mehrfach preisgekrönten „POLIN-Museums der Geschichte der polnischen Juden“ in Warschau. Nach der Führung stand auch der Direktor des Museums, Prof. Dariusz Stola, noch zu einem Gespräch zur Verfügung. Im Anschluss daran fand sich die MKS-Gruppe zum Gebet am „Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos“, das sich neben dem Museum befindet, zusammen und entzündete dort eine Kerze zum Gedenken an die im Warschauer Ghetto zu Tode gekommenen Juden.

Ein Höhepunkt der Ratssitzung war weiterhin die Begegnung und der Austausch mit dem Erzbischof von Warschau Kardinal Kazimierz Nycz in dessen Residenz. In einem sehr offenen und vertrauensvollen Gespräch ging es um die besondere Verantwortung der Kirche für Versöhnung und Verständigung in Europa, insbesondere auch um die Besinnung auf gemeinsame christliche Werte als Grundlage der weiteren europäischen Einigung.

Schließlich standen zwei „Personalien“ auf der Tagesordnung der MKS-Sitzung: Als neues Mitglied des Stiftungsrates konnte der katholische Theologe und Friedensforscher Prof. em. Heinz-Günter Stobbe (Deutsche Kommission Justitia et Pax) begrüßt werden. Und Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke, bisher Mitglied des Stiftungsrates, wurde in den Vorstand der Stiftung gewählt. Im Stiftungsrat wird Renovabis künftig durch den Geschäftsführer Dr. Markus Ingenlath vertreten sein.

Inhalt erstellt: 12.12.2018, zuletzt geändert: 13.12.2018