Stand: Oktober 2010

Landkarte und Flagge

Karte von Bosnien und HerzegowinaKarte von Bosnien und Herzegowina Flagge von Bosnien und HerzegowinaFlagge von Bosnien und Herzegowina

Basisdaten

Offizieller Name:
Bosnien und Herzegowina (Bosna i Hercegovina = BiH)
Fläche:
51.129 qkm
Einwohner:
4,6 Mio.
Hauptstadt:
Sarajevo (1991 rund 527.000 Einwohner; 2007: ca. 304.000)
Weitere Städte:
Banja Luka, Tuzla, Zenica, Mostar, Prijedor (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl)
Volksgruppen:
Ca. 48% Bosniaken, ca. 37.1% Serben, rd. 14.3% Kroaten und ca. 0.6% andere
Besonderheit:
Die Bezeichnung Bosniaken wurde anstelle der ethnischen Terminologie Muslime gewählt, um nicht zu Begriffsverwirrungen mit Muslimen als religiöse Terminologie beizutragen.
Bevölkerungswachstum:
0,34%
Sprachen:
Bosnisch und Kroatisch (lateinisches Alphabet), Serbisch (kyrillisches Alphabet)

Politisches System

Unabhängigkeit:
Ausrufung der Republik Bosnien und Herzegowina am 09.01.1992; Anerkennung durch EU und USA am 06./07.04.1992.
Staatsform:
Demokratischer Bundesstaat mit zwei starken konstitutiven Landesteilen (Entitäten): Föderation von Bosnien und Herzegowina und Republika Srpska.
Staatsoberhaupt:
Staatspräsidium, bestehend aus jeweils einem Vertreter der kroatischen Bosnier, der bosniakisch-muslimischen Bosnier sowie der serbischen Bosnier; der Vorsitz rotiert alle 8 Monate. Die Mitglieder des Präsidium sind zur Zeit: Nebojsa Radmanovic - Serbe, Bakir Izetbegovic - Bosniake , Zeljko Komsic - Kroate. (Wahl vom 3.10.2010)
Regierungschef:
Nicola Spiric
Besonderheiten:
Bosnien und Herzegowina erklärte am 15. Oktober 1991 seinen Austritt aus dem Staatsverband Jugoslawien und ist seither eine unabhängige Republik. Es folgten drei Jahre Krieg zwischen serbischen, kroatischen und bosnisch-muslimischen Einheiten. Am Ende des Krieges stand der 1995 in Dayton/Ohio (USA) unterzeichnete Dayton-Vertrag, der die föderale Republik Bosnien und Herzegowina schuf, die allerdings noch unter den Folgen des Krieges und den anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Volks- und Religionsgruppen leidet.

Wirtschaftsdaten

Währung:
Konvertible Mark (KM), Unterteilung: 1 Konvertible Mark = 100 Fening. 1 Euro entspricht rund 1,95 Konvertiblen Mark. Die Konvertible Mark ist seit 22. Juni 1998 in ganz Bosnien und Herzegowina gültiges Zahlungsmittel. Die KM ist an den Euro gebunden und entspricht somit dem Wert der früheren D-Mark. Landesweit wird aber auch häufig der Euro akzeptiert, in den kroatischen Kantonen auch die kroatische Kuna und in der Republika Srpska der serbische Dinar.
Nominales Bruttoinlands-Produkt (BIP):
17,2 Mrd. US $
BIP pro Kopf
6.300 US $
(Das BIP pro Kopf ist das BIP geteilt durch die Anzahl der Einwohner. Es wird hier kaufkraftbereinigt angegeben, d.h. es wird so berechnet, dass die unterschiedlichen Preisniveaus in verschiedenen Ländern ausgeblendet werden. So kann die wirtschaftliche Leistung von Ländern verglichen werden).

Zusammensetzung des BIP nach Sektoren:

  • Landwirtschaft: 10,2%
  • Industrie: 23,9%
  • Dienstleistungen: 66%
Arbeitslosigkeit:
offiziell 40%
Die Aktivitäten des „Grauen Marktes“ (= Fluss von Gütern über Vertriebswege, die nicht vom Hersteller oder Produzenten autorisiert sind und die außerhalb des normalen Distributionsweges von Firmen, die keine Beziehung zum Produzenten des Artikels haben, verkauft werden) lassen die inoffizielle Arbeitslosigkeit jedoch zu 25-30% tendieren.

