„Freiheit und Solidarität nicht vergessen“

Mittwoch, 14. August 2013

17. Internationaler Kongress Renovabis in Freising

Im Jahr 2014 jährt sich zum 25. Mal die gesellschaftliche und politische Wende in Mittel- und Osteuropa. Der 17. Internationale Kongress Renovabis greift diesem Jubiläum bereits voraus und nimmt das Spannungsfeld von Solidarität und Freiheit in den Nach-Wende-Prozessen in den Blick. Unter dem Titel „Frei und solidarisch – Christen in Verantwortung für Europa“ werden dazu vom 28. bis zum 30. August 2013 rund 350 Teilnehmer aus mehr als 27 europäischen Ländern in Freising erwartet.

„Freiheit und Solidarität dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, appelliert der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick in seinem Grußwort an die Teilnehmer des 17. Internationalen Kongresses Renovabis in Freising. Es seien die unabdingbaren Grundpfeiler für eine gute Zukunft aller Menschen in Europa. Bundeskanzlerin Angela Merkel betont in ihrer Grußbotschaft, dass Freiheit und Solidarität Begriffe seien, „zwischen denen insbesondere diejenigen, die im Transformationsprozess an ihre eigene Grenzen gelangen, ein Spannungsfeld wahrnehmen“. Dieses Spannungsfeld müsse überwunden werden, damit sie gemeinsam als Leitplanken im alltäglichen Miteinander stehen können. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer greift ebenfalls auf „Freiheit“ und „Solidarität“ zurück und erinnert daran, dass die Begriffe auch von den sowjetischen Machthabern häufig verwendet worden seien, aber stets missbräuchlich. Nun gehe es darum, die Begriffe wieder mit Leben zu füllen, denn die christliche Freiheit besitze auch eine politische Qualität, „da sie den Einzelnen vor dem Allmachtsanspruch der Ideologie bewahrt“.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hebt die Verantwortung der Christen in Europa hervor: „Auch 1989 trugen der Mut und das Engagement vieler Christen zum Fall des Eisernen Vorhangs bei. Man denke an die Leipziger Montagsdemonstrationen, die zahlreichen mutigen Geistlichen in den mitteleuropäischen Staaten und nicht zuletzt an Papst Johannes Paul II.“ Mit dem friedlichen Umsturz ist für ihn das gemeinsame Ziel noch nicht erreicht: „Dieses Europa gilt es weiter zu bauen und ich begrüße das Engagement von Renovabis für unser gemeinsames Europa sehr.“ Die künftigen Herausforderungen und die Verantwortung der Christen bei der Suche nach Lösungen für ein gemeinsames Europa sollen auf dem Kongress diskutiert werden. Als Referenten konnte Renovabis u. a. den letzten DDR-Außenminister und langjährigen Bundestagsabgeordneten Markus Meckel, die Europaabgeordneten Gräfin Róża Thun und Bernd Posselt und den Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, gewinnen.

Der 17. Internationale Kongress Renovabis findet in diesem Jahr vom 28. bis zum 30. August im Asam-Theater in Freising statt. Anmeldungen als Tagesgast sind beim Renovabis-Kongressreferat noch möglich. Kontakt: Thomas Hartl, Telefon 0 81 61 / 53 09 -71, Fax -44 oder unter E-Mail: kongress@renovabis.de

Inhalt erstellt: 14. August 2013, zuletzt geändert: 14. August 2013