Geschichte

Vor der Gründung von Renovabis

Bereits in der Zeit des „Kalten Krieges“ unterstützten die deutschen Katholiken die Kirchen in Mittel- und Osteuropa - wenngleich solche Hilfe nur im Verborgenen möglich war. 1970 wurde der Europäische Hilfsfonds (EHF) in Wien eingerichtet. Damit halfen die deutsche und die österreichische Bischofskonferenz den östlichen Nachbarländern. Allein 40 Mio. DM (ca. 20,45 Mio. Euro) standen dafür aus deutschen Kirchensteuermitteln zur Verfügung.

Die Wende 1989/’90

Mit der Wende eröffneten sich beinahe von einem Tag auf den anderen neue Möglichkeiten, den Menschen in ihrer Umbruchssituation direkt von Deutschland aus zur Seite zu stehen. Die Anregung zur Gründung von Renovabis gab das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Die Aktion sollte, so hieß es in den Gründungstexten, „eine Antwort der deutschen Katholiken auf den gesellschaftlichen und religiösen Neuanfang in den Staaten des ehemaligen Ostblocks nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme“ sein. In den 1992 von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) verfassten „Leitgedanken zu einer Partnerschaftsaktion deutscher Katholiken für europäische Solidarität von Ost und West“ heißt es deshalb:

Für die katholischen Christen in Deutschland stellt sich eine neue große Aufgabe europäischer Solidarität, die nur dann erfüllt werden kann, wenn sie von vielen Frauen und Männern, Familien, Gruppen, Verbänden und Gemeinden aktiv mitgetragen wird und in eine breite Bewegung der Solidarität einmündet. Es geht um großherzige, finanzielle und materielle Unterstützung, um personelle Zusammenarbeit und um Erfahrungsaustausch und Dialog in mannigfachen Formen und auf vielen Ebenen, Aufgaben, die viel Mut, Ausdauer, Innovation und Kreativität erfordern …

Gründung von Renovabis

Am 3. März 1993 wurde Renovabis von der deutschen Bischofskonferenz als „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“ gegründet; am 1./2. Mai 1993 stellt Renovabis sich zum ersten Mal der deutschen Öffentlichkeit vor. Unter der Leitung von Weihbischof Leo Schwarz wurde diese erste Aktion durchgeführt und Informationsmaterialien an Pfarreien, Diözesen, Verbände und an die Presse geschickt.

Wechsel des Sitzes der Geschäftsstelle von Trier nach Freising

Im Mai 1993 nahm die Renovabis-Geschäftstelle in der Abtei St. Matthias in Trier ihre Arbeit auf. Im September 1993 bezog sie dann größere Räumlichkeiten in Freising. Im dort ansässigen Bildungszentrum Kardinal-Döpfner-Haus der Erzdiözese München und Freising, hat die Renovabis-Geschäftsstelle bis heute ihren Sitz.
Anfahrtsbeschreibung

Hauptgeschäftsführer

Pater Dietger Demuth CSsR (2002 -2010)

Hauptgeschäftsführer von Renovabis

Pater Dietger Demuth CSsRPater Dietger Demuth CSsRPater Dietger Demuth (69) ist seit Juli 2002 Hauptgeschäftsführer des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. Demuth gehört zur Ordensgemeinschaft der „Kongregation des Heiligsten Erlösers“ (lateinisch: Congregatio Sanctissimi Redemptoris C.Ss.R.). Ende September 2001 berief ihn die Deutsche Bischofskonferenz zum Geschäftsführer (seit 2004: Hauptgeschäftsführer) von Renovabis und damit zum Nachfolger von Jesuitenpater Eugen Hillengass. Im Frühjahr 2007 bestätigten die Bischöfe Demuth im Amt. Dieses endet am 30. Juni 2010. * Biographie P. Dietger Demuth CSsR (32 KB)

Pater Eugen Hillengass SJ (1993-2002)

Gründungsgeschäftsführer von Renovabis

Pater Eugen Hillengass SJPater Eugen Hillengass SJAm 14. August 1930 in Frankfurt am Main geboren, trat Eugen Hillengass am 18. September 1950 in die Gesellschaft Jesu ein. Er studierte Philosophie und Theologie in Pullach bei München und in Innsbruck sowie Betriebswirtschaftslehre in München, Mannheim und in den Vereinigten Staaten. Von 1968 bis 1971 war Pater Hillengass Sozius des Provinzials der Süddeutschen Jesuitenprovinz und anschließend war er 22 Jahre, bis 1993, Generalökonom der Gesellschaft Jesu in Rom.
Von September 1993 bis Juni 2002 war Hillengass Geschäftsführer von Renovabis, der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Bis September 2009 war er „Leiter Projektförderung“ der Deutschen Provinz der Jesuiten in München.

Renovabis-Pfingstaktionen im Überblick

Im Bereich „Pfingstaktion“ in der Rubrik „Aktuell“ finden Sie eine Auflistung aller Aktionsorte, Themen und Plakate.

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Renovabis e.V., Konto-Nr. 94 , Liga-Bank e.G., BLZ 750 903 00

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