Religionszugehörigkeiten, kirchliche Strukturen

In Bosnien und Herzegowina werden eine Reihe verschiedener Religionen und Glaubensrichtungen ausgeübt. Die meisten Einwohner von Bosnien und Herzegowina sind Muslime (40 %), Serbisch-Orthodoxe (31, %), und Katholiken (ca. 15 %). Minderheiten sind Juden und Gläubige sonstiger Religionen (7,6 %). In Mostar hat sich während des Krieges eine kleine evangelische Gemeinde aus Serben, Kroaten und Bosniaken gebildet. Sie ist spirituell-charismatisch geprägt; die Gemeindearbeit ist ökumenisch ausgerichtet.

Es gibt in Bosnien und Herzegowina vier katholische Diözesen (wobei die Diözese Mostar die Gebiete der Diözesen Mostar-Duvno und Trebinje-Mrkan umfasst). Die Römisch-katholische Kirche des Landes bildet eine eigene Kirchenprovinz (Vrhbosna) mit der Erzdiözese Sarajevo und den Diözesen Banja Luka sowie Mostar-Duvno/Trebinje-Mrkan. Die orthodoxen Gläubigen des Landes werden von fünf Bischöfen der Serbisch-orthodoxen Kirche mit Sitz in Sarajevo, Banja Luka, Bihac, Mostar und Tuzla betreut.

Bisherige Förderung durch Renovabis

Unter anderem mit Hilfe der Unterstützung von Renovabis gelang es der Kirche in den acht Jahren seit dem Vertrag von Dayton wieder in vielen der einstigen Pfarreien mit Priestern und Ordensfrauen Fuß zu fassen. Die politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen verhindern jedoch vielfach, dass Gläubige in größerer Zahl wieder in ihren angestammten Dörfern ansässig werden. Schon jetzt erweist sich die Emigration der jüngeren Generation des Landes als sehr problematisch, nicht nur für Staat und Gesellschaft, sondern ganz besonders auch für die Kirche.

In enger Kooperation mit den lokalen, vorrangig kirchlichen Partnern, versucht Renovabis dieser Entwicklung gegenzusteuern und unterstützt beispielsweise die Kirche in Bosnien und Herzegowina bei grundsätzlichen Aufgaben, wie etwa bei der Aufrechterhaltung und dem Ausbau der Seelsorge und der Sozialarbeit.

Einen Schwerpunkt der Projektförderung durch Renovabis bildeten die Ausstattung und die konzeptionelle Weiterentwicklung der Schulen für Europa. Derzeit gibt es in Bosnien und Herzegowina 6 katholische Schulzentren mit ca. 7000 Schülern sowohl in Grund- als auch weiterführenden und berufsbildenden Schulzweigen. Ein weiteres Zentrum ist in Planung. Sowohl in pädagogischer als auch in didaktischer Hinsicht sind die Schulzentren modellhaft.

Projekte, Nachrichten und Bilder aus Bosnien und Herzegowina

Beispielprojekte aus Bosnien und Herzegwonia

Nachrichten und Reportagen aus Bosnien und Herzegowina

Bilder aus Bosnien und Herzegowina

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Informationen im Internet

Informationen zur Katholischen Kirche

Sonstiges

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Aktuelles Spendenprojekt

Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Salesianerpater Witold Szulczynski SDB, Direktor der Caritas Georgia, hört zu und spendet Trost.Renovabis fördert den Betrieb von Suppenküchen in Georgien und sichert somit die Versorgung von alten und bedürftigen Menschen. Das Projekt können Sie mit Ihrer Spende unterstützen. Suppenküchen für notleidende Menschen in Georgien

Projekte nach Ländern

Informieren Sie sich über Projektzahlen und Bewilligungssummen in den Partnerländern von Renovabis. Projektübersicht 2010 (Auszug aus dem Jahresbericht 2010, Seite 7) herunterladen (227 KB)

Spendensiegel

Renovabis wird jährlich vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen geprüft und hat auch für 2011 wieder das Spendensiegel erhalten (mehr). Zudem war Renovabis 2010 zum fünften Mal unter den Finalisten des Transparenzpreises (mehr).