Stand 2012

Länderinformationen zu Lettland

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Basisdaten

Allgemein

Offizieller Name: Republik Lettland (Lettisch: Latvijas Republika), Fläche: 64.559 qkm, Einwohner: 2,06 Mio., Hauptstadt: Riga (zurzeit ca. 713.016 Einwohner, bisher fallende Tendenz), Weitere Städte: Daugavpils, Liepāja, Jelgava, Jūrmala (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Ca. 57,7% Letten, rd. 29,6% Russen, ca. 4,1% Weißrussen, ca. 2,7% Ukrainer, rd. 2,5% Polen, etwa 1,4% Litauer und rd. 2% andere, Sprache: Lettisch (alleinige Staatssprache); Russisch weit verbreitet. Die staatliche Sprachpolitik hat seit der der Unabhängigkeit Lettlands vielfach zu sozialen Spannungen geführt. Das Bestreben des Lettischen Staates, die lettische Staatsprache auch im täglichen Umgang als vorherrschende Sprache durchzusetzen, steht im Widerspruch zu dem Bestreben der russischen Minderheit ihre kulturelle Identität zu bewahren.

Politik und Wirtschaft

Unabhängigkeit: Am 21. August 1991 wurde Lettland von der Sowjetunion unabhängig; die Verfassung von 1922 wurde wieder in Kraft gesetzt Staats- / Regierungsform: Republik / Parlamentarische Demokratie Staatsoberhaupt: Andris Berzins (Staatspräsident) Regierungschef: Valdis Dombrovskis (Ministerpräsident), Wahl vom 2.10.2010, Besonderheiten: Insbesondere sorgt der von der russischen Minderheit als Diskriminierung empfundene Umgang der lettischen Regierung mit der Staatsbürgerschaft seit Jahren für andauernde Konflikte, da nach Lettlands Unabhängigkeit nur diejenigen die lettische Staatsbürgerschaft erhielten, die entweder vor 1940 auf lettischem Boden geboren worden waren oder direkte Nachkommen solcher Personen sind. Das für alle Übrigen seit 1. Februar 1995 gültige Einbürgerungsverfahren („Naturalisierung“) besteht aus einem Sprachtest und Examen in lettischer Geschichte und Verfassungskunde. Das gilt auch für Personen, die schon seit Jahrzehnten in Lettland leben oder gar dort geboren wurden., Bruttoinlands-Produkt (BIP): 20,15 Mrd. Euro (Schätzung 2011)

Quelle: Auswärtiges Amt

Fotos aus Lettland

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Religionszugehörigkeiten, kirchliche Strukturen

Die wichtigsten Glaubensgemeinschaften in Lettland sind mit etwa 55% Lutheranern, mit ca. 24% Katholiken und mit 9% Russisch-Orthodoxen vertreten. Seit der Reformation im 16. Jahrhundert dominiert die evangelisch-lutherische Kirche. Desweiteren gibt es in Lettland eine jüdische Synagogengemeinschaft. Die Deutsche evangelisch-lutherische Kirche ist mit 5 Gemeinden vertreten.

Römisch-katholische Kirche

2.4 Katholische Kirche Etwa 24 % der Bevölkerung gehören zur Römisch-Katholischen Kirche. Insgesamt gibt es 269 Pfarreien, in den ca. 430 000 Katholiken von ca. 150 Priestern betreut werden.

In Lettland besteht die historisch bedeutende Kirchenprovinz Riga mit ihren drei Suffraganen Liepaja, Jelgava und Rezekne Aglona mit insgesamt 279 Pfarreien. Es herrscht ein relativ starker Mangel an Priestern . Oftmals fehlt auch die nötige Infrastruktur, sodass ein sehr großer Teil des Engagements durch den Aufbau dieser absorbiert wird. Besonders in wirtschaftlichen Problemgebieten kann sich die Kirche aufgrund ausbleibender Spenden kaum selbst finanzieren.

Eine funktionierende Caritasstruktur fehlt bislang. Allerdings sind in letzter Zeit Ansätze eines Aufbaus erkennbar. Sehr erfreulich ist die zunehmende Aktivität von Ordensgemeinschaften in Lettland, die wichtige Funktionen im pastoralen und sozialen Bereich übernehmen.

Projektförderung durch Renovabis

In Lettland befindet sich die Kirche noch immer in einer Aufbauphase. Die beiden Diözesen Jelgava und Rezekne-Aglona sind Neugründungen aus den 1990er Jahren. Dies gilt u.a. aus Grün­den der extremen Diasporasituation auch für Liepaja. Gerade beim Aufbau der grundlegenden Strukturen der neu gegründeten Diözesen war Renovabis in den ersten Jahren stark mitbeteiligt. An einigen Stellen ist diese Hilfe auch nach wie vor erforderlich.
Renovabis förderte in Lettland in den letzten Jahren immer wieder das katholische Schulwesen, das sich sehr erfreulich entwickelt und zum Großteil auch bereits in der pädagogischen Landschaft Lettlands fest etabliert ist. Ein weiterer Förderschwerpunkt stellt die Stärkung der Katechese dar.

Projektbeispiele aus Lettland

Nachrichten, Artikel und Reportagen zu Lettland

Informationen im Internet

Informationen zur Struktur der katholischen Kirche in Lettland

Volltexte aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’:

Sonstige

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis