Stand 2012
Länderinformationen zu Bosnien und Herzegowina
Auf dieser Seite finden Sie:
- Fotos aus Bosnien und Herzegowina
- Kirchliche Strukturen
- Projektförderung durch Renovabis
- Projektbeispiele
- Nachrichten, Artikel und Reportagen
- Weiterführende Informationen
Basisdaten
Allgemein
Offizieller Name: Bosnien und Herzegowina (Bosna i Hercegovina = BiH), Fläche: 51.197 qkm Einwohner: 4,6 Mio. Hauptstadt: Sarajevo (1991 rund 527.000 Einwohner; 2007: ca. 304.000) Weitere Städte: Banja Luka, Tuzla, Zenica, Mostar, Prijedor (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl) Volksgruppen: ca. 48% Bosniaken, ca. 37.1% Serben, rd. 14.3% Kroaten und ca. 0.6% andere Religionszugehörigkeit: Muslime: 40%, serbisch-orthodoxe Christen 31%, römisch-katholische Christen 15%, Andere: 14% Besonderheit: Die Bezeichnung Bosniaken wurde anstelle der ethnischen Terminologie Muslime gewählt, um nicht zu Begriffsverwirrungen mit Muslimen als religiöse Terminologie beizutragen. Sprachen: Bosnisch und Kroatisch (lateinisches Alphabet), Serbisch (kyrillisches Alphabet)
- Quelle und weitere Informationen: CIA World Factbook und Auswärtiges Amt
Politik und Wirtschaft
Staats- und Regierungsform: Demokratischer Bundesstaat mit zwei starken konstitutiven Landesteilen (Entitäten): Föderation von Bosnien und Herzegowina und Republika Srpska; Zweikammerparlament (Abgeordnetenhaus und Völkerkammer) Staatsoberhaupt: Staatspräsidium, bestehend aus jeweils einem Vertreter der bosniakischen, serbischen und kroatischen Volksgruppe; Bakir Izetbegović (bosniakisch, Vorsitzender), Željko Komšić (kroatisch) und Dr. Nebojša Radmanović (serbisch); der Vorsitz rotiert alle 8 Monate Regierungschef: Vjekoslav Bevanda Bruttoinlandsprodukt (BIP): 12,4 Milliarden Euro (2010) Besonderheiten: Bosnien und Herzegowina erklärte am 15. Oktober 1991 seinen Austritt aus dem Staatsverband Jugoslawien und ist seither eine unabhängige Republik. Es folgten drei Jahre Krieg zwischen serbischen, kroatischen und bosnisch-muslimischen Einheiten. Am Ende des Krieges stand der 1995 in Dayton/Ohio (USA) unterzeichnete Dayton-Vertrag, der die föderale Republik Bosnien und Herzegowina schuf, die allerdings noch unter den Folgen des Krieges und den anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Volks- und Religionsgruppen leidet.
- Quelle und weitere Informationen: Auswärtiges Amt
Fotos aus Bosnien und Herzegowina
Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.
Kirchliche Strukturen
In Bosnien und Herzegowina sind eine Reihe verschiedener Religionen und Glaubensrichtungen beheimatet. Neben den Muslimen als größte Gruppe sind vor allem serbisch-orthodoxe, römisch-katholische und griechisch-katholische Christen vertreten. In Mostar hat sich während des Krieges eine kleine evangelische Gemeinde aus Serben, Kroaten und Bosniaken gebildet.
Römisch-katholische Kirche
Es gibt in Bosnien und Herzegowina vier katholische Diözesen (Erzbistum Vrhbosna-Sarajevo, Suffraganbistum Banja Luka, Suffraganbistum Mostar-Duvno, Suffraganbistum Trebinje-Mrkan.) Die beiden letzten Diözesen werden zusammen durch den Bischof von Mostar geleitet. In allen vier Diözesen sind insgesamt etwa 360 Welt- und Ordenspriester tätig. Charakteristisch für die Aktivitäten der Kirche in Bosnien ist die Gruppenbezogenheit, d.h. Kroaten im ethnischen Sinn sind weitgehend deckungsgleich mit Katholiken im konfessionellen Sinn.
Unierte (griechisch-katholische) Kirche
Der Bischofssitz der Eparchie Krizevci liegt in Kroatien. In Bosnien und Herzegowina befinden sich nur einige wenige Pfarreien, deren Gläubige häufig ukrainischer Herkunft sind.
Serbisch-orthodoxe Kirche
Die orthodoxen Gläubigen des Landes werden von fünf Bischöfen der Serbisch-orthodoxen Kirche mit Sitz in Sarajevo, Banja Luka, Bihac, Mostar und Tuzla betreut.
Islam
Sitz des muslimischen Reis ul Ulema ist Sarajevo; die bosnischen Muslime gehören der sunnitischen Richtung des Islam an.
Projektförderung durch Renovabis
In den acht Jahren seit dem Vertrag von Dayton gelang es der Kirche wieder in vielen der einstigen Pfarreien – auch und besonders mit Unterstützung von Renovabis - mit Priestern und Ordensfrauen Fuß zu fassen. Die politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen verhindern jedoch vielfach, dass Gläubige in größerer Zahl wieder in ihren angestammten Dörfern ansässig werden. Es ist zu beobachten, dass alte Menschen wieder nach Bosnien und Herzegowina zurückkehren, während die jungen, ökonomisch aktiven in grenznahen Gebieten Kroatiens bleiben und nur an Wochenenden oder Feiertagen zurückkommen. Schon jetzt erweist sich der Auszug der jüngeren Generation des Landes als sehr problematisch, nicht nur für Staat und Gesellschaft, sondern ganz besonders auch für die Kirche.
Seit 1995 war, und ist, Bosnien-Herzegowina eines der Schwerpunktförderländer von Renovabis. Neben einer Vielzahl von Projekten zum Wiederaufbau der pastoralen Infrastruktur (zerstörte Pfarrhäuser und Kirchen, Gemeindesäle etc.) sind hier insbesondere die im Verbund der „Schulen für Europa“ zusammengeschlossenen kirchlichen Schulen, sowie auch zahlreiche Projekte in Zusammenarbeit mit Caritas International zu nennen. Die Diözesancaritasverbände sowie die Nationalcaritas wurden wichtige Projektpartner für Sozialprojekte; besonders zu erwähnen dabei ist, dass in vielen Fällen durch die Unterstützung von Renovabis Projekte begonnen werden konnten, die nun von staatlichen Stellen weitergefördert werden.
Projektbeispiele aus Bosnien und Herzegowina
Nachrichten, Artikel und Reportagen zu Bosnien und Herzegowina
| Beitragsdatum | Titel | Verweis |
|---|---|---|
| 27.09.2012 | „VolontiRAJ NA ZEMLJI!“ - Engagiere Dich für den Himmel auf Erden! | Lesen » |
| 24.09.2012 | Dürre vernichtet Ernte auf dem Balkan | Lesen » |
| 11.09.2012 | Sant'Egidio Friedenstreffen in Sarajevo: Religionen und Kulturen im Dialog | Lesen » |
| 21.08.2012 | Aktueller Spendenaufruf: Neues Provinzhaus für die Franziskaner-Schulschwestern in Sarajevo | Lesen » |
| 30.07.2012 | Jugendliche berichten aus Bosnien - Teil 3 | Lesen » |
| 26.07.2012 | Jugendliche aus Wunstorf berichten aus Bosnien - Teil 2 | Lesen » |
Informationen im Internet
Informationen zur Katholischen Kirche
Volltexte aus der Renovabis-Zeitschrift ‘OWEP. Europäische Perspektiven’:
Sonstiges
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