Länderinformationen zu Estland

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Basisdaten

Allgemein

Estnische FlaggeEstnische FlaggeOffizieller Name: Republik Estland (Eesti Vabariik), Fläche: 45.226 qkm, Einwohner: 1,27 Mio., Hauptstadt: Tallinn (rund 396.000 Einwohner, davon 37% ethnische Russen), Weitere Städte: Tartu, Narva, Kohtla-Järve, Pärnu (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Ca. 67,9% Esten, rd. 25,6% Russen, rd. 2,1% Ukrainer, ca. 1,3% Weißrussen, ca. 0,9% Finnen und rd. 2,2% andere, Religionszugehörigkeit: 13,6 % evangelisch-lutherisch, 12,8 % orthodox, 0,5 % Baptisten, 0,5 % römisch-katholische, Sprachen: Estnisch (ca. 67,3% als einzige offizielle Sprache), Russisch (rd. 29,7% als Verkehrssprache in Regionen, in denen die russischsprachige Bevölkerung dominiert, besonders im Nordosten), andere (ca. 2,3%) und unbekannte (rd. 0,7%?

Politik und Wirtschaft

Unabhängigkeit: Besetzung durch die Sowjetunion am 17.06.1940, erzwungener Beitritt am 6. August 1940, Erklärung zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit am 20.08.1991, Staats-/Regierungsform: Republik / Parlamentarische Demokratie, Staatsoberhaupt: Toomas Hendrik Ilves (Präsident der Republik), Regierungschef: Andrus Ansip (Ministerpräsident; wurde bei den Parlamentswahlen am 6. März 2011 im Amt bestätigt), Bruttoinlands-Produkt (BIP): 22,5 Mrd. US $

Fotos aus Estland

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Religionszugehörigkeiten, kirchliche Strukturen

Ein Großteil der Esten ist heute konfessionslos. Religion spielt nur noch für eine Minderheit der Bevölkerung eine Rolle. Traditionelle Religion der Esten ist der christliche Glaube in der Form des protestantischen Luthertums, wie er in Skandinavien weit verbreitet ist. Dennoch ist die Estnische Evangelisch-Lutherische Kirche (EELK) eine quasi offizielle Kirche (üblich ist beispielsweise die Abhaltung von Gottesdiensten zu Parlamentseröffnungen) und ihr Erzbischof die Zentralfigur der estnischen öffentlichen Religion. Die EELK dominiert auch die relativ umfassende Theologenausbildung in Estland (in Tartu an der Universität und in Tallinn an der Kirchlichen Hochschule). Heute bekennen sich noch etwa 30 % der Bevölkerung als Mitglieder in christlichen Kirchen beziehungsweise Glaubensgemeinschaften. Davon sind:

  • 13,6 % evangelisch-lutherisch
  • 12,8 % orthodox
  • 0,5 % Baptisten
  • 0,5 % römisch-katholische

Daneben gibt es kleinere Gemeinden sonstiger protestantischer, jüdischer und islamischer Gemeinschaften. Die zehn bedeutenden christlichen Kirchen und Gemeinschaften haben sich im Rat Christlicher Kirchen Estlands zusammengeschlossen.

Eine Besonderheit bilden die etwa 5.000 Altorthodoxen die seit dem 18. Jahrhundert vor der Verfolgung im russischen Kernland in die Randgebiete des Russischen Reiches flohen. Am estnischen Ufer des Peipussees gibt es zahlreiche von Altorthodoxen bewohnte Dörfer. Kleinere Gemeinden gibt es auch in Tallinn und Tartu.

Estland hat keine eigene katholische Diözese, aber zum ersten Mal seit 1941 wieder einen residierenden katholischen Bischof: Philippe Jourdan wurde am 11. September 2005 zum Bischof ge­weiht und fungiert als Apostolischer Administrator in Tallinn. Die ca. 5500 Gläubigen (0,5% der Bevölkerung) gehören zu fünf Pfarreien, die insgesamt von neun Diözesan- und fünf Ordenspriestern betreut werden. Außerdem sind in Estland akuell 21 Ordensfrauen pastoral aktiv. In der Stadt Tallinn selbst gibt es auch eine kleine sehr aktive, ukrainische griechisch-katholische Gemeinde.

Ein wichtiger katholischer Faktor in die Gesellschaft hinein ist die Caritas, die sehr gute Beziehungen zu offiziellen staatlichen Stellen pflegt.

Nachrichten, Artikel und Reportagen zu Estland

Informationen im Internet

Informationen zur Katholischen Kirche

Volltexte aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’:

Sonstiges

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis

Infos zu Estland

Jahresbericht 2011 erschienen: Informieren Sie sich über die Arbeit von Renovabis im aktuellen Jahresbericht.

Aktuelles Spendenprojekt

Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Renovabis fördert den Betrieb von Suppenküchen in Georgien und sichert somit die Versorgung von alten und bedürftigen Menschen. Das Projekt können Sie mit Ihrer Spende unterstützen. Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien

Projekte nach Ländern

Informieren Sie sich über Projektzahlen und Bewilligungssummen in den Partnerländern von Renovabis. Projektübersicht 2010 (Auszug aus dem Jahresbericht 2010, Seite 7) herunterladen (227 KB)

Spendensiegel

Renovabis wird jährlich vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen geprüft und hat auch für 2012 wieder das Spendensiegel erhalten (mehr). Zudem war Renovabis 2010 zum fünften Mal unter den Finalisten des Transparenzpreises (mehr).