Der Jesuitenflüchtlingsdienst (JRS) kümmert sich vor Ort um die Flüchtlinge. Die Unterkunft in Sisak ist momentan nicht mehr bewohnbar. Mehr als 30 Flüchtlinge haben über Nacht ihr Zuhause verloren.
Der Jesuitenflüchtlingsdienst (JRS) kümmert sich vor Ort um die Flüchtlinge. Die Unterkunft in Sisak ist momentan nicht mehr bewohnbar. Mehr als 30 Flüchtlinge haben über Nacht ihr Zuhause verloren.
Quelle: JRS - Jesuitenflüchtlingsdienst
08.01.2021 – Nothilfe

Verheerende Erdbeben in Kroatien – Renovabis hilft

Die verheerende Erdbeben in den vergangenen Tagen haben in Kroatien zu großer Not geführt. Mindestens sieben Menschen kamen dabei ums Leben und viele weitere sind verletzt oder obdachlos. Renovabis unterstützt die Partner vor Ort.

Am 29. Dezember hat ein verheerendes Erdbeben 60 km südöstlich von Zagreb zahlreiche Gebäude zerstört. Mindestens sieben Menschen kamen dabei ums Leben, viele weitere wurden verletzt und obdachlos. Am schwersten wurden die Ortschaften Petrinja und Sisak betroffen. Rund eine Woche später versetzten neue Erdstöße die Menschen in der Region wieder in Angst. Renovabis hilft vor Ort – vor allem die Schwächsten, wie zum Beispiel Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, sind dringend auf Hilfe angewiesen.

Die Beschädigungen durch die Erdstöße an zahlreichen Gebäuden in Petrinja und Sisak sind so verheerend, dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Besondere Not herrscht in einer Flüchtlingsunterkunft in Sisak. Mehr als 30 Flüchtlinge haben über Nacht ihr Zuhause verloren. Renovabis unterstützt nun den Jesuitenflüchtlingsdienst (JRS) bei der Notbetreuung und Unterbringung der obdachlos gewordenen Flüchtlinge. Dabei erschweren auch die Gefahren und Einschränkungen durch das Coronavirus die Situation enorm. Eine Turnhalle dient vorübergehend als Notunterkunft. Doch in dieser Woche gab es ein weiteres Erdbeben, das die Menschen in der Region in Angst versetzt. Renovabis steht mit einer Reihe von Partnern vor Ort in engem Kontakt und versucht dabei zu helfen, die Not soweit wie möglich zu lindern.

Für die Flüchtlinge, die im Rahmen der Quotenregelung der Europäischen Union in dieser kroatischen Region untergebracht sind und vom JRS im Auftrag des kroatischen Innenministeriums betreut werden, ist das Erdbeben ein weiterer, besonders schwerer Schlag nach dem Coronajahr 2020. Denn als Folge der Einschränkungen während der Pandemie wurden bereits zahlreiche Hilfsprogramme und Unterstützungen, beispielsweise zur Arbeitssuche, abgesagt oder sind unmöglich geworden. Renovabis hat nun Gelder für die Sofort- und Nothilfe für Erdbebenopfer freigegeben.

Die Flüchtlinge konnten in einer Turnhalle untergebracht werden. Die Gefahren und Einschränkungen durch das Coronavirus erschweren natürlich auch die Hilfsarbeiten vor Ort.
Die Flüchtlinge konnten in einer Turnhalle untergebracht werden. Die Gefahren und Einschränkungen durch das Coronavirus erschweren natürlich auch die Hilfsarbeiten vor Ort.
Quelle: JRS - Jesuitenflüchtlingsdienst
Viele Familien sind froh, dass sie mit dem Schrecken davon gekommen sind. Dennoch ist die beengte Situation in den Notunterkünften oft sehr belastend.
Viele Familien sind froh, dass sie mit dem Schrecken davon gekommen sind. Dennoch ist die beengte Situation in den Notunterkünften oft sehr belastend.
Quelle: JRS - Jesuitenflüchtlingsdienst
Inhalt erstellt: 08.01.2021, zuletzt geändert: 13.01.2021