Verleihung des Recherchepreises Osteuropa 2018 in Berlin.
Verleihung des Recherchepreises Osteuropa 2018 in Berlin.
Foto: n-ost
26.06.2018 – Journalismus

Recherchepreis Osteuropa: Preisverleihung in Berlin

Der Recherchepreis Osteuropa ermöglicht Journalistinnen und Journalisten die Recherche von zeit- und reiseaufwändigen Reportagen aus Osteuropa. In Berlin wurde der Preis nun zum fünften Mal vergeben.

Im Rahmen der Verleihung des n-ost-Reportagepreises 2018 wurde am 21. Juni 2018 in Berlin zum fünften Mal der mit bis zu 7.000 Euro dotierte Recherchepreis Osteuropa vergeben. In der Jury des Recherchepreises waren neben Vertretern der ausschreibenden Organisationen Petra Bornhöft (Kuratoriumsmitglied Taz Panter Stiftung), Kerstin Holm (Feuilleton-Redakteurin bei der FAZ) und Jens Wiegmann (Redakteur bei WeltN24) vertreten.

Der Recherchepreis Osteuropa wird 2018 bereits zum fünften Mal vergeben. In diesem Jahr ist neben dem katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis zum ersten Mal auch die Aktion Hoffnung für Osteuropa des Diakonischen Werks Württemberg als ausschreibende Organisation mit dabei. n-ost ist Kooperationspartner des Preises.

Die Preisträger 2018 - "Allein mit dem Feuer"

Die Preisträger 2018 sind der freie Journalist Martin Theis und der Fotograf Fabian Weiss mit dem Rechercheprojekt "Allein mit dem Feuer". Sie werden im Sommer 2018 eine Truppe freiwilliger Feuerbekämpfer in der sibirischen Region Irkutsk begleiten. Jedes Jahr kommt es dort und anderswo in Russland zu verheerenden, meist von Menschen verursachten Bränden. Das Ausmaß wird von der Regierung in der Regel verschwiegen oder heruntergespielt. Zur Bekämpfung mangelt es überall an Personal, Einsatzfahrzeugen und Benzin – weshalb Freiwillige aus der Zivilbevölkerung einspringen.

Die beiden Preisträger wollen von zivilgesellschaftlich engagierten Menschen erzählen, die dort kämpfen, wo sie der Staat allein lässt. Dieses ungewöhnliche Recherchethema mit Symbolcharakter hat die Jury überzeugt: Die Versuche der Zivilgesellschaft, die Unfähigkeit oder Gleichgültigkeit des Staates zu kompensieren, stehen repräsentativ für die Situation im heutigen Russland.

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Inhalt erstellt: 26.06.2018, zuletzt geändert: 26.06.2018