Bischof Milan Šašik im Gespräch mit Erzbischof Schick während der Renovabis-Pfingstaktion im Jahr 2006
Bischof Milan Šašik im Gespräch mit Erzbischof Schick während der Renovabis-Pfingstaktion im Jahr 2006
Quelle: Thomas Schumann
16.07.2020 – Ukraine

Trauer um Diözesanbischof Milan Šašik

Bischof Milan Šašik ist tot. Der langjährige Renovabis-Projektpartner und Bischof der griechisch-katholischen Diözese Mukachevo in der Ukraine starb überraschend am Abend des 14. Juli 2020. Renovabis trauert um Bischof Šašik, er wird den Menschen fehlen, nicht nur in seiner Heimat.

Mit großer Bestürzung hat Renovabis die Nachricht vom plötzlichen Tod von Bischof Milan Šašik, Bischof der griechisch-katholischen Diözese Mukachevo in der Ukraine, vernommen. Jetzt wurde Bischof Šašik im Dom von Uschgorod in Transkarpatien in der Ukraine beigesetzt. In einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin übermittelten Beileidsschreiben erinnerte Papst Franziskus an die vielfältigen Dienste des Verstorbenen.

Bischof Šašik wurde 1952 in Bratislava geboren. Die Priesterweihe empfing er 1976 und wirkte als Seelsorger in mehreren Pfarreien. Er studierte an der Päpstlichen Fakultät Teresianum, 2002 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof geweiht. Papst Benedikt XVI. erhob ihn 2010 zum Diözesanbischof der Diözese Mukatchevo in der Ukraine.

Für Renovabis war Bischof Milan Šašik in den vergangenen 18 Jahren ein herausragender Projektpartner, der viel für den Aufbau und die Entwicklung der griechisch-katholischen Kirche in Transkarpatien geleistet hat. Durch den Bau von über 250 Kirchen, Kapellen und Pfarrhäusern, gelang es Bischof Šašik während seiner Amtszeit, die Seelsorge in der Eparchie Mukachevo auf ein gutes Fundament zu stellen. Auch konnte er die anfangs noch bestehenden Konflikte und Streitigkeiten mit anderen christlichen Kirchen in der Region maßgeblich entschärfen. Große Verdienste erwarb er sich auch beim Aufbau einer effizienten diözesanen Kurienverwaltung und bei der Weiterentwicklung des Priesterseminars und der Theologischen Akademie in Uzhhorod.

Renovabis schätzt sich glücklich, an der Seite von Bischof Milan Šašik an diesem Aufbauwerk der griechisch-katholischen Kirche in der Karpato-Ukraine durch die Förderung zahlreicher wichtiger Vorhaben mitgewirkt zu haben. Erst jüngst konnte Renovabis Bischof Šašik bei seinem Vorhaben für den Bau eines pastoralen Bildungs- und Tagungszentrums mit Bibliothek beim Priesterseminar in Uzhhorod unterstützen. Dieses Projekt war für ihn von großer Bedeutung und muss nun leider ohne ihn fortgeführt werden.

Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke betont in seinem Kondolenzschreiben:

"Renovabis hat Bischof Milan Šašik als einen außerordentlich dynamischen und unermüdlich arbeitenden Diener des Herrn kennen gelernt, der sich selbst und seinen Mitarbeitenden stets viel abverlangt hat. Er war zudem regelmäßig zu Besuch in Deutschland und ein immer wieder gern gesehener Gast bei Renovabis auf dem Freisinger Domberg. Ein Schock war daher für uns, als wir im September letzten Jahres von seinem tragischen Autounfall in der Slowakei erfuhren, den er glücklicherweise mit leichten Verletzungen überstanden, der aber trotzdem bei ihm tiefe Spuren hinterlassen hatte.

Wir werden des Verstorbenen im Gebet, besonders bei der nächsten Heiligen Messe, die wir in der Geschäftsstelle von Renovabis feiern, gedenken und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Gott lasse ihn die Vollendung finden in Seinem Reich. Er vergelte ihm alles, was er an Gutem getan hat, und schenke ihm den ewigen Frieden."

Inhalt erstellt: 16.07.2020, zuletzt geändert: 21.07.2020