29. Internationaler Kongress Renovabis
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Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Europa steht unter massivem Druck. Polarisierung, Vertrauensverlust gegenüber Institutionen, digitale Blasen und die Folgen des Krieges in der Ukraine haben die sozialen Bindungen geschwächt. Diese Erosion hat weitreichende Konsequenzen: Einsamkeit wird zum Massenphänomen, psychische Belastungen nehmen zu, und die Betonung individueller Einzigartigkeit fördert narzisstische Tendenzen, die Kooperation erschweren. Je geringer der Zusammenhalt, desto höher die Kosten für Kooperation. Das betrifft Mittel-, Ost- und Westeuropa gleichermaßen, mit unterschiedlichen Einflussfaktoren. Jede neue Krise wird schwerer zu bewältigen. Kirchen verfügen über ein enormes Potenzial, Menschen zu verbinden, Vertrauen zu fördern und Solidarität zu leben. Allerdings sind sie selbst von Spaltung betroffen bzw. haben mit Kräften zu kämpfen, die spaltend wirken.
Der 30. Internationale Kongress Renovabis, der am 17. und 18. September 2026 in Freising und als Livestream stattfinden wird, widmet sich daher dem Thema „Jenseits der Polarisierung – Perspektiven für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Ost und West“ (Arbeitstitel). Im Rahmen des Kongresses werden zentrale Mechanismen und Ursachen beleuchtet, die den Zusammenhalt in Europa gefährden – darunter Polarisierung, Vertrauensverlust, digitale Blasen und die Folgen des Ukraine-Krieges.
Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch und Italienisch
Seit 1997 führt Renovabis im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz jährlich einen internationalen Kongress durch. Diese Veranstaltung mit Teilnehmenden aus allen Teilen Europas dient der Information und Diskussion über wichtige Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, außerdem kommen Themen von gesamteuropäischer Bedeutung zur Sprache. Der Internationale Kongress Renovabis hat sich im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Forum des Dialogs zwischen Menschen aus dem östlichen und westlichen Teil Europas entwickelt.