Projektbeispiele
Gruppe zupft Pfefferminzblätter.
Gemeinsame Aktivitäten und Workshops geben den Besuchern der Einrichtung die Möglichkeit, sich einzubringen. Hier wird selbst angebaute Pfefferminze für den Tee kleingeschnitten.
Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka
Länderinfo
Kroatien
Landesflagge

"Liebt nicht in Worten, sondern in Taten": Hilfe für Obdachlose

Ein Projekt zum 1. Welttag der Armen. "Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit." - Ordensschwestern und Ehrenamtliche lassen dieses Apostelwort im "Haus der Zuflucht" in Rijeka lebendig werden.

Ein Projekt in Kroatien

Projektpartner
Barmherzige Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul
Bewilligungsjahr
2017
Fördersumme
65.000
Förderbereich
Soziale Aufgaben
Übersicht

Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben,
sondern in Tat und Wahrheit.
(1 Joh 3,18)

Rijeka hat durch den Abbau der Werftindustrie und die Schließung weiterer Industriebetriebe im vergangenen Jahrzehnt einen wirtschaftlichen Niedergang erlebt. Armut und vermehrt Menschen ohne Obdach sind eine Folge dieser Entwicklungen.

Seit 2007 betreiben die Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul ein Tageszentrum für Obdachlose und sozial Schwache. Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Konvent in Rijeka. Renovabis hat die Erweiterung des Zentrums im Jahr 2017 mit 65.000 € unterstützt.

Ana und Luka, beide Anfang vierzig, sind obdachlos. Sie leben auf der Straße im kroatischen Rijeka. Beide sind Alkoholiker. Luka ist schon seit 13 Jahren auf der Straße, Ana seit mittlerweile drei Jahren. Wenn sie Glück haben, finden sie nachts in einer heruntergekommenen, leerstehenden Wohnung Unterschlupf. Ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich durch das Leben auf der Straße rapide. Immer wieder kommt es auf der Straße zu Übergriffen von anderen Obdachlosen und Alkoholikern.

„Gott durch konkrete Taten ehren, ihn lieben durch Werke der Barmherzigkeit und Mitgefühl für andere.“ Das ist der Leitgedanke des „Hauses der Zuflucht“, eines Tageszentrums für Obdachlose und arme Menschen in Rijeka in Kroatien. Durch die Erweiterung der Dienste der Barmherzigen Schwestern können nun mehr Menschen vom Angebot des Zentrums profitieren, weil es nun an jedem Tag der Woche geöffnet ist. Außerdem sind zusätzliche Angebote zur persönlichen Hygiene, eine Wäscherei, eine Berufs- und Rechtsberatung, eine Unterstützung bei der Beantragung von Sozialleistungen, ein sozialer Beratungsdienst und Gesundheitsdienstleistungen im „Haus der Zukunft“ möglich geworden.

Die Vinzentinerinnen erkennen die Not und Dringlichkeit der Situation von Ana und Luka. Regelmäßige, nahrhafte Mahlzeiten und Möglichkeiten der persönlichen Hygiene sind kleine Veränderungen mit großer Wirkung. Ihr Gesundheitszustand verbessert sich allmählich. Statt auf der Straße, sind sie vormittags im Tageszentrum. Sie beschließen, ihr Leben zu verändern.

Garten des Tageszentrums für Obdachlose in Rijeka, Kroatien<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka</small>
Garten des Tageszentrums für Obdachlose in Rijeka, Kroatien
Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka
Das "Haus der Zuflucht" leistet nicht nur eine Erstversorgung mit dem Nötigsten, sondern unterstützt seine Besucher auch langfristig und hilft ihnen bei einem Neuanfang.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka</small>
Das "Haus der Zuflucht" leistet nicht nur eine Erstversorgung mit dem Nötigsten, sondern unterstützt seine Besucher auch langfristig und hilft ihnen bei einem Neuanfang.
Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka
Regelmäßige, gemeinsame Mahlzeiten stärken nicht nur den Körper, hier im "Haus der Zuflucht" erfahren die Besucher durch die Schwestern der Barmherzigkeit neben der körperlichen auch eine geistige Stärkung.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka</small>
Regelmäßige, gemeinsame Mahlzeiten stärken nicht nur den Körper, hier im "Haus der Zuflucht" erfahren die Besucher durch die Schwestern der Barmherzigkeit neben der körperlichen auch eine geistige Stärkung.
Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka
Medizinische Betreuung im Tageszentrum für Obdachlose in Rijeka, Kroatien<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka</small>
Medizinische Betreuung im Tageszentrum.
Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka
Ehrenamtliche helfen in der Küche des Tageszentrums für Obdachlose in Rijeka, Kroatien<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka</small>
Ehrenamtliche helfen in der Küche des Tageszentrums mit.
Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka

Die Vinzentinerinnen finden schließlich einen Platz in einer Unterkunft für Ana und Luka. Luka bittet um eine professionelle Behandlung seiner Alkoholabhängigkeit. Die Vinzentinerinnen erzählen, dass für Ana und Luka mittlerweile ein konkretes Ziel am wichtigsten geworden sei: Ein neues Zuhause.

Das Besondere am „Haus der Zuflucht“ ist, dass es mit großer Beteiligung von ehrenamtlichen Freiwilligen betrieben wird - also von Menschen, die hauptberuflich als Krankenschwester, Arzt, Friseur oder Rechtsanwalt arbeiten und sich leidenschaftlich für die Schwächsten der Gesellschaft einsetzen. Aus dem Projekt in Rijeka soll perspektivisch ein Netzwerk solcher Projekte in ganz Kroatien entstehen.

O-Ton eines Klienten

„Aufgrund einer Krankheit verlor ich als junger Mann meinen Job und ich weiß, wie es ist, einmal reich und dann arm zu sein. Sie empfingen mich hier als Mensch, sie gaben mir zu essen und stillten meinen Durst, so dass ich mich nun im positiven Sinne verpflichtet fühle, anderen Menschen zu helfen.“

O-Ton einer Freiwilligen

„Ich heißte Dora und studiere in Zagreb Sozialpädagogik. Hier im Haus bin ich seit dem Gymnasium als Freiwillige tätig. Warum? Weil es mich glücklich macht, einen Menschen zu treffen und Gott in ihm oder ihr zu grüßen. Vielleicht kann ich so ein Lächeln auf das Gesicht meines Gegenübers zaubern.“

An Festtagen wird mit den Besuchern gemeinsam der Gottesdienst gefeiert, außerdem gibt es ein tägliches Gebet. Die Schwestern der Barmherzigkeit leben Nächstenliebe ganz konkret - nach dem Vorbild des Heiligen Vinzenz von Paul.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka</small>
An Festtagen wird mit den Besuchern gemeinsam der Gottesdienst gefeiert, außerdem gibt es ein tägliches Gebet. Die Schwestern der Barmherzigkeit leben Nächstenliebe ganz konkret - nach dem Vorbild des Heiligen Vinzenz von Paul.
Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka
Zu den Aktivitäten im Tageszentrum für Obdachlose gehört es auch, bei der Vorratsherstellung mitzuarbeiten - hier beim Einlegen von Kraut.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka</small>
Zu den Aktivitäten im Tageszentrum für Obdachlose gehört es auch, bei der Vorratsherstellung mitzuarbeiten - hier beim Einlegen von Kraut.
Foto: Barmherzige Schwestern, Rijeka

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