24.12.2017 – Weihnachtsgruß 2018

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Weihnachtsgruß von Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Dr. Christian Hartl

Vor wenigen Wochen wurde erstmals der „Welttag der Armen“ gefeiert. Papst Franziskus hatte ihn ausgerufen, als er ein Jahr zuvor das Heilige Jahr der Barmherzigkeit beendete. Dem Anliegen des Papstes wäre allerdings nicht Genüge getan, würde man nur die Armen und ihre schlimmen Lebensverhältnisse in den Blick nehmen. Der Papst lädt immer wieder dazu ein, einen Perspektivwechsel vorzunehmen: Wir sollten „aus dem Blickwinkel der Armen“ in unsere Welt schauen, so Papst Franziskus. Das wird immer nur ein Versuch bleiben. Aber allein das Bemühen, mit den Augen der Armen kritisch unterscheidend unsere Welt und die gesellschaftlichen Verhältnisse wahrzunehmen, könnte einiges verändern. Ja, es braucht diesen Perspektivwechsel!

Wir dürfen Weihnachten feiern. Hat nicht der geheimnisvolle Gott selbst, als er Mensch wurde, die Perspektive gewechselt? Hat er nicht in Jesus von Nazareth menschliches Leben mit all seinen Armseligkeiten geteilt? Und hat er sich nicht nach christlicher Überlieferung hineinbegeben in die menschliche Armut von Obdachsuchenden (man denke an die Herbergssuche in Betlehem), Flüchtlingen (man denke an die Flucht nach Ägypten) und Besitzlosen („Der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann“, Mt 8,20)? Der Perspektivwechsel Gottes will uns Menschen helfen, unsere Blickwinkel zu verändern.

Dabei sollten wir nicht vergessen, dass der geheimnisvolle Gott wohlwollend auf jeden von uns schaut. „Christ, erkenne deine Würde!“, so formuliert deshalb Papst Leo der Große in einer Weihnachtsansprache. Gott schenkt uns Ansehen und Würde. Wir können es ihm im Blick auf die anderen Menschen gleich tun.

Ich wünsche uns allen ein gesegnetes Fest der Menschwerdung Gottes!

Ihr Pfarrer Dr. Christian Hartl
Hauptgeschäftsführer von Renovabis

Inhalt erstellt: 21.12.2017, zuletzt geändert: 12.02.2019