Hochwertigen Journalismus aus und über Osteuropa fördern

Der Journalist braucht vor allen Dingen ein Gewissen.

Paul Schibler

Recherchepreis Osteuropa

Die Berichterstattung aus Osteuropa zu stärken: Das ist die Idee hinter dem „Recherchepreis Osteuropa“, den Brot für die Welt und Renovabis 2016 zum dritten Mal vergeben. Ein Stipendium soll herausragenden Journalistinnen und Journalisten die Recherche und Produktion zeit- und reiseaufwändiger Printreportagen für deutschsprachige Medien ermöglichen.

Jährlich wird eine umfangreiche Reportage mit bis zu 7.000 Euro gefördert. Partner ist n-ost, das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung. Bewerbungsschluss: 14. März 2016. Der Wettbewerb um dieses Recherchestipendium tritt an die Stelle des früheren Journalistenpreis Osteuropa.

So bewerben Sie sich

Die Einsendefrist endete am 14. März 2016

Bitte senden Sie diese Unterlagen ausschließlich digital an folgende E-Mail-Adresse: info@recherchepreis-osteuropa.de. Deadline ist der 14. März 2016.

Ihre Nachfragen beantworten gerne

1995 - 2012: Journalistenpreis Osteuropa

Der Journalistenpreis Osteuropa wurde 1995 erstmals von der evangelischen Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ verliehen. Ziel war es, junge osteuropäische Journalistinnen und Journalisten zu einem kritikfähigen Journalismus, der vor allem den Umgang mit den sozialen Problemen in den jungen europäischen Demokratien beschreibt, zu ermutigen. In den Jahren 2008 und 2009 wurde der Preis dann gemeinsam von „Hoffnung für Osteuropa“ und Renovabis verliehen. Nach Beendigung der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ lief die gemeinsame Preisvergabe in den Jahren 2011 und 2012 weiter in Kooperation mit Brot für die Welt. Dabei wurde die Zielgruppe um deutsche Journalistinnen und Journalisten ausgeweitet, die sich in ihrer Arbeit mit der sozialen Situation in Mittel-, Ost- und Südosteuropa beschäftigen.

Rückblick auf den Journalistenpreis Osteuropa 2012

Siegerbeiträge

  • Strahlende Geschäfte - 25 Jahre Super-Gau in Tschernobyl von Nina Rybik (1. Preis Kategorie Mittel- und Osteuropa)
  • Endstation Bahnhof Zoo von Nicola Abé (1. Preis Kategorie Deutschland)

Die Beiträge können Sie in der Broschüre zum Journalistenpreis (2.4 MB) nachlesen.

Jury

Die Wettbewerbsbeiträge wurden von einer 7-köpfigen Fachjury bewertet:

  • Elisabeth Zoll, Politikredakteurin der Südwest Presse
  • Dr. Christiane Florin, Redaktionsleiterin der ZEIT-Beilage „Christ & Welt“ und Dozentin für Politische Wissenschaft an der Universität Bonn
  • Ludwig Ring-Eifel, Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA)
  • Dr. Thomas Schiller, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd)
  • Bernhard Rude, Studienleiter des Instituts zur Förderung des publizistischen Nachwuchses (ifp)
  • Burkhard Haneke, Geschäftsführer Renovabis und Leiter der Abteilung Kommunikation und Kooperation von Renovabis
  • Dieter Pool, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit von Brot für die Welt

Preisverleihung

Die feierliche Preisverleihung fand am 18. Juli 2012 im Haus der katholischen Kirche in Stuttgart statt. Der Preis ist in beiden Kategorien (Wettbewerbsteilnehmer/in aus MOE, Wettbewerbsteilnehmer/in aus Deutschland) mit 3000 Euro dotiert.

Preisträgerin Nina Rybik

Nina Rybik wurde 1962 im südlichen Weißrussland geboren. Nach dem Studium der Journalistik in Minsk lebte und arbeitete sie in ihrem Geburtsort, bis sie die Region nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 verlassen musste. Heute arbeitet sie als Chefredakteurin der weißrussischen Regionalzeitung „Ostrowieckaja Prawda“. Ihre Reportage „Strahlende Geschäfte“, in der sie über das Sperrgebiet von Tschernobyl berichtet, erschien 2011 in der österreichischen Zeitschrift „Welt der Frau“. Nina Rybik erhält den „Journalistenpreis Osteuropa 2012“ in der Kategorie der Teilnehmerinnen- und Teilnehmer aus Mittel- und Osteuropa.

„Meine Mutter sagte: das ist Krieg ohne Krieg“ - Nina Rybik berichtet über die Hintergründe zur Entstehung ihrer Reportage: O-Ton Nina Rybik (6.7 MB) - Zur Verfügung gestellt von Brot für die Welt

Preisträgerin Nicola Abé

Nicola Abé wurde 1979 in München geboren. Sie hat Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Wirtschaftsgeografie in München studiert und arbeitet als Redakteurin im Ressort Gesellschaft/Multimedia des „Spiegel“. Ihre Reportage „Endstation Bahnhof Zoo“ über rumänische Sexarbeiter in Berlin erschien 2011 im „Neon Magazin“. Nicola Abé erhält den „Journalistenpreis Osteuropa 2012“ in der Kategorie der deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Es ist eine Parallelwelt, von der man kaum etwas mitbekommt“ - Nicola Abé berichtet über ihren Werdegang und wie die Reportage entstanden ist: O-Ton Nicole Abé (6.2 MB) - Zur Verfügung gestellt von Brot für die Welt

Rückblick auf den Journalistenpreis Osteuropa 2011

Siegerbeiträge

Weitere Teilnehmerbeiträge

Auch diese Beiträge haben der Jury sehr gut gefallen. Die Autorinnen haben der Veröffentlichung zugestimmt.

Jury

Die Wettbewerbsbeiträge wurden von einer 7-köpfigen Fachjury bewertet:

  • Ina Ruck, Leiterin des ARD-Studios Moskau
  • Maria von Welser, deutsche Fernsehjournalistin und stellvertretende Vorsitzende von UNICEF-Deutschland
  • Ludwig Ring-Eifel, Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA)
  • Thomas Schiller, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd)
  • Bernhard Rude, Studienleiter des Instituts zur Förderung des publizistischen Nachwuchses (ifp)
  • Burkhard Haneke, Geschäftsführer Renovabis und Leiter der Abteilung Kommunikation und Kooperation von Renovabis
  • Dieter Pool, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit von Brot für die Welt

Preisverleihung

Am 28. September 2011 um 13.00 Uhr wurde die Auszeichnung im PresseClub München verliehen. Laudator war Werner D’Inka, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Preis ist in beiden Kategorien (Wettbewerbsteilnehmer/in aus MOE, Wettbewerbsteilnehmer/in aus Deutschland) mit 3000 Euro dotiert.

  • Journalistenpreis Osteuropa 2011: Herzerl
  • Preisverleihung:Hreczuk
  • Journalistenpreis 2011: Boy Dankworte
  • 2011_Journalistenpreis: Werner D'Inka
  • Journalistenpreis 2011_Preisverleihung
  • Porträt Boy
  • Agnieszka Hreczuk
  • Journalistenpreis Osteuropa 2011 Gruppenfoto
  • Journalistenpreis Osteuropa 2011: Preisverleihung

Dokumente zum Herunterladen

Inhalt erstellt: 08. August 2011, zuletzt geändert: 07. Juni 2016